Raumwelten

Aiptek i2

Aiptek I2

© Video Homevision

Die Aiptek I2

Ein Quäntchen Trost

Pro

  • 3D-Monitor
  • große Stereobasis

Contra

  • kein Sucher
  • schwache Auflösung

Der Winzling im Format zwischen Handy und Rasierapparat will nicht nur 3D-Videofilme drehen, sondern auch ein 3D-Fotoapparat sein. Bisher war er konkurrenzlos, gerade ist jedoch Sonys (3D-Stereo-)Bloggie für 270 Euro auf den Markt gekommen. Der Aiptek wird hingegen laut telefonischer Anfrage schon für 160 Euro angeboten.

Und wie macht er sich als 3D-Fotoapparat? Für PC-Anwendungen etwa in YouTube 3D mag die Qualität ausreichen, für den TV-Genuss am 3D-Flachbildschirm oder gar am Beamer ist die Auflösung des Geräts jedoch zu gering. 1.280 x 720 Pixel werden videoseitig angeboten, also das "kleine" HD-Format. Fotos gibt es mit fünf Megapixeln Auflösung.

Beide Formate halbieren sich beim Umschalten auf 3D, da die Bilder der beiden Sensoren anamorph verzerrt und nebeneinander auf einem Bild angeordnet werden (sogenanntes Side-by-Side-Verfahren). Es bleibt also maximal eine Horizontal-Auflösung von 640 Pixeln, und selbst diese wird nicht erreicht - das hat das Messlabor festgestellt.

Die Bezeichnung HD auf der formschönen Packung ist also eine Falschmeldung - zumindest was 3D angeht. Im ebenfalls möglichen 2D-Modus stimmt es wenigstens rechnerisch. Dennoch wirkt das Bild auch hier wie ein aufgeblasenes Standardqualitäts-Video.

Als Spionage-Cam ungeeignet

Generell sind senkrechte Treppenstufen zu sehen, die Schärfe hält sich auf bescheidenem Niveau und der aus-schließlich automatische Weißabgleich neigt bei praller Sonne zu lilastichigen Bildern. Obwohl die Sensoren recht groß sind, kommt es bei abnehmendem Licht in dunklen Partien recht schnell zu Bildrauschen.

Am PC abgespielt, liefen die Szenen etwas ruppig - 30 Bilder pro Sekunde sind eben nicht berauschend gegenüber den fernsehüblichen 50 Bewegungsphasen - und der Bild-Jitter ist hoch, vielleicht auch mangels eines tauglichen Bildstabilisators. Dank der beigelegten Rot-Blau-Brille konnten wir mit dem Stereoscopic Player sofort die Ergebnisse betrachten und daher auf die Umrechnung mithilfe der beigelegten Software verzichten.

USB-Buchse am Aiptek i2

© Video Homevision

Der wichtigste Anschluss am Aiptek i2 ist die geheimnisvolle USB-Buchse, die sich aus dem Gehäuse schiebt.

Der 3D-Effekt hingegen gefällt, und die Stereobasis ist mit gut 4 cm auch nicht eben schmal. Wie bei Panasonics Vorsatzlinse fehlt der Zoom, und die Festbrennweite beträgt 42 mm - also kein echtes Weitwinkel und das digitale Zoom lässt man besser in Ruhe - sonst leidet die Bildqualität weiter.

Erstaunlich ist die Ausstattung: Das autostereoskopische Display mit 2,4 Zoll zeigt die Stereowirkung recht gut an, ist allerdings ebenfalls nicht hochauflösend und der HDMI-Ausgang schaltet das Live-Bild frei - ein Feature, um das manche digitale Spiegelreflexkamera froh wäre. Damit lässt sich gut experimentieren - bis zu einer Distanz von 50 cm spielt die Schärfe mit. Nach drei Minuten schaltet der Camcorder von selbst in den Energiesparmodus.

Gespeichert wird auf SDHC-Karten. Das Folgeformat SDXC kann der i2 nicht lesen. Das Menü ist mangels Funktionen sehr übersichtlich, die Wiedergabe schnell und intuitiv. Der Klang des eingebauten Stereomikrofons ist vorhanden, aber nicht breitbandig.

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