Testbericht

Zeichenprogramme: Gut gefüllter Farbtopf

Painter gilt als Referenz für natürliches Malen am Computer und bietet dazu einzigartige Malwerkzeuge. Diese Kernkompetenz baut Version IX aus: Bei der Wahl einer Künstlerölfarbe verliert der Pinsel beim Malen jetzt immer mehr Farbe, sodass die Pinselführung realistischer wirkt. Der Mischer bietet eine Mehrfarbenpipette. Wie der echte Pinsel kann das virtuelle Malwerkzeug einen Farbenmix aufnehmen, um mehrfarbige Striche auf die Leinwand aufzutragen.

Zeichenprogramme: Gut gefüllter Farbtopf

© Testlabor Printredaktionen

Zeichenprogramme: Gut gefüllter Farbtopf

von Katharina Sckommodau und Peter Knoll Die neue Wasserfarbe bleibt zwischen den einzelnen Sitzungen nass und bildet einstellbare Ränder beim Trocknen an den Strichen. Eigenschaften wie die Art der Pinselborsten, Farbeigenschaften wie Impasto oder die Wassermenge am Pinsel sind über die Malwerkzeugeinstellungen zu wählen. Painter IX erlaubt ein deutlich schnelleres Arbeiten. Die Funktionstasten lassen sich nun individuell anpassen. Für verschiedene Arbeitsprozesse kann der Anwender unterschiedliche Tastentabellen anlegen und speichern. Individuelle Zusammenstellungen von häufig benutzten Werkzeugen oder Funktionsbefehlen finden auf eigenen Paletten Platz. Um automatisch bei jedem Speichern eine eigene, neue Arbeitsdatei zu erzeugen, gibt es Iteratives Speichern. Das Dokument erhält automatisch den Zusatz _001, der automatisch hochgezählt wird. Painter IX arbeitet durchgehend etwa doppelt so schnell - die verzögerte Anzeige von Pinselstrichen, die flüssiges Arbeiten bisher behinderte, entfällt somit bei schnelleren Systemen. Scheiterte Painter 8 zum Teil noch daran, die Größe eines Bildes auf ein Vielfaches aufzublähen, vergrößert Painter IX in akzeptabler Zeit Bilddokumente auf Plakatgröße - und das in annehmbarer Qualität.

An alte MetaCreations-Zeiten erinnern die KPT-Filter. Ob Gel, Goo, Reaction oder LensFlare - mit den kleinen "Knubbelschaltern" zaubert der Hobbykünstler verblüffende Effekte ins Bild. Für das schnelle Kunstwerk zwischendrin gibt es nun die Funktion Schnelles Klonen: Eine transparente Kopie lässt zum Arbeiten das Original durchscheinen. Die gesetzten Pinselstriche orientieren sich an den Originalfarben des Fotos.

Corel versucht, mit dem neuen Begrüßungsbildschirm und einigen Tutorials die Einarbeitung zu erleichtern. Beim Anklicken eines unteren Registers auf dem Begrüßungsbildschirm verschwinden jedoch die weiter oben angesiedelten. Informationen, die darin enthalten sind, sind nur beim erneuten Start des Bildschirmes abrufbar. Auch die Künstler-Tutorials bieten dem Neuling keine echte Hilfe: Oft ist die Abfolge der Menübefehle unvollständig, sodass die Arbeitsschritte nur schwer nachvollziehbar sind.

Preis: 429,- Euro Preis/Leistung: gut Gesamtwertung: gut

http://www.corel.de

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