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Die besten SSDs im Test

Eine schnelle SSD muss nicht viel Geld kosten. Worauf Sie beim Kauf achten sollten und welche SSDs eine hervorragende Leistung zum guten Preis bieten, verrät dieser Test.

Die besten SSDs im Test

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Die besten SSDs im Test

Darauf müssen Sie beim Kauf achten

Letzlich hängt die Performance und Betriebssicherheit natürlich auch von der Güte der verwendeten Speicherzellen ab. Das Problem: Die Speicherbausteine werden von diversen Herstellern in großen Stückzahlen produziert und von ebenso vielen Herstellern von SSDs verwendet. Gäben einem die SSD-Hersteller selbst nicht konkrete Anhaltspunkte zur Qualität des verwendten Speichers, wäre es für den Einzelnen kaum möglich, eine Auswahl hinsichtlich der Chip-Qualität zu treffen.

Anhand der Garantiezeit und der angegebenen MTBF (Mean Time Between Failures), also der durchschnittlichen Betriebszeit bis zu einem Ausfall, lässt sich immerhin gut abwägen, wie weit der Hersteller den verwendeten Speicherzellen vertraut und wie gut die Qualitätskontrolle im Werk einzuordnen ist.

Test: SSD-Laufwerke

Wenn einer der Speicherbausteine ausfällt, dann muss man derzeit davon ausgehen, dass das gesamte Modul defekt ist und die Daten verloren sind. Eine komplette Datensicherung per Image ist für die SSD als Systemplatte also dringend ratsam.

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Der Preis als Kriterium für die Qualität

Schließlich ist auch der Preis ein Kriterium für die Qualität der SSD. So gibt es durchaus 60-GByte-SSDs für 50 Euro. Unsere dringende Empfehlung lautet aber: Finger weg. Das erste Problem bei den Billig-Angeboten: Der Controller ist veraltet und die Schnittstelle nicht für ein modernes SATA-III-Mainboard gerüstet - das kostet viel Speed. Hinzu kommt, dass erst in der "jüngeren" SSD-Geschichte eine gewisse Standardisierung eingesetzt hat.

Kaufberatung: SSD-Laufwerke

Ältere Modelle haben beispielsweise ein echtes Problem mit dem 945G-Chipsatz von Intel - der aber zu seiner Zeit sehr häufig auf Mainboards verbaut wurde. Aktuelle SSD-Modelle kennen diese Inkompatibilität nicht und kosten vielleicht 20 oder 30 Euro mehr - eine Investition, die sich selbst dann lohnt, wenn Sie keinen SATA-III Anschluss in Ihrem PC-System haben. Und nachrüsten können Sie die schnelle Schnittstelle ohnehin noch.

Volle Leistung mit dem richtigen Anschluss

Die einzige Lösung für den Anschluss einer SSD mit SATA-III Controller, die das volle Leistungspotenzial der Festplatte entfalten kann, ist derzeit der integrierte SATA-III-Controller im Chipsatz des Mainboards - ob Intel oder AMD, spielt dabei keine Rolle. Moderne SATA-III-Platten erreichen heute bei Dateigrößen ab zirka zwei GByte Leseraten von über 500 MByte pro Sekunde.

Alle "Geräte", ob Zusatz-Controller-Chip auf dem Mainboard oder Steckkarten, die über PCIe x1 angebunden sind - und das sind die meisten - werden spätestens bei 250 MByte/s ausgebremst. In der Praxis erreicht man kaum mehr als 200 MByte/s mit der SATA-III-Steckkarte für 20 Euro vom Online-Shop. Dennoch empfehlen wir, auf jeden Fall zur SATA-III-SSD zu greifen. Damit sind Sie für das nächste Upgrade bestens gerüstet.

Tipp: SSD-Einbaurahmen mitbestellen

Das kleinste Problem beim Einsatz von SSDs ist deren Robustheit. Im Gegenteil: Ihre Erschütterungsresistenz ist sogar ein großer Vorteil und wird insbesondere von Notebook-Besitzern sehr geschätzt. Dennoch sollte man im PC-Gehäuse für die sichere Verschraubung der Platte sorgen, damit sich Strom- und Datenkabel nicht lösen. Wer keinen speziellen SSD-Käfig in seinem Gehäuse hat, kommt um einen Einbaurahmen nicht herum. Leider legen nicht alle Hersteller ein solches Blechstück ins Päckchen.

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Perfekt: Manche Hersteller, etwa Cooler Master, bieten Gehäuse mit vorgefertigten SSD-Einbaurahmen an.

Daran sollte man bei der Bestellung denken. Wer sein Laptop mit einer SSD aufrüsten möchte, sollte zudem neben den Anschluss-Möglichkeiten für Strom und SATA auch unbedingt die maximale Einbauhöhe im Laptop überprüfen, bevor man die SSD bestellt. Manche SSDs werden mit einer Bauhöhe von über 9,5 mm gefertigt und passen dann womöglich nicht ins Laptop. Für Ultrabook-Besitzer ist die Überprüfung Pflicht.

Testsieger: Plextor M3 Pro

Bleibt schließlich noch das wichtigste Kriterium für unseren Test und natürlich für den Kauf einer SSD: die Geschwindigkeit. Beim Test im PC-Magazin-Labor stellte sich dabei heraus, dass klein auch sehr fein sein kann. So ist die Plextor M3 Pro mit lediglich 128 GByte Speicherplatz nicht nur die günstigste Platte im Test, sondern auch in punkto Leistung absolut top. Noch nie hat eine SSD bei uns im Test die volle Punktzahl geholt. Beim sequenziellen Lesen erzielt sie über 500 MByte/s, ein absoluter Spitzenwert.

Kaufberatung: Komplett-PCs

hardware, ssd, festplatte

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Kingston ist bei der Hyper-X-Reihe großzügig. Den Einbaurahmen und das SATA-III-Kabel braucht man unbedingt.

Ebenfalls sehr beeindruckend ist die mittlere Zugriffszeit beim Lesen und Schreiben von weniger als 0,1 Millisekunden. Das schaffen die wenigsten SSD-Platten und das ist vor allem dem Controller zu verdanken. Plextor setzt Controller von Marvell ein und schreibt dafür eine eigene Firmware, die den Löwenanteil an der guten Performance trägt.

Die sequenziellen Transferraten ermitteln wir übrigens mit dem kostenlosen Benchmark AS SSD. Volle fünf Jahre Garantie und ein hoher MTBF-Wert von 1,5 Millionen Stunden gefallen uns beim Testsieger auch sehr gut. Ebenfalls sehr positiv ist, dass Plextor einen Einbaurahmen, Schrauben und sogar Acronis True Image ins Paket legt. Das Tool übernimmt die Datensicherung und auch den Umzug der Systemdaten von HDD auf SSD.

Bei der Wertung Preis/Leistung legen wir bei SSDs den Preis pro Gbyte zugrunde. Das hat den einfachen Hintergrund, dass SSDs einer Serie zwar unterschiedliche Kapazitäten besitzen, sich in den meisten Fällen aber in punkto Transferleistung und Zugriffszeiten nicht unterscheiden. Man kann also guten Gewissens innerhalb einer Serie auch die Größe wechseln, um ein Paar Euro zu sparen oder die größere Variante wählen, ohne Leistungseinbußen befürchten zu müssen.

Tabelle: Daten und Messwerte

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