Dropbox, OneDrive und Co.

Cloud-Speicher-Dienste im Vergleichstest

Dropbox, OneDrive, HiDrive & Co. - unzählige Cloud-Dienste konkurrieren mit immer mehr kostenlosem Speicherplatz in der Datenwolke. Wir stellen im Vergleichstest die beliebtesten Online-Speicher vor und verraten, mit welchen davon Sie am besten auf Wolke sieben schweben.

In der Wolke lässt sich komfortabel speichern. Doch welcher Anbieter taugt am Cloud-Himmel?

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In der Wolke lässt sich komfortabel speichern. Doch welcher Anbieter taugt am Cloud-Himmel?

Dropbox, OneDrive, Google Drive und Co.: Cloud-Dienste gibt es viele, wir haben die wichtigsten Vertreter im Vergleichstest. Was bieten die verschiedenen Cloud-Services, wie sieht es mit der Sicherheit aus und wer punktet mit Extras? Wir verraten es Ihnen.

Cloud-Speicherdienste sichern Texte, Fotos, Videos und andere Daten nicht auf einem lokalen Laufwerk, sondern "in der Wolke", also im Internet. So kann man von jedem Rechner mit Internetanschluss, Smartphone oder Tablet darauf zugreifen.

Ein Knackpunkt ist die Sicherheit: In Zeiten der NSA-Spione haben viele ein mulmiges Gefühl, ihre Fotos und Dokumente US-Diensten wie Dropbox oder Googles Drive anzuvertrauen. Es gibt aber europäische Konkurrenten, die mit Privatsphäre und Datenschutz punkten wollen.

Amazon Cloud Drive

Die fünf Gigabyte Gratisspeicher von Amazon Cloud stehen automatisch allen Kunden des Onlineshops zur Verfügung. Der Funktionsumfang ist geringer als bei den meisten Konkurrenten.

Bei Amazon gekaufte MP3s werden automatisch im Cloudspeicher abgelegt. Der Speicherplatz dafür wird nicht von den fünf Gigabyte abgezogen. Die Daten werden auf den Servern des Unternehmens in den USA gespeichert.

Dropbox

Der bekannteste Cloudspeicher ist Dropbox, obwohl der US-Dienst nur zwei GByte Gratisspeicher bietet. User können Daten mit Freunden teilen oder einen Downloadlink verschicken, auf Wunsch nur bestimmte Ordner auf dem Rechner synchronisieren oder Fotos und Screenshots vom Smartphone automatisch sichern.

Für Dropbox gibt es zudem unzählige Apps anderer Anbieter, die beim Synchronisieren und Verwalten helfen. Dropbox kann zudem etwas, was alle anderen nicht beherrschen: Wenn man eine leicht veränderte Datei erneut hochlädt, erkennt Dropbox dies und synchronisiert nur die Änderungen.

Google Drive

Mit Drive betreibt der Gigant Google einen Dropbox-Konkurrenten. Wer ein Google-Konto besitzt, etwa für Gmail oder Google+, bekommt automatisch einen Drive-Zugang. Der Dienst bietet inzwischen 15 GByte Gratisspeicher.

Drive kann man ebenso über eine virtuelle Festplatte wie im Browser nutzen. Die Bedienung ist einfach, die Optik allerdings verbesserungswürdig. Der große Vorteil von Drive: Der Dienst ist eng verknüpft mit anderen Google-Diensten, zum Beispiel Textverarbeitung und Tabellenkalkulation.

Mega

Mega ist der Cloudspeicher des schillernden Internetstars Kim Dotcom alias Kim Schmitz. Bekannt wurde er durch den Sharehoster Megaupload, den die Behörden 2012 wegen angeblicher Urheberrechtsverletzungen abschalteten.

Mega funktioniert ähnlich wie die Konkurrenten, hat aber ein paar Extras: Der Gratisspeicher liegt bei 50 Gigabyte. Mega legt viel Wert auf Sicherheit. Es gibt eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die Daten werden also schon auf dem Rechner der User verschlüsselt. Mega hat noch keinen Desktop-Client, aber einige Apps.

Microsoft OneDrive

Nutzer von Microsofts Cloudspeicher bekommen sieben Gigabyte Speicherplatz und können via Browser oder virtueller Festplatte auf die Daten zugreifen. OneDrive ist seit Windows 8 ins Betriebssystem verankert. Außerdem integriert Microsoft seine Office-Dienste in OneDrive.

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Datenschutz und Verschlüsselung

Dropbox und Google Drive

Strato HiDrive Free

Alle in HiDrive Free gespeicherten Daten werden in Rechenzentren in Deutschland abgelegt. HiDrive ist optisch nicht sehr ansprechend, bietet aber Funktionen, die kaum ein anderer Speicherdienst hat, wie das sehr praktische Backup: Wer versehentlich Daten bei HiDrive gelöscht oder überschrieben hat, kann sie wiederherstellen lassen.

Telekom Mediencenter

Das Mediencenter der Telekom können auch Nichtkunden nutzen. Die Telekom bietet  25 Gigabyte Speicherplatz, der Funktionsumfang ist bescheiden, die Optik minimalistisch. Ein praktisches Extra bringt das Mediencenter: Es lässt sich auch über das Telekom-Fernsehangebot "Entertain" am TV-Gerät nutzen.

Wuala

Wuala legt viel Wert auf Sicherheit und arbeitet wie Mega mit Ende-zu Ende-Verschlüsselung. Die Daten werden also schon auf dem Rechner des Nutzers verschlüsselt. Wer sein Passwort vergisst, kommt an die Daten nicht mehr heran.

Wuala kann man über ein komfortables Desktop-Tool und Apps nutzen, nicht aber über den normalen Browser. Der Zugriff erfolgt etwas umständlich über ein Java-Applet. Wuala ist sehr einfach zu bedienen und optisch ansprechend.

Übersicht: Cloud-Dienste

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