Testbericht

Zeichenprogramme: Zeich(n)en an der Wand

Mit FreeHand setzt Macromedia verstärkt auf "Cross-Media-Publishing": Einmal entwerfen - mehrfach nutzen und ausgeben. Sie gestalten Designelemente und ganze Layouts für Printmedien und nutzen diese für das Internet und Multimedia.
Macromedia hat die FreeHand-Oberfläche stärker an seine Web-Produkte Flash, Fireworks und Dreamweaver angepasst. Leider benötigen manche Paletten nun mehr Platz als vorher, und damit verringert sich die nutzbare Arbeitsfläche. Sehr brauchbar sind die zwei zusätzlichen Icons unten in der Werkzeugpalette, mit denen Sie Objekten Umriss und Füllfarbe schnell zuweisen.

Zeichenprogramme: Zeich(n)en an der Wand

© Testlabor Printredaktionen

Zeichenprogramme: Zeich(n)en an der Wand

von Ralf Fischer Das Stiftwerkzeug verhält sich in FreeHand 10 wie das der Webprogramme, und der Mauszeiger verändert sich abhängig von den jeweiligen Möglichkeiten. FreeHand bietet eine starke Suchen& Ersetzen-Funktion für Grafiken, mit denen Sie Attribute wie Überblendungsschritte blitzschnell ändern.

Neue Funktionen finden sich mit den True Contour-Verläufen und den symbolorientierten Pinselstrichen. Mit den True Contour-Verläufen ist eine Verlaufsart gemeint, die den Außenkonturen eines Objekts folgt. Den Mittelpunkt, zu dem die Farbe hin verläuft, können Sie von der Lage frei setzen. Damit sind tolle Effekte möglich, die bisher Überblendungsgruppen erforderten. Die symbolorientierten Pinselstriche kennen Illustrator- und Corel-Anwender schon. Diese Funktion legt Vektorobjekte entlang von Pfaden an. Es stehen ein Pinselstrich mit einem/einer Objekt/ Objektgruppe auf die ganze Länge des Pfades oder der Sprühstrich mit Wiederholungen des Objekts (Gruppe) entlang des Pfades zur Wahl.

Die bestehende Bibliothek lässt sich schnell und unkompliziert erweitern. Interessant daran ist, dass FreeHand genau diese Bibliothek wieder dazu verwendet, um daraus neue Pinsel- oder Sprühstriche zu erzeugen. Im entsprechenden Dialog geben Sie Werte für Abstände, Drehwinkel, Größe und Lage in Relation zum gezogenen Pfad an. Diese Werte sind wahlweise fix, variabel oder per Zufall definierbar. Damit ergeben sich mit etwas Fantasie sehr schnell und einfach komplexe Striche. Leider ist es bei allen getesteten Programmen nicht möglich, diese symbolorientierten Pinsel abhängig von der Drucksensitivität von Grafiktabletts zu verwenden.

Die Stärke von FreeHand liegt auch im Satz von Broschüren und Flyern, für die es häufig eingesetzt wird. Wie von DTP-Programmen bekannt, können Sie in FreeHand Masterseiten anlegen. Bei einer Änderung werden automatisch die entsprechenden Objekte auf den damit verbundenen Seiten abgewandelt. Neu ist die Möglichkeit, beliebig Masterseiten anzulegen, denn Sie bestimmen, welche Seiten mit welcher Masterseite verknüpft sind.

Ein ähnliches Prinzip verfolgen die Symbolbibliotheken. Damit kann ein dort abgelegtes Symbol bei einer späteren Änderung automatisch alle Vorkommen in den Dokumenten ändern. Das ist zum Beispiel nützlich, wenn die Logofarbe doch Rot statt Gelb sein soll.

Für Webdesigner spannend ist die umfangreiche Unterstützung des SWF-Formats (Quasi-Internet- Standard für Vektoranimation - von Macromedia). SWF-Animationen setzen Sie direkt in FreeHand ein und spielen diese in einem speziellen Flashfenster in FreeHand ab. Zuverlässig funktionierte FreeHand auch bei der Ausgabe von separierten Daten - so leicht sollte es sein.

http://www.macromedia.com/de

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