Testbericht

Yamaha RX-V771 im Test: Der Frische

Yamahas RX-V771 lockt mit einem günstigen Preis und vielen Anschlüssen. Ob sich der AV-Receiver in der Praxis bewährt, lesen Sie im Test.

Yamaha RX-V771

© Video Homevision

Yamaha RX-V771

Pro

  • spritziger, transparenter Klang
  • sehr gute OSD-Menüs
  • Phono-Eingang
  • Metallknöpfe

Contra

Mit dem RX-V771 versucht Yamaha den Brückenschlag zwischen beiden Welten. Mit zwei HDMI-Ausgängen, die in dieser Klasse nicht selbstverständlich sind, sowie sechs Eingängen punktet der Receiver selbst bei echten Heimkino-Freaks. Auch der Phono-Eingang ist noch an Bord. Einzig hartgesottene Apple-Fans könnten AirPlay vermissen, aber die werden ja auch schon zur Genüge von Denon mit dem AVR-3312 und Pioneer mit dem VSX-LX55 hofiert.

Immerhin bietet Yamaha mit dem optionalen YID-W10 ein eigenes Drahtlos-Dock für iPod und iPhone an, und via USB-Kabel lassen sich die iDevices direkt an der Frontplatte anschließen.

Rückseite des Yamaha RX-V771

© Video Homevision

Yamaha hält Verbindung zu beiden Welten: Auf der Rückseite gibt es eine Schnittstelle für ein drahtloses iPod-Dock (Direktanschluss vorne via USB auch möglich) und einen Phono-Eingang.

Yamaha RX-V771: Eigene Wege

Die Entwickler haben eine Alternative mit anderen Prioritäten geschaffen. Dazu gehören 17 DSP-Programme für synthetischen Raumklang - eine Yamaha-Spezialität. Oder die Systemerweiterung durch externe Endstufen und/oder Aktiv-Subwoofer. Zu diesem Zweck besitzt der Yamaha einen 7.2-Vorverstärker-Ausgang.

Die Netzwerk-Funktionen mit vTuner für Internet-Radio und DLNA-konformes Audio-Streaming überzeugen ebenso wie das liebevoll und praxisgerecht gestaltete OSD, das sich am Stil der Top-Modelle orientiert. Die Gratis-App "AV Controller" zur Steuerung des RX-V771 braucht sich auch nicht hinter der Konkurrenz zu verstecken.

Fünf AV-Receiver von Denon, Onkyo und Co. im Test

Fernbedienung des Yamaha RX-V771

© Video Homevision

Die Fernbedienung kommt zwar nicht an die von Denon, Onkyo und vor allem Harman heran, ist aber übersichtlicher als die von Pioneer.

Ebenfalls praktisch: Auf den vier SCENE-Tasten, die sich auf der Frontplatte des Receivers und der Fernbedienung finden, lassen sich für unterschiedliche Anwendungsszenarien individuelle Einstellungen für die Audio- und Video-Eingänge und Klangeinstellungen speichern und auf einen Knopfdruck abrufen.

Der Yamaha RX-V771 gefiel im Hörtest durch Tempo und Transparenz. Er schälte feinste Details aus dem Klanggeschehen und bildete im Stereo- sowie im Surround-Betrieb gestochen scharf ab wie eine gut fokussierte Kamera mit Spitzenobjektiv. Stimmen wirkten relativ schlank, aber mit feinen Nuancen eingefangen. Bereits die Stereo-Wiedergabe hatte etwas Dreidimensionales.

Doch erst im Surround-Test offenbarte der Yamaha RX-V771 (Preis 680 Euro), zu welch einem riesigen Raum er fähig ist. Er verlieh den Stimmen und Instrumenten Raum zum Atmen und gab den Bass sehr knackig und differenziert wieder. Drums standen zwar nicht ganz so mächtig im Raum, hatten aber Kick und Kontur.

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