Koreanische Kombi-Könige

Die Erstinstallation

Ordnung bewahren

Die Erstinstallation dürfte vor allem beim LG-Rekorder einige Zeit in Anspruch nehmen, wenn man mehrere Satelliten anpeilt. Die Sender werden nicht automatisch vorsortiert. Außerdem kann der Nutzer nicht nach einzelnen Sendern suchen oder sie sich nach Namen auflisten lassen.

Die Reihenfolge nach den eigenen Vorlieben zusammenzustellen ist dadurch recht mühsam. Beim Samsung kann der Nutzer zwar auch nicht nach einzelnen Sendern suchen, es findet jedoch eine Vorsortierung statt, und die Sender lassen sich alphabetisch auflisten.

Um Sendungen zu speichern, besitzen beide Rekorder eine 500-GByte-Festplatte in ihrem Inneren. Beide Hersteller bieten auch eine kleinere Variante mit 250 GByte zu einem geringeren Preis an. Es empfiehlt sich jedoch die größere Variante, denn ein zweistündiger Film in HD-Qualität belegt bereits 10 GByte. Bei 25 Filmen ist die Platte damit bereits voll.

Eine Komprimierung wie beispielsweise bei Panasonics Blu-ray-Rekordern ist nicht möglich. Das Auslagern auf eine externe Festplatte ist ebenfalls nicht vorgesehen - wie bei allen Sat- oder Blu-ray-Rekordern mit integrierter Festplatte.

Spielt man eine gespeicherte TV-Sendung schließlich ab, hat der Samsung-Rekorder die Eigenheit, keine parallele Aufnahme zuzulassen. Das gleiche Problem besteht bei der Wiedergabe von Discs. Beim LG gibt es solche Einschränkungen nicht. Dafür kann der Nutzer Aufnahmen nicht nachbearbeiten, um uninteressante Sequenzen zu entfernen oder um eine Sendung zu teilen.

Anwender können die Allrounder von LG und Samsung auch als zentrale Medienspeicher nutzen. Es lassen sich schließlich von angeschlossenen USB-Speichern Daten übertragen. Auch das Rippen von CDs ist möglich, wobei sich beide Rekorder online die Titelinformationen holen. Die Multimedia-Eigenschaften sind ohnehin immens.

Fotos lassen sich über Vorschaubilder auswählen und danach mit wählbaren Diashow-Effekten anzeigen. Die hinterlegten Titelinformationen und die Album-Cover werden beim Abspielen von MP3-Musik angezeigt. Die Wunderkisten von LG und Samsung verschmähen fast keine gängigen Video-Container oder -Codecs.

Nur der LG HR570S kann nichts mit WMV-Dateien von Windows anfangen. Dafür besitzt er ein anderes Gimmick: Er greift auf die Gracenote-Datenbank zu, um Infos zu Musik und Videos abzurufen. Auch bei eingelegten DVDs und Blu-rays zeigt er auf Wunsch Details zu Darstellern, Regisseur und Inhalt an.

Im Netzwerk zu Hause

Der Samsung verfügt über eine andere nützliche Funktion: Er spielt nicht nur wie der LG Dateien von internen Speichern, externen USB-Festplatten und Netzwerk-Speichern ab, sondern bietet seine Daten als DLNA-Server im Heimnetzwerk an.

Kompatible Netzwerk-Media-, Blu-ray-Player und TV-Geräte können so von verschiedenen Räumen auf die Daten zugreifen. Ausgenommen sind TV-Aufnahmen. Der LG kann zwar keine Medien im Netzwerk verteilen, gibt sie jedoch im Gegensatz zum Samsung auch an angeschlossene USB-Speicher weiter.

Um ein möglichst gutes Bild an den Fernseher zu schicken, sind zum einen gute Skalierqualitäten gefragt, um SD-Sender sowie Das Erste HD und ZDF HD in 720p auf Full HD aufzublasen. Zudem ist eine gute Vollbildwandlung nötig, um etwa die HD-Angebote der Privaten mit Halbbildern umzurechnen. Da wir hier 3D-Blu-ray-Player mit neuster Bildverarbeitungstechnik vor uns haben, gelingen beide Aufgaben auf äußerst hohem Niveau.

Der Samsung skaliert jedoch noch einen Deut besser, was an einem höheren Schärfeeindruck und an ruhigeren Bewegungen erkennbar ist. Außerdem schafft er es, bei Interlaced-Quellen die hässlichen Fransen an Kanten noch etwas besser zu glätten.

Erwartungsemäß konnte deshalb der Samsung auch bei DVDs und (3D-) Blu-rays etwas besser punkten. Die scharfen Kanten bei eingelegten 3DBlu-rays lassen ein äußerst plastisches Bild entstehen. Auch feinste Farbnuancen brachte er auf den Schirm, hingegen wirkte der LG leicht verwaschen.

Download: Tabelle

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