Android-Tablet

Xiaomi Mi Pad 3 im Test: Starker iPad-mini-Klon aus China

Das Xiaomi Mi Pad 3 offenbart im Test starke technische Daten und eine tolle Verarbeitung. Was die Schwächen sind, lesen Sie in unserem Review.

Xiaomi Mi Pad 3

© Xiaomi / Gearbest

Das Xiaomi Mi Pad 3 ist sehr hochwertig verarbeitet.

Pro

  • Display
  • Akkulaufzeit
  • Verarbeitung

Contra

  • Kameras

Fazit

Das Xiaomi Mi Pad 3 ist ein gelungenes Tablet mit nur wenigen Schwächen.
Gut

Das Xiaomi Mi Pad 3 macht auf dem Papier eine gute Figur: 7,9 Zoll großes Display mit 2k-Auflösung, 4 GB RAM und einem interessanten Mediatek-Prozessor. Und das alles für knapp 200 Euro. Im Test zeigen wir, ob die Praxis mit der Theorie übereinstimmt.

  • Hinweis: Das Testgerät wurde uns von Gearbest zur Verfügung gestellt. Der Preis für das Xiaomi Mi Pad 3 liegt im Normalfall bei über 300 US-Dollar. Im aktuellen Flash-Sale und bei regelmäßigen Aktionen bekommen Sie es aber schon für knapp über 250 US-Dollar. Bei einem Import wählen Sie am besten die Versandoption "Standard Shipping" aus. So übernimmt Gearbest die für einen Import anfallenen Gebühren und Obligationen.

Hinsichtlich der Optik des Xiaomi Mi Pad 3 bietet der Hersteller keine Überraschungen. Weiterhin orientiert man sich an der Optik eines iPad und auch bei der Verarbeitung scheint man sich beim angebissenen Apfel abgeschaut zu haben. Das gesamte Tablet besteht aus Aluminium und kommt daher durchaus wertig daher. Die Dicke liegt bei nur 7,1mm, auf die Waage bringt das Xiaomi Mi Pad 3 rund 330g. Links und rechts neben dem eigentlichen Display bietet das Xiaomi Mi Pad 3 einen rund 4mm dicken Rand, unten und oben sind es 1,8cm. Die Abmessungen sind herkömmlicher Natur. Ausgefallenes? Sucht man hier vergebens. Dafür stimmt die allgemeine Verarbeitungsqualität.

Unten befindet sich ein USB-C-Anschluss, an der rechten Seite gibt es die Knöpfe zur Lautstärkeregulierung sowie den An-Aus-Schalter. An der Oberseite steht noch ein Klinke-Anschluss zur Verfügung. Außerdem sind an der Front noch die 5-MP-Frontkamera und eine Benachrichtigungs-LED zu finden. Auf der Rückseite befinden sich die vollständig mit der Rückseite abschließende 13-MP-Kamera sowie die Lautsprecher.

Xiaomi Mi Pad 3

© Xiaomi / Gearbest

Das Xiaomi Mi Pad 3 bietet als Anschluss zum Aufladen und für die Datenübertragung USB Type C.

Xiaomi Mi Pad 3 im Test: Das Display

Das IPS-Display ist 7,9 Zoll groß und löst mit 1536 x 2048 (2k) Pixel auf. Das sorgt für eine Pixeldichte von 324 ppi. Auch die Helligkeit ist mit 400cd/m2 absolut in Ordnung und spricht dafür, dass wir es hier durchaus mit einem Display der gehobenen Klasse zu tun haben.  Alle Farben kommen toll rüber, die Schärfe ist knackig, nur Fingerabdrücke zieht das Display an wie Blumen die Bienen. Gorilla Glas wurde zum Schutz jedoch nicht verbaut.

Xiaomi Mi Pad 3 im Test: Die Leistung

Im Xiaomi Mi Pad 3 kommt der Mediatek MT8176 zum Einsatz, der erst Ende vergangenen Jahres vorgestellt wurde. Der 6-Kerner besteht aus zwei Kernen, die mit 2,1 GHz takten, die anderen vier Kerne takten mit 1,7 GHz. Zudem wird der Prozessor von 4GB RAM flankiert. Als GPU kommt eine PowerVR GX6250 zum Einsatz. Für die normale Benutzung des Tablets reicht diese Ausstattung vollkommen aus. Apps öffnen zügig, die Bedienung des Betriebssystems funktioniert ohne Ruckler, surfen lässt sich damit wunderbar. Ein Gamer-Tablet ist das Xiaomi Mi Pad 3 allerdings nicht, denn der Flaschenhals ist die GPU. Die bringt einfach zu wenig Leistung für anspruchsvolle Games.

Xiaomi Mi Pad 3 im Test: Die Software

Wie üblich bei Xiaomi-Geräten kommt hier das MIUI in Version 8.0 zum Einsatz. Das basiert bereits auf Android 7 und bietet daher allerhand neue und bekannte Features. Häufige Updates, eine gute Optimierung und die zahlreichen Einstellungssachen sind bei MIUI-Nutzern besonders beliebt. Was noch fehlt, sind zum Beispiel die Theme-App (für Designs des Start-Screens etc.) oder die Split-Funktion, die für MIUI 8 angekündigt wurde.

Xiaomi Mi Pad 3 im Test: Die Kameras

Xiaomi Mi Pad 3

© Xiaomi / Gearbest

Das Xiaomi Mi Pad 3 bietet eine Rückkamera, die vollständig mit dem Gehäuse abschließt. Rechts unten sehen Sie noch den Klinkenstecker.

Die Kameras des Xiaomi Mi Pad 3 lösen mit 5 (Front) und 13 Megapixel auf. Die hintere Kamera verfügt über eine f/2.2-Blende und nimmt Videos in Full-HD auf. An der Vorderseite setzt der Hersteller auf eine f/2.0-Blende. Für ein Tablet sind beide Kameras durchaus okay, aber keine echten Highlights. Vor allem wenn wenig Licht vorhanden ist, geht die Qualität in die Knie.  Mit aktuellen Smartphone-Kameras sind die beiden nicht vergleichbar. Besonders deutlich wird das, wenn man die Bilder am PC betrachtet oder ausdrucken möchte.

Xiaomi Mi Pad 3 im Test: Der Akku

Der Akku des Xiaomi Mi Pad 3 ist 6.400 mAh groß, für ein Tablet dieser Größe gerade noch okay. Im Test zeigte sich das Mi Pad 3 aber gut darauf optimiert und hält so knapp 10 Stunden bei Videowiedergabe durch. Bei Spielen geht der Akku jedoch deutlich zügiger in die Knie. Hier sind kaum mehr als 3 Stunden drin.

Xiaomi Mi Pad 3 im Test: Fazit

Für das wenige Geld bietet das Xiaomi Mi Pad 3 erstaunlich viel. Besonderes Highlight ist sicher das IPS-Display mit seinen knackigen Farbigen und seiner guten Auflösung. Die Kameras sind zu vernachlässigen. Für die Benutzung als Couch-Gerät ist das Xiaomi Mi Pad 3 hervorragend geeignet. Gaming-Enthusiasten kommen jedoch nicht auf ihre Kosten.

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