Testbericht

Yamaha CD-S 2000

Der Yamaha CD-S 2000 kommt im Look der Siebziger. Auch in Sachen Verarbeitung und Bedienung besinnen sich die Japaner auf alte Werte. Im Inneren aber schlägt das Herz im Takt des neuen Jahrtausends - digital wie analog.

Yamaha CD-S 2000

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Der CD-S 2000 von Yamaha

Der Yamaha CD-S 2000 kommt im Look der Siebziger. Auch in Sachen Verarbeitung und Bedienung besinnen sich die Japaner auf alte Werte. Im Inneren aber schlägt das Herz im Takt des neuen Jahrtausends - digital wie analog.

Ausstattung: Der Spieler sieht aus, wie echtes HiFi eben aussehen muss. Klassisch, schnörkellos, mit klarer Linienführung. Er pfeift auf Softdesign, gummiüberzogene Knubbeltasten und ähnlichen Kokolores. Hier stemmen sich einem schwungvollen Tastendruck 15 Kilo Lebendgewicht entgegen und zum Leben erweckt wird der Yamaha über einen satt rastenden Kippschalter. So war es Brauch in den Siebzigern. Ebenso waren seinerzeit HiFi-Komponenten mit wuchtigen, potenten Netzteilen an der Tagesordnung. Der CD-S 2000 hat gleich zwei davon: einen Ringkerntrafo, der manch kleinen Vollverstärker zieren würde, für die Analogsektion sowie einen konventionellen Eisenkerntransformator, der den Steuerungs- und Digitalbezirk versorgt. Analog- und Digitalsektion sollen sich auf keinen Fall in die Quere kommen.

Yamaha CD-S 2000

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Der CD-S 2000 von Yamaha

Von MP3 bis SACD: der Yamaha ist fit für die modernen Medien

Im Digitalen liebt der Yamaha die Freiheit und hält nichts von selbstauferlegter Beschränkung auf reine CD-Wiedergabe. Denn er beherrscht auch die Wiedergabe so pragmatischer Medien wie MP3- oder WMA-codierter Discs bis hin zur highendigsten Version der Super-Audio-CD, was schlicht ?der? Maßstab für viele High-Ender ist.

Damit all den empfindlichen digitalen Signalen auf ihrem Weg in die analoge Welt bis zum Ausgang des Spielers kein Härchen - insbesondere durch störende Rauschkomponenten - gekrümmt wird, setzt der CD-S 2000 auf eine strikt symmetrische Signalführung. Dann ist es sinnvoll, die XLR-Verbindung zum Verstärker der klassischen Cinch-Version vorzuziehen, so der Amp diese Anschlüsse bietet. Die XLR-Ausgänge des Yamaha sind somit nicht nur ein nettes Ausstattungsdetail, sondern nur konsequent. In erster Linie dachte der Hersteller wohl an den Verstärker A-S 2000, der sich als perfekter Partner für den CD-Player andient.

Yamaha CD-S 2000

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Genussmittel: Bauteile, die strikte Trennung der Arbeitsgruppen und besonders das solide Laufwerk lassen High-End-Gourmets das Wasser im Mund zusammlaufen.

Klangqualität: An der Referenz-Elekronik von Krell klang der CD-S 2000 symmetrisch nachvollziehbar erdiger, bot gewaltigen Bläsereinsätzen etwas mehr Klarheit, Tieftonattacken ein Quäntchen mehr Schwärze als über Cinch. Was den Spieler jedoch in beiden Varianten auszeichnete, war eine charmante und ausgewogene, ja herrlich entspannte Spielart, wie sie bei Digitalkomponenten nur selten anzutreffen ist. Ohne Frage zählt der Yamaha den besonders musikalischen Playern, Spielern, die das ?Ganze? jener Detailversessenheit bevorzugen, die kurzfristig Aufmerksamkeit heischt und anfangs für ?Aaah und Ooh? sorgt, auf Dauer aber nur zu einer ermüdenden Reizüberflutung führt. Mit SACDs klingt der Player impulsiver, räumlich gelöster und sein ohnehin feinsinniges Klangfarbenspiel gewinnt noch an Authentizität.

Testbericht

Yamaha CD-S 2000
Yamaha
1.300 Euro

CD-Spieler

Weitere Details

78 Prozent

Fazit:Im Klang fein, im Aufbau stark, im Preis verlockend - ein CD-Player wie man ihn sich nur wünschen kann.

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
sehr gut
powered by
HomeVision

Fazit

Der Yamaha beweist in allen Belangen Stil, und ragt er nicht schon alleine damit und seiner preisklassenbezogen einzigartigen Verarbeitung weit aus der Masse, klingt er reif und vornehm. Wahrlich ein Charmeur alter Schule.

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