Drucker-Test

Tinten-Multifunktionsgeräte im Vergleichstest

Drucker im Test: Wir haben verschiedene Tinten-Multifunktionsgeräte im Vergleich. Lesen Sie, wo Ihr Geld am besten aufgehoben ist.

Multifunktionsdrucker

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Wir haben aktuelle All-In-One-Drucker im Test.

Wir haben Tinten-Multifunktionsgeräte im Test: Wurden diese bisher hauptsächlich für den Endanwender zu Hause konzipiert, kommen nun immer mehr Geräte auf den Markt, die in einem professionellen Office-Umfeld eingesetzt werden. Große Tintentanks senken dabei die Folgekosten beim Druck auf Normalpapier auf ein Niveau, das bisher nur vom Laserdruck bekannt war. Erweiterte Papiervorräte senken den Wartungsaufwand erheblich.

Pigmentierte Tinten erhöhen besonders beim Schwarzdruck die Lebensdauer und die Wischfestigkeit der gedruckten oder kopierten Dokumente - einige Drucker erreichen im Zusammenspiel mit zertifiziertem Papier sogar den Status der Dokumentenechtheit. Das ist sehr wichtig für den Einsatz bei Behörden oder in Notar- oder Rechtsanwaltskanzleien.

Bei der Ausstattung der Geräte wird dem Bedürfnis zum mobilen Druck Rechenschaft getragen. Schnittstellen wie WLAN, Cloud- oder Mobile-Direkt-Print von mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets gehören heute zur Standardausrüstung eines Tintengerätes. Wir haben im Testfeld Multifunktionsgeräte der Preisklasse 150 bis 290 Euro - also durchaus erschwingliche Modelle für kleine Büros oder Selbstständige, die den Drucker auch privat z.B. für Fotos nutzen.

Das sehr kompakte A3-Modell: Brother MFC-J5720DW

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Brother MFC J5720DW

Neben seinen sehr guten Eigenschaften als A4-Drucker mit Duplexdruck in der Standardausstattung bietet der Brother auch die Möglichkeit zum Druck auf A3-Papier über die Mehrzweckzuführung an der Geräterückseite. Damit ist es ebenfalls möglich, A3-Vergrößerungskopien von A4 oder kleineren Vorlagen über die Kopierfunktion anzufertigen.

Das Druckbild auf Normalpapier ist sehr sauber und ausreichend stark gefärbt. Eine Textseite auf Normalpapier schlägt mit etwa 1,7 Cent zu Buche. Bei der ersten Seite aus dem Standby lässt sich der Brother viel Zeit, kommt er auf Touren sind schnelle 28 Seiten pro Minute möglich. Auf Fotodrucke muss man allerdings länger warten. Die intergrierte OCR ist schwach. Gescannte Dokumente verlieren jegliche Formatierung und bedürfen viel Nacharbeit. Dennoch konnte das MFC in puncto Bedienung und Ausstattung überzeugen.

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Das Brother MFC-J5720DW druckt bis zur Größe A3 und ermöglicht zudem A3-Vergrößerungs-Kopien.

Tintendrucker für das kleine Büro: Canon Maxify MB 2050

Mit seinem geringen Platzbedarf und einer dennoch guten funktionellen Ausstattung wusste das neue Canon-Gerät aus der Büroserie Maxify zu punkten. Einziges, für manchen Anwender aber vielleicht entscheidendes Manko ist der fehlende Randlosdruck. Mit 18 Text- oder 10 Farbseiten pro Minute auf Normalpapier ist er eher für das kleine Büro geeignet.

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Canon MB2050

Alle Aufgaben bis hin zum Duplexdruck bewältigt das Modell sehr gut und in sehr guter Qualtät. Für eine Textseite werden etwa 2 Cent fällig. Ein ADF ist vorhanden, ein Duplexscan ist bei diesem Maxify-Modell allerdings nicht vorgesehen.

Der Papier- und CD-Bedrucker: Epson Expression Premium XP-820

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Epson XP820

Wichtig für alle Interessenten: Dieses Gerät bedruckt auch geeignete CD-/DVD-/Blu-ray- Rohlinge. Dass wird immer seltener in dieser Geräteklasse, obwohl so manche Büroumfelder diese Funktion ab und zu durchaus benötigen. Beim Papierdruck kann der Epson bis zu 19 Text- oder 18 Farbseiten auf Normalppier pro Minute auswerfen. Stellt man die Qualität aufs Optimum sinkt zwar die Druckgeschwindigkeit, aber man bekommt hervorragende Foto- oder Präsentationsdrucke.

