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Testbericht WLAN-Repeater im Vergleichstest

Ein Nachteil von WLAN ist immer noch die Reichweite dieser Technologie. Man kann sich mit seinem Laptop nur eine bestimmte Entfernung vom Access-Point erlauben, denn sonst sind bestimmte Übertragungsraten nicht mehr möglich beziehungsweise die Verbindung reißt ganz ab.
WLAN ohne Risiko
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© Michael Holzhey

Die größtmögliche Entfernung von 802.11g/b/n beträgt im Freien etwa 200 Meter – in Gebäuden lassen sich kaum mehr als 40 Meter überbrücken. Die Reichweite von WLAN hängt grundsätzlich von verschiedenen Faktoren ab: Wände, Fußböden, Pflanzen und Möbel behindern den Empfang. Entscheidend für den Empfang im Haus ist die Beschaffenheit von Wänden und Fußböden. So durchdringt der Funk einfache Wände problemlos; Stahlbetonwände oder Rigipswände (Feuchtigkeit blockiert) können dagegen das Netz lahmlegen. Meistens sind WLAN-Sender nur mit einfachen, leistungsschwachen Rundstrahlantennen ausgestattet, die nur wenige Meter überbrücken.

Der Großteil der Energie wird kreisförmig in der horizontalen Ebene abgestrahlt. Wenn die Antennen senkrecht stehen, ist eine drahtlose Verbindung über ein Stockwerk Glückssache. Wenn Sie also vertikal senden möchten, richten Sie die Antennen so, dass sie in 90 Grad zur Wand stehen. Ist die Signalstärke Ihrer WLAN-Karte zu niedrig, liegt dies häufig daran, dass die Sender ungünstig positioniert sind oder Störquellen die Funkversorgung verhindern. Damit eine optimale Abdeckung möglich ist, sollten Sie den Access Point/WLAN-Router so hoch wie möglich aufstellen. Zudem sollte der Sender so weit wie möglich vom DECT-Telefon, Fernseher oder Mikrowellenofen stehen.

Eine weitere Möglichkeit, um die Reichweite zu erhöhen, ist eine stärkere Antenne. Leider ist der Anschluss von externen Antennen nicht bei jedem WLAN-Gerät möglich – achten Sie daher schon beim Kauf darauf. Eine Verbindung über zwei Stockwerke können Sie alternativ auch mit einem Homeplug- System überwinden. Sollte die Verbindung nach dem Aufrüsten immer noch zu niedrig sein, können Sie einen WLAN-Repeater (Wiederholer) einsetzen. Diese Geräte lesen den Datenverkehr mit und senden die Pakete erneut, mit entsprechender Reichweite. WLAN-Repeater brauchen außer Stromversorgung keine sonstigen Anschlüsse. Der neue Repeater von AVM ist sogar nur etwas größer als eine Steckdose. Repeater haben aber auch einen Nachteil: Da WLAN ein Shared Medium ist, wird ein Repeater als Verbraucher gewertet und die Bandbreite reduziert.

Es muss ja jedes Datenpaket zweimal übertragen werden. Die Installation eines Repeaters ist relativ einfach. Manche Repeater kommen in Form eines Access Points, andere wiederum als Stand-Alone-Gerät. Bei beiden Varianten muss die SSID oder MAC-Adresse eingestellt werden, damit der Repeater vom WLAN erkannt wird. Hierbei nimmt man die Netz-SSID. Bei der Access-Point-Variante muss erst das Gerät in den Repeater-Modus gebracht werden. Dies lässt sich über das Web-Interface einstellen. Danach muss nur noch die Verschlüsslung festgelegt werden. Am besten kauft man einen Repeater, der WPA2 unterstützt, wie zum Beispiel der von AVM. Bietet der Repeater auch noch WPS, lässt sich die Verschlüsselung per Knopfdruck erledigen. Wer eine MAC-Filterung einsetzt, muss den Repeater auch im Router freigeben.

Glossar

Access Point: Ein Access Point (Zugriffspunkt) ist eine Art Brücke, über die die Daten in einem drahtlosen Netzwerk an die angeschlossenen PCs verschickt werden.

Ad-hoc-Netzwerk: Ad-hoc-Netzwerke werden vor allem bei drahtlosen Netzen eingerichtet. Dabei werden zwei (oder maximal fünf) Computer direkt, also ohne Basisstation (Access-Point), miteinander verbunden.

DHCP: DHCP steht für Dynamic Host Configuration Protocol. Ein DHCP-Server verfügt über eine Liste von freien IP-Adressen; meldet sich ein Client bei ihm an und benötigt solch eine Adresse, so weist ihm der DHCP-Server eine zu. Diese dynamische Zuweisung gilt nur für eine bestimmte Zeit; nach deren Ablauf muss der Client eine neue IP-Adresse anfordern.

Infrastruktur-Netzwerk: Sollen mehrere Computer in einem drahtlosen Netz miteinander verbunden oder in ein bereits bestehendes lokales (kabelgebundenes) Netzwerk integriert werden, erfolgt dies über ein Infrastruktur-Netzwerk. Dort übernimmt im Gegensatz zum Ad-hoc-Netzwerk ein Access Point die Übertragung der Daten zu den Teilnehmern.

MAC-Adress: Media Access Control. Eine eindeutige Nummer der Netzwerkkarte, die nur einmal weltweit vergeben wird – vergleichbar mit der Fahrgestellnummer eines Autos.

NAT: NAT bedeutet Network Address Translation. NAT bietet die Möglichkeit, mehrere inoffizielle IP-Adressen oder ganze Netze (zum Beispiel aus den Bereichen 192.168.x.x, 172.16.x.x, 172.31.x.x, 10.x.x.x) hinter einer oder mehreren offiziellen IP-Addressen (zum Beispiel vom Provider zugewiesene) zu "verbergen". Vorteil dieser Lösung: Die Rechner im privaten Netzwerk können nicht aus dem Internet angewählt werden und somit sind sie vor Hacker-Angriffen geschützt.

Den Test des AVM Fritz WLAN Repeater lesen Sie auf Seite 2...

Hersteller/Produkt AVM Fritz Repeater Zyxel NW A570N D-Link dap-1160 Netgear WG602 Air Live WL-5460A Pv2
Technische Daten
Anschlüsse Digital Audio und Klinke 4 x RJ-45 2 x RJ-45 1 x RJ-45 2 x RJ-45
Funk-Standard 802.11a/b/g/n Draft 2.0 802.11b/g/n Draft 2.0 802.11b/g 802.11b/g 802.11b/g
Verschlüsselung WEP, WPA und WPA2 WEP, WPA und WPA2 WEP, WPA und WPA2 WEP, WPA und WPA2 WEP, WPA und WPA2
WLAN-Datendurchsatz bis zu 300 MBit/s bis zu 300 MBit/s bis zu 54 MBit/s bis zu 54 MBit/s bis zu 54 MBit/s
WPS ja ja - - -
DHCP-Server/abschaltbar -/- -/- -/- -/- -/-
Antennen abnehmbar - ja ja ja ja
Lieferumfang Dokumentation Netzwerkkabel und Dokumentation Netzwerkkabel, Ständer und Dokumentation Netzwerkkabel, Ständer und Dokumentation Netzwerkkabel und Dokumentation
Bridge-Funktion - ja ja ja ja
Access Point - ja ja ja ja

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