Testbericht

Yamaha RX-V673 im Test

Yamaha befindet sich nach einem langen Boxenstopp im Rennen um die Pole Position in den verschiedenen Preisklassen wieder auf der Überholspur. Das Mittelklasse-Modell RX-V673 tritt entsprechend selbstbewusst auf. Wir haben den AV-Receiver unter die Lupe genommen.

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© Josef Bleier, Stefan Rudnick

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Pro

  • satter Bass und realistische Räumlichkeit in Surround
  • sehr gute Lautstärkeregelung am Gerät

Contra

  • relativ grobe Bildeinstellungen

Das Design des Yamaha RX-V673 wirkt eigenständig. Sein Konzept mit den SCENE-Tasten zum bequemen Abrufen vorgespeicherter Benutzereinstellungen für unterschiedliche Anwendungs-Szenarien prägt die aufgeräumte Gerätefront, die vor allem in Titansilber hochwertig wirkt. Der Lautstärkeregler spricht besser an als bei den Konkurrenten, bei denen man ständig umgreifen und kurbeln muss.

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Auch seine AirPlay-Übertragung dürfte ihm neue Freunde bescheren. Bisher waren Yamaha-Benutzer, um drahtloses Audio-Streaming realisieren zu können, auf die proprietäre Technologie der Yamaha App angewiesen, jetzt spielt der Receiver auch direkt mit iTunes zusammen.

Yamaha RX-V673: Sound-Tuning

Die Entwickler haben auch die Einmess-Automatik des neuen Jahrgangs verbessert. Das neue Einmess-System YPAO bietet Reflected Sound Control (R.S.C.), um die Klangeinflüsse von Wand- und Deckenreflexionen zu kompensieren. Damit sollen Benutzer, die Plüschsofas, dicke Teppiche und Vorhänge bevorzugen, das gleiche Sound-Tuning genießen wie jene, die in einem karg möblierten, hallenden Loft mit unverputzten Wänden und großen Fenstern leben.

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© Josef Bleier, Stefan Rudnick

Weil der Yamaha Audyssey DSX an Bord hat, kann er über seine ansonsten für Zone 2 bestimmten Lautsprecher-Klemmen auch zwei Presence-Boxen zur Vergrößerung der Klangbühne betreiben.

Typisch für Yamaha ist der vielfältige Einsatz von DSP-Power. Dialog Lift und Dialog Level Adjustment sollen die Sprachverständlichkeit verbessern und die Stimme auf Bildschirmhöhe hieven, selbst wenn sich der Center-Speaker unter dem Display befindet. Wem das noch nicht ausreicht, der kann sogar mit Audyssey DSX zwei Front-Presence-Boxen oberhalb der Frontkanäle ansteuern.

Yamaha RX-V673: Hörtest

Ganz ohne solche stark vom Geschmack und den eingesetzten Boxen abhängigen Effekte musste der RX-V673 den Hörtest bestreiten. Das gelang ihm sehr souverän. Im Stereobetrieb gab sich der Yamaha-Receiver mit tollem Timing, zünftiger Attacke und gutem Fokus zwar keine Blöße.

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So richtig in seinem Element war er aber erst im Surround-Modus: Da schuf der 600-Euro-Kandidat einen perfekten Raumeindruck und groovte, dass es eine Pracht war, mit ihm Konzertaufnahmen von DVD oder Blu-ray wiederzugeben. Der Bass wirkte voll und knackig, Stimmen stellte er sehr artikuliert, allerdings etwas schlank in den Raum.

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