Testbericht

Wordpress 2.7 im Test

Neben einem vollständig überarbeiteten Backend erwarten den Blogger zahlreiche weitere Neuerungen.

Test: Wordpress 2.7

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Test: Wordpress 2.7

Nach dem Upgrade unseres Test-Blogs fällt als Erstes auf, dass die Navigation des Admin-Bereichs an den linken Bildschirmrand gerutscht ist. Sie lässt sich zudem zusammenfalten und schrumpft dabei auf einen nur wenige Pixel breiten Streifen zusammen, der lediglich die Icons der Hauptmenüeinträge zeigt. So bleibt mehr Platz zum Bloggen.Das auf der Startseite untergebrachte Dashboard erweist sich schon nach wenigen Klicks deutlich zweckmäßiger als sein Vorgänger. Es erlaubt den schnellen Zugriff auf wichtige Tasks, wie die Moderation und Beantwortung von Kommentaren, und enthält mit der Quick Press-Funktion eine Möglichkeit, auf die Schnelle einen kurzen Blog-Beitrag zu veröffentlichen. Alle Funktionen sind in eigenen Kästchen zu finden, die Sie per Drag and Drop anordnen und auch einrollen können.

Effizienter bloggen

Die Pflege der Blog-Software erleichtert Wordpress mit der neuen Update-Funktion, dank derer Sie Aktualisierungen aus der Web-Oberfläche heraus einspielen können. Auch Plug-ins lassen sich aus dem Backend heraus installieren.

Beim Bloggen ist oft ein möglichst schmaler Artikel-Editor gefragt, beispielsweise, wenn man Blog-Backend und eine Website in zwei Browser-Fenstern nebeneinander anordnen will. Dem kommt Wordpress 2.7 sehr entgegen, nicht nur mit dem einklappbaren Menü.

Auf jeder Seite finden Sie den Knopf Seitenelemente, über den Sie überflüssige Anzeigen beziehungsweise Eingabefelder ausblenden. Wer zum Beispiel seine Artikel nie taggt, der blendet die Eingabe für Schlagworte einfach aus. Anschließend zieht man die Kästen aus der rechten Spalte des Editors in die linke Spalte und erhält so einen nur noch einspaltigen und damit sehr kompakten Artikel-Editor.

Zu den nützlichen Kleinigkeiten des neuen Artikel-Editors gehört die Möglichkeit, Beiträge als Sticky Posts zu markieren. Dann brechen sie aus der chronologischen Sortierung aus und bleiben immer auf der Startseite des Blogs stehen. Und auch das Hochladen von Media-Dateien ist wesentlich komfortabler geworden.

Mit der Schnellbearbeitung können Sie Artikel, Seiten und Kommentare direkt in den jeweiligen Listenansichten bearbeiten, was kleine Modifikationen deutlich beschleunigt. Dank der neuen Massenbearbeitungsfunktion klappt das auch mit mehreren Einträgen auf einen Rutsch.

Versionierung, offline bloggen

Wer Beiträge über einen längeren Zeitraum entwickelt oder des Öfteren verändert, der wird sich besonders über die automatische Versionierung freuen. Ältere Versionen eines Artikels erscheinen automatisch in einer Liste im Artikel-Editor und lassen sich per Mausklick wiederherstellen. Von vielen sehnlich erwartet wurde die Integration von Google Gears, das Wordpress durch lokales Caching beschleunigt und das Bearbeiten von Beiträgen auch ohne Online-Verbindung erlaubt.

Tatsächlich klappt das in der Praxis sehr gut. Sobald die Online-Verbindung wieder steht, synchronisiert Gears automatisch die in der Zwischenzeit vorgenommenen Änderungen mit Wordpress, und auch die Ladezeiten profitieren merklich von der Gears-Unterstützung. Den Download-Link für Gears finden Sie übrigens im Werkzeuge-Menü.

Renovierte Kommentare

Dank der neuen Threading-Funktion gewinnen intensive Blog-Diskussionen mit Wordpress 2.7 an Übersicht. Sie sorgt dafür, dass Nutzer sich untereinander auf ältere Kommentare beziehen können und organisiert die verschachtelte Darstellung der einzelnen Diskussions-Threads.

Test: Wordpress 2.7

Wordpress 2.7 Blog-Software

Wordpress

www.wordpress.org

Weitere Details

Fazit:Neben einem vollständig überarbeiteten Backend erwarten den Blogger zahlreiche weitere Neuerungen.

5/5
sehr gut

Die Anforderungen an Theme-Entwickler erhöhen sich damit deutlich. Außer dem Standard-Theme unterstützt derzeit nämlich so gut wie kein Design die neue Kommentar-Funktion und das Blog von Chris Harrison listet rund 60 CSS-Selektoren zur Formatierung der Kommentare bis hin zu dort enthaltenen Mikroformaten (etwa ol.commentlist li.pingback div.vcard).

In den Einstellungen können Sie jetzt festlegen, ob die Kommentarfunktion nach einiger Zeit automatisch geschlossen werden soll und nach wie vielen Kommentaren eine neue Seite angelegt wird. Auch Gravatare, das heißt, die von bereitgestellten, Site-übergreifenden Nutzer-Fotos unterstützt Wordpress nun.

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