CPU 4U

Prozessoren für Desktop-PCs

Auch bei den Desktop-Rechnern dominieren die Sandy-Bridge-Prozessoren von Intel. Sie sind für Mainboards mit Sockel 1155 ausgelegt. Allerdings warten die Core-i7- und die Core-i5-Modelle grundsätzlich mit vier Prozessorkernen auf, beim i5 fehlt allerdings das Hyperthreading. Darunter rangieren die Core-i3-Modelle mit zwei Kernen und Hyperthreding.

Besonders interessant für Übertaktungsexperimente sind der Core i7-2600K und der i5-2500K mit ihren offenen Multiplikatoren. Zudem sind sie mit der leistungsfähigeren HD3000-Grafik ausgestattet, was aber die meisten Anwender weniger interessieren dürfte, da diese CPUs in aller Regel im Gespann mit leistungsstarken Grafikkarten im Rechner stecken. Die anderen Desktop-CPUs müssen mit der HD2000-Grafik auskommen, die nur über sechs statt zwölf Execution-Units verfügt.

Daneben gibt es noch CPUs mit einem S und einem T als Namenssuffix. Sie sind Stromsparprozessoren mit einer geringeren Taktrate und einer niedrigeren TDP, die sich etwa für Media-Center-Rechner in kompakten Gehäusen anbieten. Intel hat für die Sandy-Bridge-CPUs verschiedene Chipsätze im Portfolio, am besten passt der Z68, der auch die Prozessorgrafik unterstützt.

A-Serie, amd, mainboard, motherboard, hardware

© Hersteller/Archiv

Für die Prozessoren der A-Serie hat AMD einen neuen Sockel mit der Bezeichnung FM1 geschaffen. Passende Chipsätz sind der AMD A55 oder der A75 mit USB 3.0 und sechs SATA-III-Ports mit sechs GBit/s.

Eine Besonderheit des Z68 ist die Smart-Response-Technik, mit der eine kleine und günstige SSD als Cache für eine herkömmliche Festplatte dient. Über den Sandy-Bridge-Prozessoren rangieren die Core-i7-Modelle der 900er-Serie mit vier oder sechs Prozessorkernen. Diese 32-Nanometer-Prozessoren sind zwar eine Generation älter als Sandy Bridge, stehen aber trotzdem an der Spitze der Leistungspyramide. Dazu trägt auch der Speichercontroller mit drei DDR3-Kanälen bei.

Kaufberatung: Komplett-PCs

Die Basis für die Prozessoren bilden kostspielige Mainboards mit Intel-X58-Chipsatz und Sockel 1366. Mit Preisen zwischen 250 und knapp 900 Euro sind diese CPUs für High-End-Rechner bestimmt.

Bei AMD bekommt man das aktuelle Hexa-Core-Spitzenmodell Phenom II X6 1100T schon für knapp 170 Euro. Allerdings spielt der AMD-Prozessor auch bei der Leistung in einer anderen Liga. Er konkurriert eher mit den Core-i5-CPUs der zweiten Generation.

Auch die anderen AMD-Prozessoren aus der Phenom-II- oder der Athlon-II-Baureihe sind eher durch ihre günstigen Preise interessant. Das macht sie zu einer Alternative für Gaming-Computer bei knapperem Budget, da hier die Grafikkarte eine Nummer größer ausfallen kann.

Die Prozessoren der A-Serie von AMD gibt es auch für Desktop-PCs, sie kommunizieren über einen neuen Sockel mit der Bezeichnung FM1 mit dem Mainboard, der nicht kompatibel zu den bisherigen AM-Sockeln ist. Abweichend von den Mobile-Prozessoren gibt es auch einen A6 mit drei Prozessorkernen.

Ganz neu sind die sehr günstigen A4-APUs für etwa 60 bis 70 Euro. Bei ihnen besteht die Grafikeinheit aber nur aus 160 Radeon-Cores statt den 240 der Mobile-A4-Versionen. Später sollen auch noch A-CPUs ohne integrierte Grafik auf den Markt kommen.

Die Prozessoren der A-Serie konkurrieren primär mit den Pentium, Core-i3- und kleineren Core-i5-Modellen, machen aber auch die Athlon-II- und kleineren Phenom-II-Prozessoren obsolet, sofern man nicht ein bestehendes Mainboard mit einer stärkeren CPU upgraden will.

Mit dem FX auf Basis der neuen Bulldozer-Architektur, die ersten Bulldozer-Prozessoren für Server sind gerade auf den Markt gekommen, hat AMD demnächst eine neue Desktop-CPU in petto, die es mit Core i5 und i7 aufnehmen soll. Der FX ist eine reine CPU ohne Grafikeinheit, eine APU mit Piledriver-Cores auf Bulldozer-Basis soll 2012 folgen.

Ratgeber: So können Sie Strom sparen

Die neue AMD-CPU kommt mit bis zu acht Kernen auf den Markt. Als Kern definiert AMD hier eine eigenständige Integer-Unit, jeweils zwei Integer-Einheiten teilen sich eine 256-Bit-Fließkomma-Einheit und bilden mit ihr zusammen ein so genanntes Modul. Als Sockel ist ein AM3+ vorgesehen, als Chipsatz die 900er-Serie von AMD.

Die neuen Bulldozer-Prozessoren werden höhere Taktfrequenzen erreichen, als die Phenom-II-Prozessoren und einen ausgefeilten Turbo-Modus bieten. Weitere Details standen bei Redaktionsschluss leider noch unter NDA. Das Rennen zwischen Intel und AMD könnte also auch im gehobenen Prozessorsegment bald wieder interessant werden.

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