Dynamik und Präzision

AV-Receiver mit HDMI 1.4 im Vergleich

Die Oberklasse-Receiver des Jahrgangs 2010 beherrschen jetzt nicht nur HDMI 1.4a mit 3D-Video und Audio-Rückkanal, sondern sie klingen auch einfach vortrefflich.

Der Countdown ist seit der IFA beendet. Die Oberklasse von Denon, Marantz, Onkyo und Pioneer startet durch mit HDMI 1.4a, dem aktuellen Stand der Technik in Sachen 3D-Fernsehen. Die Entwicklung verläuft in atemberaubenden Tempo. Vielleicht liefern demnächst sogar Flat-Screens ohne Brille brillante 3D-Bilder.

Wer HDMI 1.4a an Bord hat, ist gut gerüstet, zumal der ebenfalls zur neuen HDMI-Norm gehörende Audio-Rückkanal einen großen Nutzen darstellt. Damit genügt ein einziges Kabel zum kompatiblen Monitor, dessen Ton vom integrierten Digital-TV-Tuner über das gleiche HDMI-Kabel zum Receiver transportiert wird, über das der Fernseher das Bildsignal aus der Steuerzentrale empfängt.

Die zusätzliche digitale Audio-Verbindung vom Fernseher zum Receiver entfällt damit, was dem Strippensalat Einhalt gebietet.

Was die Anzahl der HDMI-Eingänge betrifft, zeigen sich alle vier Hersteller inzwischen sehr großzügig. Bei den Ausgängen sind nur Onkyo und Pioneer spendabel. Ihre beiden AV-Receiver bieten zwei HDMI-Ausgänge und bedienen damit Beamer und TV-Monitor gleichzeitig.

In puncto neue Technologien setzen diese beiden Marken ebenfalls die Akzente in der 1000-Euro-Klasse: Ihre Produkte besitzen einen Netzwerk- Anschluss zur Verbindung mit einem Ethernet-Router für Web-Radio. Onkyo beherrscht damit Audio-Streaming und Firmware-Updates aus dem Internet. Und der Pioneer lässt sich über einen Router mit WLAN sogar mit der kostenlosen iPhone App iControlAV fernbedienen.

Marantz und Pioneer bieten zudem eine von außen steckbare Nachrüst- Option für drahtloses Audio-Streaming vom Handy via Bluetooth.

Alle Receiver verfügen inzwischen über frontseitige USB-Eingänge zum Anschluss von Massenspeichern zur Wiedergabe digitaler Audio-Streams. An diese Buchsen lassen sich auch iPods und iPhones direkt anschließen. Für diesen zeitgemäßen Luxus haben alle Hersteller in diesem Test bis auf Onkyo ihre analogen Standard-Video-Anschlüsse deutlich abgespeckt.

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