Richtungsweisend

5.1-Surround-Sets im Test

Die Firmengründer Paul Klipsch und Raymond Cooke waren Männer vom gleichen Schlag, die die Entwicklung der Schallwandler stark prägten. Nach dem Motto "Der Weg ist das Ziel" gingen beide ihren eigenen Weg - die authentische Musik-Reproduktion immer vor Augen.

  1. 5.1-Surround-Sets im Test
  2. Punktsymmetrischen Abstrahlung
  3. Fazit

Kaum ein Lautsprecher-Entwickler hat die 50er- und 60er-Jahre mehr geprägt als die beiden Legenden Paul Klipsch und Raymond Cooke. Sie hatten die gleiche Vision: die bestmögliche Wiedergabe von Musik-Konserven zu ermöglichen. In der Zeit der Schallplatten und der beginnenden Stereo-Wiedergabe war ein Medium gefunden, das ein ganz neues Potenzial hatte. Auch mit den Röhrenverstärkern respektive den folgenden Transistorverstärkern war eine Qualität in der Wiedergabekette vorhanden, die den Schallwandler als Nadelöhr zur Folge hatte. Wer Klipsch sagt, meint gemeinhin sein Erstlingswerk: das legendäre Klipsch Eckhorn - der Inbegriff eines immens potenten Lautsprechers. Kaum zu glauben: Dieses Eckhorn wird seit den 40er-Jahren noch heute fast unverändert gebaut.

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Das KEF Q-Set

Es vereint in vorbildlicher Weise die Philosophie von Paul Klipsch: Tonal ausgewogen mussten seine Lautsprecher sein und vor allem laut spielen können. Und dazu bedurfte es damals im Röhrenzeitalter mangels Verstärkerleistung ei-nes hohen Wirkungsgrades. Hornlautsprecher gehen sehr genügsam mit der angebotenen Leistung um. Neu war die damals patentierte Basshorn-Konstruktion mit einem gefalteten Horn, das in einer Raumecke stehen musste. Die Raumwände bildeten sozusagen einen Teil der Hornmündung. Dieser Schallwandler gehört unter den Hi-Fi-Lautsprechern zu den vom Wirkungsgrad her stärksten in der Liga. Schalldrücke bis weit über 120 Dezibel sind möglich.

Video-Homevision Empfehlung:

Raumgröße: 15...50 qmAufstellung: 0,5 - 1 m vor der WandAnschluss: AV-Receiver

Optimale Receiver-Einstellungen

Trennfrequenz: 60...80 HzFront: small oder largeCenter: smallRear: small

Bis heute ist die Firma Klipsch den Zielen und dem Weg des Firmengründers treu geblieben. Hohe Pegelfestigkeit und mithin hohe Dynamik und geringe Verzerrungen zeichnen jeden Klipsch-Lautsprecher aus - auch der Reference-Serie in der fünften Generation. Der Schlüssel zu hohem Schalldruck ist der Hornvorsatz vor den Mittel-/ Hochtönern der Reihe. Mit dem 5.1-Set RF-82 II stehen den Heimkino-Fans zwei große Standboxen, ein mächtiger Center, RC-62 II, zwei große Dipol-Lautsprecher, RS-62 II, für den Rückraum und ein Subwoofer mittleren Formats, SW-112, zur Verfügung. Im Auftrag der BBC KEF wurde im Jahre 1961 von einem ehemaligen Elektrotechniker der BBC namens Raymond Cooke gegründet. Seine engen Kontakte zum britischen Rundfunksender führten dazu, dass er viele Jahre den Studiomonitor LS5/1A für die BBC herstellte. Dieser Auftrag bildete den Grundstock für sein "Hobby": Materialforschung. Cooke etablierte sich schnell in der Szene als Autorität in diesem Bereich. Er entwickelte Membranen und Einspannungen, die akustisch optimierte Eigenschaften aufwiesen. Neue synthetische Materialien wie Polyester als Membranmaterial für Hochtöner oder Bextrene für Tief-/Mitteltöner ebneten den Weg zu guten kleinen Zwei-Wege-Boxen mit hoher Serienkonstanz.

Testurteil:

KEF Q700, Q600C, Q300, Q400B

€ 3.200; www.gpa-eu.com

+ tonal ausgewogene und punktgenaue Spielart + klare Stimmenwiedergabe + nahezu perfekte Rundumbeschallung + ordentliche Pegelfestigkeit

Gesamtwertung: gut 70 %

Preis/Leistung: sehr gut 

Ein hoher Wirkungsgrad stand bei Cooke an zweiter Stelle der Prioritätenliste, resonanzfreie Übertragung und homogenes Rundstrahlverhalten an erster. Mit computergestützten Messverfahren schaffte es Cooke Anfang der 70er-Jahre, die Eigenheiten eines Chassis noch besser zu erfassen und Unzulänglichkeiten zu erkennen. Eine Konsequenz seines Tuns war schließlich die Entwicklung eines Koaxial-Chassis: Der Uni-Q-Treiber vereinte in nahezu idealer Weise die punktförmige Abstrahlung und dank hochentwickelter Membrantechnologie eine resonanzfreie Wiedergabe. Bis heute ist das Uni-Q-Chassis immer wieder verfeinert worden - so auch in der aktuellen Q-Serie. Wir haben uns diese Details bei den Q700-Standboxen, dem Q600C-Center, den Q300-Kompaktlautsprechern und dem Subwoofer Q400B genauer angeschaut.

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