Vergleichstest

LG BD 560

Bereit zur Aufnahme

Videos, Datei-Infos und Blu-ray-Extras holt der LG BD 560 aus dem Internet. So vernetzt und aufnahmebereit ist kaum ein anderer Blu-ray-Player. Doch will der Maximalist durch seine umfangreiche Ausstattungsliste Mängel an anderer Stelle kaschieren?

LG BD 560

© Video Homevision

Der LG BD 560

Zugriff auf YouTube-Videos besitzen nahezu alle Blu-ray-Player und Fernseher, die auf Internet-TV setzen. LG nimmt die Sache besonders ernst. Die eigens gestaltete Applikation ist anders als bei manchen Konkurrenten flüssig und leicht zu bedienen. Das liegt auch an der möglichen Suchbegriff-Eingabe über den Ziffernblock des Gebers und das Einblenden von Vorschlägen.

Weitere Online-Dienste fehlen dem günstigsten Player der aktuellen Blu-ray-Generation von LG. Das Fotoportal Picasa und Wetter-Infos gibt es beim 50 Euro teureren BD 570 (Test siehe Heft 5/10, Seite 43) dazu, ebenso den drahtlosen Internet- Zugang über WLAN-n und den Abruf von Dateien von DLNA-Servern.

Die weiteren Multimedia-Eigenschaften stimmen bei beiden Playern überein. Über den Online-Zugriff auf die Gracenote-Datenbank lassen sich Infos zu Filmen, MP3-Dateien und Audio-CDs abrufen. Musik-CDs speichert der LG bei Bedarf auf einem externen FATformatierten USB-Stick oder -Laufwerk: entweder datenkomprimiert als MP3 oder verlustfrei als Wave-Datei. Vom USB-Speicher holt sich der Player im Gegenzug Filme, Musik und Fotos in den gängigen Formaten ab.

Bildergalerie

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Galerie

Der Helligkeitkeitsfrequenzganz (schwarz) fällt recht früh ab. Im Sichttest wirkte das Bild deshalb nicht ganz so scharf wie bei manch anderem…

Testurteil:

LG BD 560

€ 250; www.lge.de

+ großes Multimedia-Angebot+ hübsche und intuitive Bildschirm-Menüs- leichte Artefakte bei Skalierung von DVD-Material

Gesamtwertung: sehr gut 84 %

Preis/Leisutung: sehr gut

Das Durchstöbern des Speichers macht mit den schicken Bildschirm-Menüs richtig Spaß. Bei der Fotosuche werden etwa Vorschaubilder angezeigt. Die Steuerung gelingt mit der aufgeräumten Fernbedienung.

In Verbindung mit einem HDMICEC-fähigen LG-TV (SimpLink) lassen sich über den Geber des Players sogar Lautstärke, Programm und Eingang des Fernsehers wählen. Holt sich dieser die Video-Daten des BD 560 ab, zeigt er bei Blu-rays ein scharfes, plastisches Bild. Die Durchzeichnung von farbigen Details ist bei teureren Playern nur marginal besser.

Bei hochskaliertem Filmmaterial von DVD kann der LG überzeugen. Der hohe Schärfe-Eindruck geht nur leicht auf Kosten von Überzeichnungen an Objektkanten. Die digitale Tonausgabe über HDMI verspricht die besten Ergebnisse, obwohl Dolby-HDTonformate in 7.1 lediglich als PCMSignale mit maximal sechs Kanälen ausgegeben werden.

Datei-Informationen: Zusatz-Infos übers Internet

Zusatzinformationen

© Video Homevision

Eine einfache Möglichkeit, um neben den Titel-Informationen auch das Cover anzuzeigen.

Vor allem bei MP3-Musik nervt es, wenn der Titel des Stücks während der Wiedergabe nicht angezeigt wird. Manche Player unterstützen diese Funktion grundsätzlich nicht. Oftmals liegt es einfach auch daran, dass die Informationen nicht hinterlegt sind - die Dateien also nicht mit den dafür verantwortlichen ID3-Tags versehen sind.

Eine einfache Möglichkeit, um neben den Titel-Informationen auch das Cover anzuzeigen, bietet der LG BD 560 durch seinen Online-Zugriff auf die Gracenote-Datenbank. Auch bei DVDs und Blu-rays ist dieser Dienst hilfreich. So erhält man hier Infos zur Besetzung, Produktion, Musik und zum Inhalt des Films. Die Gracenote-Datenbank deckt zwar einen Großteil aller Produktionen ab, doch im Test waren ab und zu keine Einträge verfügbar.

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