Digitale SLR-Kameras für Einsteiger

Lasst Zahlen sprechen: Wie aus der Tabelle am Ende dieses Beitrags hervorgeht, teilen sich Canon EOS 350D und Nikon D40 mit 71 Gesamtpunkten den ersten Platz, dicht gefolgt von Olympus E400 (70 Punkte) und Pentax K100D (69 Punkte). Mit deutlichem Abstand (62,5/61,5 Punkte) folgen die beiden Samsung-Modelle GX-1S und GX-1L. Noch aufschlussreicher ist ein Blick auf die Bildqualität, die unter anderem deutlich macht, dass es nicht alleine auf die Pixelzahl ankommt: Vergleicht man beispielsweise die beiden Erstplatzierten Canon EOS 350D (8 MP) und Nikon D40 (6 MP), so schlägt sich zwar der Pixel-Vorsprung der Canon bei den Messwerten für die Auflösung nieder, doch bietet die Nikon eindeutige Vorteile beim Rauschen und beim Objektkontrast. Wer also gerne bei Dämmerlicht oder in Räumen mit Aufhellblitz fotografiert, dürfte mit der Nikon besser bedient sein. Oder er greift gleich zur Drittplatzierten, der Pentax K100D (6 MP), die beim Rauschen und beim Objektkontrast mindestens so gut ist wie die Nikon, zudem aber als einzige einen Bildstabilisator bietet (Kauftipp), der bis zu drei Zeit-/Blendenstufen an Verwackelungssicherheit bringt. Ideal für Schnappschüsse ist die EOS 350D mit einer Auslöseverzögerung von 0,26 s, was selbst in höheren Klassen keine Selbstverständlichkeit ist. Die einzige 10-Megapixel-Kamera des Testfelds und Vertreterin des Four-Thirds-Formats, die Olympus E-400, bringt erwartungsgemäß die höchsten Auflösungswerte und die beste Bildqualität bei ISO 100/200 (54,5 Punkte), gefolgt von Canon (54 Punkte), Nikon D40 (53 Punkte) und Pentax (52,5 Punkte). Samsung muss sich beim ISO-Minimum dagegen mit 48 Punkten (GX 1L) bzw. 47 Punkten (GX 1S) begnügen. Anders das Bild bei ISO 400: Dabei sinkt die Olympus mit 48 Punkten zwar nicht ganz auf das Niveau der Samsung-GX-Modelle ab (45 Punkte), bleibt aber deutlich zurück hinter Pentax K100/110 D (52,5 Punkte), Nikon D40 (52 Punkte) und EOS 350D (50,5 Punkte). Wer die Olympus auch aufgrund ihrer extrem kompakten Abmessungen als ideale Reisekamera schät...

Digitale SLR-Kameras für Einsteiger alle Kameras

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Digitale SLR-Kameras für Einsteiger alle Kameras

Die Welten berühren sich: Während eine top ausgestattete digitale Kompakte über 400 Euro kosten kann, beginnt dort das Feld der Einsteigerkameras mit SLR-Technik. Mit nach wie vor unbestreitbaren Vorteilen: Wechselobjektive, Systemblitzgeräte und Zubehör für alle möglichen Fälle des Fotografenlebens machen SLR-Systeme unschlagbar flexibel.

Dazu kommt, dass die größeren Bildsensoren digitaler SLR-Kameras einfach weniger rauschen. Der Unterschied zeigt sich meist schon bei niedrigster Empfindlichkeitseinstellung, mit Sicherheit aber bei Empfindlichkeiten von ISO 400 und darüber. Auch bei Einschalt- und Auslöseverzögerung inklusive AF-Zeit sind die SLR-Kameras in der Regel besser. Ihrem einzigen echten Nachteil, den brust- und hosentaschenfeindlichen Abmessungen, stehen also massive Vorteile gegenüber. Kein Wunder, dass so mancher Neueinsteiger gleich zur digitalen SLR greift, anstatt den Umweg über die Kompakte zu gehen.

Das für diesen Vergleich zusammengestellte Testfeld umfasst sieben Modelle von fünf Herstellern mit nominellen Auflösungen zwischen 6 und 10 Megapixel:  6-Megapixel-Modelle schicken Nikon, Pentax und Samsung ins Rennen. Die Nikon D40 ist das günstigere Schwestermodell der D40x mit 10 Megapixeln (nicht in diesem Testfeld); die Pentax K100D wird von der baugleichen K110D flankiert. Einziger Unterschied: Nur die rund 80 Euro teurere K100D ist - als einzige im Konkurrenzumfeld - mit eingebautem Bildstabilisator ausgestattet. Samsung führt Derivate früherer Pentax-Modelle der *istD-Reihe ins Feld und kommt ebenfalls im Doppelpack: GX1L und GX1S nennen sich die Schwestern, die aber nur äußerlich Zwillinge sind - bei der technischen Ausstattung und in den Messwerten gibt es mehr als marginale Unterschiede. Mit 8 Megapixeln geht die Canon EOS 350D ins Rennen, mit 10 Megapixeln die Olympus E-400, die einzige Kamera des Four-Thirds-Formats in diesem Testfeld und als solche sehr kompakt.

Zu den ohnehin günstigen Gehäusepreisen kommen oft noch günstigere Setpreise mit Standardzoom, das vom gemäßigten Weitwinkel bis zum leichten Tele (etwa 28 bis über 80 mm kleinbildäquivalent) reicht. Die optisch akzeptablen Standardzooms schlagen sich im Gesamtpreis oft mit weniger als 50 Euro nieder - eine klare Einladung an SLR-Einsteiger, auf den Zug aufzuspringen und das System später kontinuierlich auszubauen.

Viele Anwender dürften aber zeitlebens mit dem Setobjektiv auskommen oder dieses allenfalls um ein Telezoom ergänzen, das dort anschließt, wo das Standardzoom aufhört. Wer sich damit jedoch zufrieden gibt, wird die Möglichkeiten seiner Kamera vielleicht nie ausreizen: Probieren Sie beispielsweise als Festbrennweite ein Makroobjektiv, das fast immer ein deutliches Plus an Schärfe bringt und auch als Porträtobjektiv eine gute Wahl ist. Nicht weniger empfehlenswert: ein Systemblitzgerät mit Zoomreflektor, das mehr Reichweite bietet, indirektes Blitzen erlaubt und mit Diffusoren ausgestattet werden kann, um das Blitzlicht zu soften.

Was Umsteiger von der digitalen Kompakten wiederum häufig bei SLR-Kameras vermissen, ist die fehlende Möglichkeit, den TFT-Monitor als Sucher bei der Aufnahme zu verwenden. Die trendgerechte Motivsuche mit gestreckten Armen ist bereits in Fleisch und Blut übergegangen, auch wenn dabei - vor allem bei heller Umgebung - von gezielter Bildgestaltung kaum die Rede sein kann. Mit dem SLR-Sucher geht das eindeutig besser, auch wenn man sich dazu die Nase am Gehäuse plattdrücken muss. Bilder können bei jeder SLR-Kamera direkt im Anschluss an die Aufnahme am Monitor betrachtet werden. Und zunehmend gibt es SLR-Modelle mit Live-View-Funktion, der Möglichkeit also, den TFT-Monitor auch als Sucher zu verwenden. Doch dafür muss man sich eine Preiskategorie höher, zwischen 600 und 800 Euro orientieren. Mehr darüber in der nächsten Ausgabe.

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