Alles eine Preisfrage?

Boston Acoustics SoundWare XS 5.1 SE

Die US-Firma Boston Acoustics bietet mit dem SoundWare XS 5.1 SE das kleinste und preiswerteste 5.1-Set unter den Testteilnehmern. SE (Special Edition) bedeutet, dass die Gehäuse im Hochglanz-Finish ausgeliefert werden.

Fünf identische Würfelchen mit einer Kantenlänge von weniger als 10 Zentimetern geben hier den Ton an. Es ist kaum zu glauben, dass die Entwickler es geschafft haben, hier zwei Chassis unterzubringen.

64 Millimeter misst die Tiefton-Membran, 13 Millimeter der Gewebe- Hochtöner. Die elektrische Trennung der beiden magnetisch abgeschirmten Treiber liegt bei etwa 5.000 Hertz. Die kaum ein Pfund schweren Würfelchen sind aus Kunststoff und nehmen ihren Dienst ab etwa 150 Hertz auf.

Wo andere Hersteller lediglich ein Breitband-Chassis einsetzen würden, ist es für Boston Acoustics wichtig, die Vorteile eines eigenen Hochtöners zu bieten: eine geringere Richtwirkung und feinere Hochton-Auflösung - zumindest in der Theorie.

Eine weitere Besonderheit sind die flexiblen Montagemöglichkeiten: Mitgelieferte Halterungen inklusive Kugelgelenken erlauben eine Befestigung an der Wand und eine genaue Ausrichtung der Schallwandler. Dank der Polyeder-Form ist eine vielseitige Aufstellung möglich: So können die Satelliten, auf dem Sideboard stehend, entweder gerade nach vorne strahlen oder auch leicht nach oben geneigt.

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Boston Acoustics SoundWare XS 5.1 SE € 500; www.bostona.eu+ schöne räumliche Darstellung- etwas wenig Grundtonbereich und leicht betonte…

Flexible Platzierung

Der Subwoofer ist eine Bassreflexbox, in der eine 20 Zentimeter große Membran ihren Dienst tut. Schöpfen darf der Bass aus 100 Watt Nennleistung der eingebauten Endstufe. Sowohl der Bassreflextunnel als auch die Membran strahlen in Richtung Fußboden.

Die rückseitige Verstärkereinheit bietet nur die nötigsten Anschlüsse und Einstellmöglichkeiten: einen Line-Eingang, zwei Regler für Pegel und Übergangsfrequenz sowie einen Phasenschalter.

Im Hörtest fiel vor allem die homogene Wiedergabe rundum auf. Dank der fünf identischen Schallwandler war die Nachstellung der jeweiligen Akustik etwa in der Parkhausszene des Films The Dark Knight sehr realistisch. Auch bei Kameraschwenks blieb die Tonalität im Frontbereich dadurch konstant.

Erstaunlich gut spielte auch der Subwoofer mit. Nur im Stereo-Modus fiel auf, dass der Grundtonbereich zurückgenommen klang und die Höhen ein wenig dominant. Unterm Strich muss man dem Set aber ein ordentliches Klangzeugnis ausstellen.

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