Intelligente Fernseher

CEC-Steuersignal

CEC in der Praxis

Auf dem Papier sind alle Fernseher und Zuspieler zueinander kompatibel. Zwar gibt es bei Bild und Ton keine Probleme, aber wie sieht es mit den Steuersignalen aus? Video-HomeVision hat die Probe aufs Exempel gemacht.

© Video Homevision

Bis auf den AV-Receiver erkennt der LG keines der angeschlossenen Geräte. Nach Druck auf die "SimpLink"-Taste kann der Benutzer zwischen den TV-Lautsprechern und "Home Theater" wählen.

Alle Zuspieler wurden an die Eingänge des AV-Receivers angedockt und der zu testende Fernseher an den Monitorausgang. Dann ging es los, denn es waren viele Funktionen durchzutesten. Die Kandidaten haben im Verlauf unterschiedlich gut abgeschnitten.

Den größten gemeinsamen Nenner fanden sie im AV-Receiver. Alle Fernseher im Test schalteten teils auf Wunsch und zum Teil automatisch die eingebauten Lautsprecher ab und übergaben die Audio-Ausgabe an den AV-Receiver. Der Philips beispielsweise zeigte dann "Ext. Verstärker ist aktiv" auf dem Bildschirm an.

VIERA Link-Menü

© Video Homevision

Der Panasonic blendet nach dem Umschalten auf den DVD-Rekorder die zusätzliche Option "Pause Live TV" ein. Darüber lässt sich der Rekorder sofort starten. Es fehlen Klarnamen der Geräte.

Die Lautstärkeregelung erfolgte bei allen Kandidaten anschließend über die TV-Fernbedienung. Dabei blendeten sowohl Fernseher als auch AV-Receiver den Pegel auf dem Schirm ein. Nur beim Samsung wechselten die Anzeigen über die Dauer des Regelvorgangs hektisch hin und her, was allerdings die Funktion nicht beeinträchtigte.

Ebenfalls einwandfrei funktionierte das Durchleiten der HDMI-Befehle durch den AV-Receiver. Klappte etwa das Zusammenspiel nicht, wenn der Zuspieler über den Verstärker verbunden war, so führte dieser dieselbe Funktion auch bei direkter Verbindung nicht aus.

HDMI-Menü

© Video Homevision

Über das HDMI-Menü blendet der Philips auf Wunsch Laufwerkstasten ein. Damit konnte er sowohl den DVD-Rekorder als auch den TT-micro zur Aufnahme bewegen.

Als unproblematisch erwies sich auch der Camcorder. Er konnte zwar nicht aus dem Standby erweckt werden, ließ sich aber von allen Fernsehern befehligen. Die Tester konnten sich Aufnahmen und Fotos direkt auf dem Fernseher anschauen.

Die PlayStation3 ließ sich zumindest im Hauptmenü von allen Fernsehern steuern, etwa um Filme oder eine Diashow zu starten. Bei den Sonderfunktionen, etwa bei der Wahl einer Tonspur, waren die Wege unterschiedlich. Bei Samsung musste der Anwender zweimal ins Optionsmenü: zum Aufrufen des Menüs und zum Abschalten. Dafür konnte man bei ihm besonders einfach hin- und herspulen.

Untermenü

© Video Homevision

Per Druck auf die Taste "Tools", was bei Samsung übersetzt "Extras" bedeutet, öffnet sich ein Untermenü, das direkten Zugriff auf das zu steuernde Gerät ermöglicht.

Der DVD-Rekorder von Panasonic verstand sich erwartungsgemäß am besten mit dem Panasonic-Fernseher. Er zeichnete auf Knopfdruck das laufende Programm auf. Bis auf diese eine Funktion hatten aber auch die anderen Kandidaten den Rekorder voll im Griff.

Problematisch wurde es nur mit dem Sat-Receiver von TechnoTrend: Er wollte partout nicht aus dem Standby erwachen und schaltete sich auch nicht zuverlässig aus. Ins Bildmenü gelangte man zwar mit den Fernsehern von Panasonic und Samsung, konnte aber keine Funktionen aktivieren.

HDMI-Geräteauswahl

© Video Homevision

Der Sony zeigt wie der Samsung und der Philips die Klarnamen der Geräte an. Nur der Panasonic-Rekorder gibt sich verschlossen und meldet sich mit "Recorder" im Bildmenü an.

Besser klappte es mit dem Sony-TV, der den TT-micro im EPG und im Hauptmenü zielsicher navigieren konnte. Der Clou bei Sony: Durch die Taste "Sync Menu" auf der Fernbedienung erlangt der Anwender jederzeit wieder die Befehlsgewalt über den Fernseher.

Schließlich ist die zentrale "Home"-Taste bei aktiver HDMI-Verbindung für den Zuspieler reserviert. Einen anderen, aber nicht minder praktischen Weg schlugen die Niederländer ein: Der Philips bot in seinem HDMI-Menü die Option "Gerätetasten einblenden". Dadurch konnte er selbst am TT-micro sämtliche Funktionen aktivieren.

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