All-in-one-PCs

4 AiO-PCs im Vergleichstest

Alles in einem und einer für alles – dieses simple Design-Prinzip brachte die schicken All-in-One-PCs hervor. Der Clou: Sie nehmen kaum mehr Platz als ein Monitor in Anspruch und liefern dennoch hohe Leistung. Wir haben vier Modelle ins Testcenter gebeten und sahen sogar Rekorde purzeln.

All in One Computer im Test

© PCgo

Wir haben All-in-One-Computer im Test

All in one - das klingt vor allem nach herrlich wenig Aufwand und Kompaktheit. Und genau das ist auch die Idee bei den in letzter Zeit wieder beliebter werdenden All-in-One-PCs (AiO-PCs oder AiOs). Alles, von der Hauptplatine, dem Prozessor, dem Speicher und der Grafikkarte bis hin zu den Laufwerken, Schnittstellen, Kameras und Lautsprechern, befindet sich in beziehungsweise hinter einem (Touch-)Display in einem meist sehr edel gestalteten Gehäuse. Manche könnte man sogar mit zu übergroßen Tablets vergleichen.

Ein kompletter PC auf wenig Raum

Das, was die meisten Käufer an einem AiO-PC fasziniert, ist die Kompaktheit. Ein All-in-One-Gerät benötigt nur wenige Quadratzentimeter Stellfläche - meist weniger als ein DIN-A4-Papier. Von ihrem Standfuß befreit, lassen sich einige Modelle sogar platzsparend per VESA-Halterung an die Wand hängen. Nur das bis zu 34 Zoll (86,4 cm) große (Touch-)Display benötigt dann ein paar Zentimeter in der Tiefe. Vorausgesetzt, Sie verbinden alle angeschlossenen Geräte per WLAN oder Bluetooth. Und mit dem Allin- One-PC gibt es noch einen schönen optischen Nebeneffekt: Nur noch das Stromkabel ragt aus ihm hervor.

Ein Kabelchaos wie bei PCs gibt es nicht mehr. Doch trotz ihres schlanken Designs spielen All-in-One-Rechner in puncto Leistung und Ausstattung in der gleichen Liga wie herkömmliche, wuchtige PCs. In ihnen stecken mitunter die gleichen mehrkernigen Desktop-Prozessoren, bis zu 32 GByte Arbeitsspeicher, integrierte Grafiklösungen für Office-Anwender und High-End-GPUs für Spieler. Manche AiO-Hersteller mischen allerdings auch Desktop- mit Notebook-Komponenten. Auch an modernen Schnittstellen herrscht kein Mangel. Von USB 3.0 und 3.1 über Bluetooth, Gigabit-LAN und WLAN-ac bis hin zu HDMI 1.4 und DisplayPort steht Ihnen fast immer eine große Auswahl an Anschlussmöglichkeiten zur Verfügung.

Nur bei den Massenspeichern stehen AiOs den PCs nach. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse passt nur eine Festplatte ins Gehäuse (aktuell mit maximal 3 TByte) und/oder eine SSD mit bis zu 1 TByte Speicherplatz. Dafür warten einige All-in-One-PCs bereits mit den neuen PCIe-SSDs auf, die eine rund sechsmal so hohe Transferrate bieten wie SATA-III-SSDs. Insofern sind den All-in-One-PCs kaum Anwendungsgrenzen gesetzt.

Die Grenzen der Multitalente

Damit alle Bauteile in die schlanken Gehäuse passen, verwenden die Konstrukteure Konzepte aus der Notebook-Welt. Das heißt, jeder Quadrat- und Kubikzentimeter wird optimal mit Speziallösungen ausgenutzt. Im Gegensatz zu herkömmlichen PCs lassen sich AiOs darum so gut wie nicht aufrüsten. Sie müssen mit der Leistung, Ausstattung, Display-Größe und -Auflösung klarkommen, mit der Sie den All-in-One-PC gekauft haben. Sie sollten sich also gut überlegen, welche Anwendungen Sie in Zukunft auf dem All-in-One-PC laufen lassen wollen.

Lesetipp: Eigenbau-PCs ab 300 Euro

Sollte außerdem mal ein Teil defekt sein, müssen Sie wie bei einem Notebook das ganze Gerät zum Hersteller einschicken oder auf den Vor-Ort-Service warten. Denn viele Komponenten sind nicht wie bei PCs als Module gesteckt, sondern fest auf einer speziell designten Platine verlötet. Selbst wenn Sie an die Bauteile herankommen, können Sie nur die wenigsten austauschen. Ein weiteres Manko ist die eingeschränkte Einstellbarkeit der Displays. Nur bei den wenigsten können Sie die Höhe variieren und so ergonomisch optimal auf Ihre Sitzposition einstellen.

Die meisten Displays lassen nur ein Neigen beziehungsweise Kippen um wenige Grad zu, und manche besitzen nur einen Stützrahmen, der nicht einmal das erlaubt. Eine Pivot-Funktion, also das Hochkantdrehen des Displays, gibt es nur in absoluten Ausnahmefällen. Sie sehen, auch wenn All-in-One-PCs weniger technisch als PCs aussehen, müssen Sie vor dem Shoppen die gleichen Entscheidungen treffen. In diesem Falle sind sie sogar unabänderlich, weswegen Sie sich beim Kauf eines All-in-One-PCs sogar extrem sicher sein müssen, welche Konfiguration Sie kaufen wollen.

Mehr lesen

Newsletter -

Mehr zum Thema

Acer Predator G3-605
Gaming-PC Acer Predator G3-605

Acer hat beim Predator G3-605 auch an Gamer gedacht, die gerne zu Lan-Parties gehen, denen aber Gaming-Notebooks nicht schnell genug oder zu teuer…
Acer, PC
ALL-IN-ONE-PC (23,6-Zoll-IPS)

Der Acer Aspire Z3-600 mit 21-Zoll-Display überzeugte im Test. Mit seinem integrierten Akku kann der Windows-8-PC mit Touchscreen auch als Tablet…
Aldi-PC mit Tastatur und Maus
Aldi-PC ab 25. September 2014

Den Aldi-PC Medion Akoya P5250 D (MD 8889) gibt's ab dem 25. September 2014 für 499 Euro. Spieletauglich mit Abstrichen bei fairem Preis, sagen…
Medion Akoya P5395 D (MD 8844)
Aldi-PC ab 27. November

Der Aldi-PC Medion Akoya P5395 D (MD 8844) wartet ab 27. November beim Discounter. Lesen Sie unsere Tester-Meinung zum Aldi-Rechner.
Acer Aspire U5-620
All-in-One-Rechner

Der schlanke All-in-One-Rechner Acer Aspire U5-620 bietet mit einem Quad-Core-Prozessor und einer GeForce GTX 850M viel Leistung fürs Geld. Wir haben…