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Dolby Atmos Soundbar: Sony HT-ST5000 im Test

Sony HT-ST5000

© Sony

Die Soundbar Sony HT-ST5000.

Pro

  • Natürlichkeit
  • Dynamik
  • Sub spielt sehr tief
  • Streaming
  • HDCP 2.2 an allen Eingängen
  • Menü

Contra

  • Atmos-Effekte

Fazit

Testurteil: sehr gut (80 Prozent); Preis/Leistung: sehr gut

Bereits beim ersten Aus- beziehungsweise Anpacken fällt die massive und hochwertige Verarbeitung der beiden Hauptkomponenten, einer 118 Zentimeter langen und 8,2 Kilogramm schweren Soundbar und des zugehörigen, 14 Kilogramm schweren Wireless Subwoofers, auf. Wir bevorzugen den Look ohne Grill-Abdeckung, die dem elegant in Schwarz gehalten Balken aber beiliegt. Ein deutlich ablesbares Display ziert die Front, gemeinsam mit insgesamt sieben nach vorne ausgerichteten Lautsprecher Chassis. Drei davon fallen durch ihren besonderen Aufbau ins Auge, da der Hochtöner im Zentrum des Tief-Mittel-Töners angebracht ist. Man spricht vom sogenannten Koaxial-Chassis. Unterschiedliche Frequenzen legen also auf dem Weg zwischen Schallwand und Hörer die exakt gleiche Distanz zurück und sorgen für eine bessere Ortbarkeit im Raum und letztlich ein stimmigeres Gesamtbild. Ob das klappt, dazu später mehr.

Optisch ebenfalls sehr ansprechend wurde das On-Screen-Menü gestaltet. Über den Menüpunkt Setup hat der User die Möglichkeit, sämtliche wichtige Einstellungen in den Kategorien Audio, Video, HDMI CEC/ARC, Netzwerkverbindung und weiteren vorzunehmen. Etwaige Entfernungen der Lautsprechereinheit zur Hörposition (im Falle von Dolby Atmos Content kommt es außerdem auf die korrekte Einstellung der Entfernung zur Decke an) und Pegel lassen sich individuell festlegen. Dabei wird allerdings nur zwischen Front, Höhe und Sub unterschieden. Differenzierte Einstellungen für Center und die weiteren Kanäle können nicht vorgenommen werden.​

Kraftvoll und präzise

Die Eiskristalle im Bergsteigerdrama Everest, einem unserer Lieblings-Test-Titel für das Mittendrin-Feeling via Dolby Atmos, klingen äußerst detailreich und natürlich. Doch wir durften sie im Rahmen dieses Testfelds schon näher und präziser an unseren Köpfen vorbeisausen hören. Selbiges gilt für die Detailwiedergabe in „Days of Thunder“. Vogelzwitschern oder Laubrascheln kommt außerordentlich gut zur Geltung, während die Rennwagenatmosphäre wenige Minuten später zwar unverfälscht, aber wenig intensiv vermittelt wird. Insgesamt ist das Klang-Panorama in seiner Breite und Höhe tatsächlich etwas begrenzt; wir vermissen ein wenig den räumlichen Sound. Dafür spielt die HT-ST5000 wiederum sehr direkt und trifft die verschiedenen Tonlagen gekonnt,​ was dann mit Musik-Content richtig viel Spaß macht. Der lässt sich übrigens auch via USB zuspielen, in High-Resolution (bis 24bit/192 kHz). Dabei versteht sie sich auf sämtliche unkomprimierte Formate wie DSD, FLAC oder ALAC. Bei Titeln mit geringer Auflösung gibt der integrierte DSEE HX (Digital Sound Enhancement Engine) sein Bestes, was sich insbesondere in hohen Lagen positiv bemerkbar macht. Diese gewinnen an Brillanz und Feingefühl hinzu.​

Doch auch die tiefen Töne haben es in sich: Wenn der Motor in der Mad Max Fury Road Anfangsszene aufheult, kommt die ganze Power des zugehörigen Basswürfels zur Geltung. Wow! Selten gehen diese Sekunden mit einem Soundbar-Duo tatsächlich durch Mark und Bein. Da grummelt nichts, der Bass ist auf dem Punkt, der Sub spielt präzise und kräftig – und bis zu 34 Hertz tief. Nach einigen Hörversuchen mit verschiedenem Content stellt für uns Variante „5“ auf der Skala von 0 bis 12 die beste Standard-Einstellung des Woofers dar.

Sony HT-ST5000

© Josef Bleier

Damit die Dolby Atmos Effekte auch bestmöglich zur Geltung kommen, muss die Entfernung zur Decke im Menüpunkt „Lautsprecher-Einstellungen unbedingt exakt (in 0,1 Meter-Schritten) eingestellt werden.

Spotify auf Knopfdruck

Die HT-ST5000 ist ein wahres Universaltalent. Dank Chromecast-built-in stehen von Beginn an zahlreiche Apps wie Spotify oder auch Radiosender zur Auswahl. Ein Klick auf die entsprechende Cast-Schaltfläche am Handy schickt den Ton dann direkt an die Soundbar, ein entsprechender Chromecast-Audio-Dongle wird nicht mehr benötigt. Das klappt auch mit den Hits am Handy. Besonders praktisch: Ein Klick auf den Musik-Service Button auf der Fernbedienung oder direkt an der Bar aktiviert die sofortige Wiedergabe des zuletzt via Spotify wiedergegebenen Hits. Bequemer zwischen TV-Content und den Musik-Hits umswitchen geht es nicht. Bildtechnisch ist Sonys Newcomer auf dem aktuellesten Stand der Dinge. Alle HDMI-Buchsen verstehen sich auf den Kopierschutz HDCP2.2 und geben Signale in Ultra HD mit HDR-Metadaten verlustfrei an den TV wieder.

Fazit

Sonys Atmos-Modell überzeugt mit sehr natürlichen, gut abgestimmten Klängen, von denen Film- und Musikfans gleichermaßen profitieren. Ein starker, tiefspielender Sub, zahlreiche Streaming-Features inklusive praktischer Start-/Stop- Taste sowie ein schickes On-Screen-Menü zählen zu ihren absoluten Stärken. Die Wiedergabe dreidimensionaler Effekte ist aber leider keine davon.​

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