Cloud-Dienste im Vergleich

Dropbox im Test

Der Cloud-Dienst Dropbox öffnete 2007 seine Pforten und konnte dieses Jahr den 500-millionsten Nutzer begrüßen. Das kommt nicht von ungefähr, denn Dropbox macht es von allen drei Cloud-Diensten im Test am einfachsten, Inhalte online abzuspeichern und auszutauschen. In der kostenlosen Version bietet Dropbox allerdings nur 2 GB Cloud-Storage – wenig im Vergleich zu Microsoft (5 GB) und Google (15 GB). Die Pro-Version erhöht den Speicherplatz auf 1 TB, der bei jährlicher Abrechnung 8,25 Euro pro Monat kostet.

Vorteile

  • Sehr leichte Bedienung
  • LAN-Synchronisierung 
  • Inklusive Office Online 
  • Viele unterstützte Systeme

Nachteile

  • Nur 2 GB Gratis-Speicherplatz
  • Wenige Zusatzfunktionen​​
Dropbox

© Weka/Archiv

Passend zum Namen des Cloud-Speichers lässt man Dateien, die man auf Dropbox hochladen will, einfach per Drag-and-Drop in das Dropbox-Verzeichnis fallen.

Nach Installation und Anmeldung am Cloud-Dienst erstellt Dropbox einen gleichnamigen Ordner in der obersten Verzeichnis-Ebene des Windows Explorers. Alle in diesem Verzeichnis abgelegten Daten gleicht die Software mit dem User-Verzeichnis in der Cloud ab. Auf das Cloud-Verzeichnis und seine Funktionen hat man auch über Browser und Apps Zugriff. Mit der LAN-Synchronisierung kann die Datenübertragung sogar auf direktem Weg ablaufen.

Screenshots, Videos und Fotos kann Dropbox selbstständig in die Cloud hochladen, zum Beispiel jedes Mal dann, wenn eine Digitalkamera an den PC angeschlossen wird. Im Browser zeigt Dropbox Aufnahmen sortiert nach Metadaten wie Ort und Aufnahmedatum an. Fotos fasst der Cloud-Dienst auf Wunsch zu einer Online-Bildergalerie zusammen und generiert den passenden Link dazu. Download-Links für Verzeichnisse und Dateien erstellt man mit Dropbox ebenfalls bequem per Mausklick. Zum Herunterladen braucht es keine Client-Software. Die Pro-Version erlaubt eine noch feinere Einstellung der Zugriffsberechtigungen, zum Beispiel durch die Vergabe eines Kennworts.​

Dropbox

© Weka/Archiv

Dropbox hält ältere Versionen von Dateien 30 Tage lang vor. Im Webinterface lassen sie sich auf Knopfdruck wiederherstellen.

Differenzielle Speicherung 

Das kann nur Dropbox: Dateien, die in die Wolken-Festplatte hochgeladen werden, dort aber schon vorhanden sind, speichert Dropbox nicht erneut in voller Größe, sondern aktualisiert den Datenbestand nur um die Unterschiede zwischen beiden Files. Das macht es sehr leicht, große Dateien schnell auf den aktuellen Stand zu bringen. Dropbox merkt sich außerdem sämtliche Änderungen, die innerhalb der letzten 30 Tage im Cloud-Verzeichnis vorgenommen wurden. Damit genügt ein Knopfdruck, um eine frühere Version einer Datei wiederherzustellen. In der Pro-Version verlängert sich die Dateihistorie auf ein Jahr. 

Durch die Kooperation mit Microsoft ist es mit Dropbox möglich, Word-, Excel- und Powerpoint-Dokumente direkt im Webbrowser oder auf dem Mobilgerät zu bearbeiten. Büro-seitig steht außerdem der Zusatzdienst Paper zur Verfügung, der es mehreren Anwendern gleichzeitig gestattet, an einem Textdokument zu werkeln.

​Fazit

Dropbox ist der ideale Cloud-Speicher, wenn es um eine möglichst einfache Bedienung geht. Das Tool unterstützt die meisten Betriebssysteme, bietet allerdings auch am wenigsten Speicherplatz.​

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