Kamera-Vergleichstest

Canon G7 X Mark II vs. Fujifilm X70: Autofokus

Canon PowerShot G7 X Mark II Flash

© Canon

Die neue Powershot G7 X II zeigt sich in einem hochwertigen Magnesiumgehäuse, jetzt mit leicht ausgeformter Griffwulst. Canon ist damit ein leicht modifiziertes Nachfolgemodell der Powershot G7 X. Mit zur Ausstattung der Edelkompakten gehören weiterhin ein 1 Zoll großer 20- MP-Sensor mit neuem Digic-7-Prozesor und ein lichtstarkes Zoom mit 1,8-2,8/ 8,8-36,8 mm.

Zum automatischen Scharfstellen gibt es bei Canon einen Kontrast-AF mit 31 Feldern, konfigurierbar als Einzelbild- oder kontinuierlicher AF, optional mit Motivverfolgung und Gesichtserkennung. Fujifilm setzt auf ein Hybrid-AF-System aus schnellem Phasendetektions- und präzisem Kontrast-AF mit 49 AF-Punkten. Auch der Fujifilm-AF bietet Einzelund kontinuierlichen Autofokus wahlweise mit Gesichtserkennung. Ebenfalls möglich sind Einzelfeld-AF (variable Größe) und Spot.

Zudem gibt es die neuen Modi "AF Zone" und "AF Weit/Verfolgung", die 77 Punkte nutzen, um schnelle Objekte scharf zu stellen. Bei beiden Kameras lässt sich beim manuellen Fokussieren die Lupenfunktion zuschalten, und es gibt eine Peaking-Funktion (Markierung scharfer Bereiche). Zu den Ausstattungsmerkmalen der X70 zählen zudem ein digitaler Schnittbildindikator und eine Schärfenskala mit Schärfentiefenanzeige. Auf Knopfdruck fokussiert die Fujifilm bei manueller Fokussierung per "AE-L/AF-L"-Taste automatisch.

Mit 0,33 s zeigen sich beide schnappschusstauglich - Fujifilm bei wenig Licht mit 0,34 s knapp besser als Canon mit 0,38 s. Auch bei Serien liegen sie mit 8 B/s gleichauf, jedoch schafft Fujifilm nur 14 JPEGs beziehungsweise 7 RAWs in Serie, während Canon 32 JPEGs und 22 RAWs aufnimmt.

Video

Weder Fujifilm noch Canon beherrschen den hoch auflösenden Ultra-HD-Modus (4K). Full-HD mit maximal 60 B/s müssen reichen, jeweils mit gutem Stereoton. Blende, Belichtung und ISO lassen sich bei beiden manuell einstellen. Zeitraffer- und Zeitlupenfunktion runden bei Canon das Angebot ab. Bei der X70 lassen sich nebst Zeitraffer Filmsimulationen und die Feinjustierung des Weißabgleichs nutzen. Zudem kann hier ein externes Mikrofon angeschlossen werden, bei Canon nicht. Beiden fehlt ein Kopfhörereingang. Negativ fällt bei Fujifilm der schlecht platzierte kleine Videoknopf auf, der sich nur mit einem extra Pen zuverlässig bedienen lässt.

Den Fokus führen beide Kameras sehr gezielt, treffsicher und ohne großes Pumpen nach. Allerdings ist bei der X70 eigentlich ein Stativ obligat, denn sie bietet keinen Bildstabilisator wie Canon. Deren "5-Achsen"-Dynamic-IS-Bildstabilisator kompensiert Kamerawackler. Eine Funktion "Auto Level" sorgt hier für einen geraden Horizont, selbst wenn aus ungewöhnlicher Perspektive heraus gefilmt wird.

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