Tablet & Tablet-PCs

Die iPad-Killer kommen - aktuelle Geräte im Vergleich

Das iPad von Apple verkauft sich wie geschnitten Brot. Nun wollen auch andere Hersteller am Tablet-Boom partizipieren. Als Betriebssysteme dienen dabei Android, Linux oder auch Windows. Wir präsentieren die aktuellen Trends auf dem Tablet-Sektor.

acer, ipad, archos

© PC Magazin

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Satte drei Millionen iPads hat Apple laut eigener Aussage binnen der ersten 80 Tage nach dem Verkaufsstart des Tablets verkauft. Damit ist der iPad für den Hersteller aus Cupertino eine absolute Erfolgsstory. Und für andere Hersteller ein Ansporn, sich mit eigenen Geräten ein Stück vom Kuchen zu sichern.

Ganz neu ist das Konzept der Rechner ohne Tastatur aber nicht. Die ersten Pen-Computer kamen bereits Anfang der 90er-Jahre des letzten Jahrhunderts auf den Markt, als Betriebssystem diente seinerzeit PenPoint von GO oder Windows 3.1 mit den Pen Extensions. Apples erster Ausflug in die Tablet-Welt war 1993 der Newton. Aber dieser Stift-Rechner war eher ein Vorläufer der PDAs.

Durchsetzen konnte sich keines dieser Geräte. 2002 wagte Microsoft mit den Tablet-PCs einen weiteren Anlauf. Diese Geräte gab und gibt es es nicht nur als Convertibles, sondern auch als Slates ohne Tastatur. Zwar gibt es eine ganze Reihe von Tablet-PCs, inzwischen auch mit Multitouch-Unterstützung und Stiftbedienung, der große Durchbruch blieb ihnen aber bisher verwehrt.

Einen weiteren Anlauf unternahm Microsoft mit dem Projekt Origami, aus dem 2006 schließlich die UMPCs hervorgingen, kleine Tablets ohne Tastatur, die von Samsung, Asus und einigen kleineren Herstellern auf den Markt kamen. Allerdings litten die kleinen UMPCs unter ihren für Vista zu schwachen Prozessoren.

Einige Hersteller bauen immer noch UMPCs, inzwischen mit moderneren Prozessoren und Windows 7, aber diese Geräte werden primär für die mobile Datenerfassung in Firmen oder in Krankenhäusern eingesetzt.

Trendsetter iPad

apple, ipad

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Erfolgsmodell: Apple hat vom iPad schon mehr als drei Millionen Exemplare verkauft. Die Pluspunkte des Apple-Tablets sind die einfache Bedienung und ein AppStore mit riesiger Auswahl.

Während bei allen vorhergehenden Tablet-Rechnern das Betriebssystem und die Applikationen nachträglich für die Bedienung ohne Tastatur und Maus oder Touchpad angepasst wurden, hat Apple das iPad von Grund auf für die Multitouch-Bedienung entworfen. Als Betriebssytem dient daher nicht das bei den Macs verwendete volle OS X, sondern eine auch auf dem iPhone verwendete, abgespeckte OS-X-Variante.

Als Prozessor kommt der von Apple entwickelte und von Samsung gefertigte A4-Prozessor auf Basis des ARM Cortex A8 zum Einsatz. Der Single-Core-Prozessor ist ausgesprochen sparsam und beschert dem iPad eine Akkulaufzeit von bis zu zehn Stunden. Die Leistung des Prozessors und der in der CPU integrierten Grafikeinheit reicht selbst für einfachere 3D-Spiele aus.

Multitasking bietet das Betriebssystem bislang nur eingeschränkt, das mit dem iPhone 4 eingeführte iOS4 kommt erst später auf das iPad. Allerdings verfügt das Tablet ebenso wie das iPhone 3GS nur über 256 MByte Arbeitsspeicher, das iPhone 4 dagegen über 512 MByte RAM.

Technische Daten:

Apple iPadab

499 Euro; www.apple.de

Prozessor/RAM: Apple A4/256 MByte

Massenspeicher: 16, 32 oder 64 GByte

Display: 9,7 Zoll (1024 x 768)

Wireless: WLAN-N, optional 3G

Schnittstellen: Dock-Anschluss

Daher bleibt abzuwarten, wie flüssig mehrere Apps parallel auf dem iPad laufen werden. Laut Branchengerüchten arbeitet Apple für die nächste iPad-Version an einer Dualcore-CPU auf Cortex-9-Basis, das nächste iPad sollte dann auch über einen größeren Arbeitsspeicher verfügen.

Das 9,7-Zoll-Display bietet eine Auflösung von 1024 x 768 Bildpunkten. Die meisten Filme werden durch das 4:3-Format des IPS-Panels mit schwarzen Balken dargestellt. Das Display des iPad ist brillant und die Berührungserkennung die mit Abstand beste unter den Geräten, die wir in der Redaktion hatten.

Ein großer Pluspunkt des iPad ist der riesige AppStore, auch mit den meisten iPhone-Apps kommt das Tablet zurecht. Allerdings sehen sie durch die Skalierung auf die höhere Auflösung oft nicht so gut aus.

Ein Schwachpunkt des iPad sind die fehlenden Schnittstellen. Am Gerät selbst gibt es nur einen propietären Docking-Port, an dem auch das Netzteil angeschlossen wird. Um einen USB-Port oder einen SD-Card-Schacht nachzurüsten, muss man für 30 Euro das Camera Connection Kit kaufen, das einen USB- und einen SD-Card-Adapter enthält. Es ist aber nicht möglich, eine SD-Card als Erweiterung des internen Speichers einzusetzen.

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