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Objektiv-Vergleich: Elf Bildstabilisatoren im Test

Canon, Fujifilm, Panasonic, Zeiss und mehr. ColorFoto wollte wissen, was Bildstabilisatoren drauf haben und hat zehn Objektive und sieben Kameras getestet.

Setup Bildstabilisierung

© Image Ingeneering

Das Setup zur Bildstabilisierung. So testet ColorFoto.

Oft reicht das Licht einfach nicht aus, um aus der Hand ein scharfes Bild zu schießen. Dann muss entweder ein Stativ her oder man erhöht den ISO-Wert, bis die Bildqualität in den Keller sackt. Aber es geht auch anders: Bildstabilisatoren sollen bei langen Belichtungszeiten ungewollte Handbewegungen ausgleichen. Doch wie zuverlässig funktioniert diese Technik? Was ist an den Versprechungen der Hersteller dran? Manche Systeme sollen +5 Blenden bringen. Wer sonst bei 1/60 s gerade noch Verwacklungen vermeiden kann, soll demnach nun 1/2 s lang belichten können. Wir hatten da unsere Zweifel.​

Testaufbau 

Unser Labor entwickelt seit 2006 Testverfahren für Bildstabilisatoren. Beim aktuellen Test wird die Kamera auf Steve- 6D montiert. Dieser spezielle Roboter bewegt die Kamera nach einem festgelegten Programm und schießt zugleich Bildserien. In unserem Fall je 50 Aufnahmen pro Zeiteinstellung. 

In unserem Test haben wir die aktuellen Bildstabilisatorsysteme miteinander verglichen – objektivseitige, kameraseitige und Kombinationen aus beiden. Für die Objektivlösungen treten an: Canon EF 2,8/70-200 mm L IS II USM, Fujifilm Fujinon XF 2,8/50-140 mm R LM OIS WR, Nikon AF-S Nikkor 2,8/70-200 mm G ED VR II, Sigma EX 2,8/70-200 mm DG OS HSM sowie Tamron AF 2,8/70- 200 mm Di SP VC USD.​

Kameraseitig stabilisiert die Olympus Pen-F mit dem M.Zuiko 4-5,6/14- 150 mm ED II. In dieser Gruppe sollte auch Pentax dabei sein, doch konnte​ der Hersteller keine Optik liefern. Panasonic und Sony vertreten die dritte Lösung: Die GX8 und die A7R II haben ein Stabilisierungssystem integriert, nutzen aber gleichzeitig die Bildstabilisatoren der Objektive – in unserem Test mit dem Lumix G Vario 2,8/35-100 mm Power OIS, dem Lumix G X Vario 2,8/12-35 mm Power OIS sowie FE 4/70-200 mm G OSS und sowie Vario-Tessar T* FE 4/16-35 mm OSS.​

Entscheidenden Einfluss auf die Effektivität eines Stabilisators hat der Aufnahmewinkel des Objektivs. Bei kleinen Bildwinkeln – also im Telebereich – steigen die Anforderungen an den Bildstabilisator. In der Weitwinkelgruppe haben wir alle Objektive bei einem Bildwinkel getestet, der einer Kleinbildbrennweite von 24 mm entspricht. Bei den Teleobjektiven haben wir uns für 200 mm (KB-Äquivalent) entschieden.​

Die Belichtungszeiten hat das Labor blendenweise von 1/250 s bzw. 1/200 s auf 1/2 s gesteigert. Für jede Belichtungszeit wurden zunächst zehn Referenzbilder aufgenommen, gefolgt von 50 verwackelten und 50 stabilisierten Aufnahmen. Als Motiv für die Bildreihen diente ein Testchart mit unterschiedlichen hoch- sowie niedrigkontrastigen Mustern.​

Ausgewertet haben wir immer eine niedrigkontrastige Kante, deren Breite ein Indiz für die besser oder schlechter gelungene Stabilisierung war. Kantenbreiten von Referenzaufnahmen (ohne Vibration) sowie unscharfe Aufnahmen (ohne Stabilisierung) dienten bei der Auswertung als Vergleich. Zusätzlich zeigte das Chart auch das von dem Kameratest bekannte Motiv mit drei Frauenporträts – es half bei unserer visuellen Evaluierung.​

Fazit: Im Weitwinkel arbeiten die Bildstabilisierungssysteme gut. Das hatten wir erwartet und deswegen auch nur zwei Kandidaten getestet, die beide einen Kauftipp erhalten. Im Tele kommen die meisten Systeme gerade einmal auf den reziproken Wert der Brennweite. Eine gute Stufe besser ist das von uns getestete Sony-Zoom und noch zwei Stufen besser das Olympus-Zoom. Unser Testsieger Fujifilm schneidet gar fünf Stufen besser ab als das Gros der getesteten Telezooms und gewinnt so den Test.​

Mehr lesen

Zeiss Vario-Tessar T* FE 4/16-35 mm OSS (Sony A7R II)
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Wie gut funktioniert Bildstabilisierung? Color Foto hat Objektive von Panasonic, Nikon, Zeiss, Sony, Olympus und anderen Herstellern getestet.

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