Tinten-Multifunktionsgeräte

Brother MFC-J615W

Platzsparer: Brother MFC-J615W

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© PC Magazin

Der Brother MFC-J615W

Brother hat ein Herz für kleine Büros. Die MFCs der Japaner werden seit vielen Jahren besonders platzsparend gebaut. Und das betrifft nicht nur sehr geringe Maße, sondern auch cleveres Legen von Anschlüssen.

USB und Ethernet wurden beispielsweise ins Innere des Multis verlegt und Strom- sowie Fax-Anschluss hat man auf die linke Geräteseite ausgelagert, damit das Multifunktionsgerät ganz nahe an einer Wand oder Regalrückwand stehen kann. Mit einer Stelltiefe von gerade einmal 34 cm passt es perfekt in ein 40 cm tiefes Regal.

Die kompakte Bauform hat aber auch Nachteile. Die Bedienung des Papierfachs, insbesondere das Wechseln von DIN-A4-Normalpapier auf 10x15-Fotopapier, ist eine hakelige Angelegenheit.

Bei der Druckgeschwindigkeit konnte Brother schon viel Boden gut machen, verglichen mit Geräten aus früheren Jahren. Die tägliche Bürokorrespondenz erledigt der Multi zügig, obgleich das Tempo bei hoher Qualität deutlich einbricht. Für Fotoausdrucke benötigt der Brother aber vergleichsweise lange. Für unser randlos gedrucktes A4-Testfoto nahm er sich 4:24 Min.

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© PC Magazin

Brother denkt mit: Kabel, die unnötig die Stellfläche vergrößern, werden an geeignete Positionen im Gerät verfrachtet. USB und Ethernet sind ins Gehäuseinnere gewandert und der Fax- und Stromanschluss auf die linke Geräteseite, damit hinten und rechts frei bleibt.

Zeit und auf ein Standard-Foto muss man rund 1:44 Min. warten. Wählt man eine Druckstufe niedriger, geht es zwar schneller, aber der Qualitätsverlust ist deutlich sichtbar und damit keine wirkliche Option. Bei einfachen Kopien über die Flachbetteinheit ist der MFC-J615W mit Abstand der Langsamste im Testfeld.

Für fünf Monochromkopien mithilfe des ADFs benötigt der Japaner 1:37 Min., das ist vergleichsweise lange. Eine Einstellung für das Kopieren von Fotos ohne Rand (auf der Kopie) gibt es leider nicht.

Bei unserer Textscan-Aufgabe wurde zunächst das vorgegebene Layout - ganz untypisch für Brother - zerlegt. Leerzeilen wurden gelöscht und eingerückter Text durch die Bank linksbündig angeordnet. Dieser Fehler trat aber nur beim vereinfachten Workflow über das "Control Center 3" auf.

Testurteil:

Brother MFC-J615W

175 Euro; www.brother.de

Gesamtwertung: gut 76 %

Preis/Leistung: gut

Arbeitet man direkt in Paperport und übergibt das automatisch als PDF gescannte (Einstellung: Graustufen) Dokument an Word, so wird das Layout beibehalten. Fotos müssen nach dem Einscannen zugeschnitten und gegebenenfalls ausgerichtet werden. Tipp: Sehr schnell gelingt das Ausrichten mit der Fotobearbeitungs-Software "Picasa", die Google im Netz frei zur Verfügung stellt.

Der Brother MFC-J615W gehört mit WLAN, Ethernet, ADF und Kartenleser zu den am besten ausgestatteten Büro-Multis der "Mini-Klasse".

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