Mit an Bord sind Duplexdruck und Duplex-ADF, was viele Kopiervarianten ermöglicht. Dass der Epson nicht weiter vorn im Testfeld landete, hat er seinen Verbrauchskosten zuzuschreiben. Bei einem Textblatt ermittelten wir 6 Cent, für ein A4-Foto nahezu 2 Euro (inkl. Epson Photo Glossy Papier). Dass es auch anders geht, beweist das folgende Modell von Epson.

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Der Epson Expression Premium XP-820 ist eines der selten gewordenen Geräte mit CD-Direktdruck.

Der Profi für die Arbeitsgruppe: Epson WorkForce WF-3640DTWF

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Epson WF3640

Der Textdruck beim WorkForce kostet bei der Verwendung von XL-Tinten noch moderate 2,8 Cent pro Seite. Bei Bedarf wirft der Epson im Entwurfsmodus eine solche Seite etwa 21 mal pro Minute aus. Bei höherer Qualitätseinstellung sinkt die Druckgeschwindigkeit aber rapide bis auf 5,5 Minuten für ein randloses A4-Fotoporträt. Solche Drucke werden aber mit aller Wahrscheinlichkeit in vielen Büros nicht anfallen.

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Der Anwender hat beim WorkForce WF- 3640DTWF von Epson gleich drei Papiervorlagen zur Auswahl.

Deshalb sei hier die über die mitgelieferte Software Presto! Page Maker nutzbare sehr gute OCR-Erkennung erwähnt. Außerdem lassen sich über Duplex-Einheiten zum Drucken und Scannen viele Kopiervarianten verwirklichen. Die Druckqualität ist sehr gut, was auch den Kopien zugute kommt, die randlos möglich sind. Dieses Epson-Modell bietet allerdings keinen CD-Direktdruck, das Drucken auf CDLabel- Etiketten ist natürlich möglich.

Multifunktion für das Home-Office: HP Officejet Pro 6830

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HP OfficeJet Pro 6830

Das HP-All-In-One eignet sich für das klassische kleine Büro ebenso wie für das Home-Office mit einigen privaten Ansprüchen. Die Kosten für eine SW-Textseite mit XL-Patronen liegen bei gerade noch akzeptablen 4 Cent pro Seite. Inklusive HP Every Day Fotopapier kostet ein A4-Foto etwa 1,20 Euro.

Das Modell bietet die Möglichkeit des papiersparenden Duplexdrucks, aber nur ein normales ADF ohne Dual-Scan-Einheit. Die Druckqualität bis hin zum Fotodruck ist ausgezeichnet. Fotokopien in der Standardeinstellung kommen ein wenig blasser als das Original, Randloskopien sind möglich. Die OCR-Funktion über das HP-Scan-Modul erlaubt ein direktes Scannen nach Word mit geringem Nacharbeitsaufwand.

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Wie fast alle Tinten-Office-Drucker bietet auch der HP Officejet pro 6830 ein Touch-Bedien-Display.

Leistungsstarke Dokumentenzentrale: HP Officejet Pro 8620

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HP OfficeJet Pro 8620

Unser Testsieger konnte in allen Kategorien überzeugen. Das Druckwerk arbeitet sauber und im Fotodruck mit sehr guten Ergebnissen. Duplexdruck und Dual-Scan über das ADF helfen Papierkosten zu sparen und den Arbeitsaufwand zu senken (im ADF vorgelegte zweiseitige Dokumente müssen für Kopien nicht manuell gewendet werden). Leider sind trotz möglichen Randlosdrucks keine Randloskopien möglich.

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Der HP Officejet Pro 8620 kommt mit einer Duplex-Einheit, die man noch manuell einklinken muss.

Der Druck von Speicherkarten ist nicht vorgesehen, wohl aber, über einen zusätzlichen USB-Port an der linken Frontseite, der Druck von einem USB-Stick. Das 250-Blatt-Papierfach der Standardausstattung lässt sich für etwa 60 Euro mit einer weiteren 250er Kassette erweitern. Eine Textseite kostet bei XL-Tintenbefüllung 1,8 Cent, ein A4-Foto auf Alltagsfotopapier etwa 90 Cent.

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