Testbericht

Vier Gaming-Rechner im Vergleich

Mit der Dragon-Plattform auf Basis des neuen 45-Nanometer-Prozessors Phenom II tritt AMD gegen die Intel-Wunderwaffe Core i7 an. Wir lassen vier Gaming-PCs mit Intel-CPU gegen drei AMD-Herausforderer zum Duell antreten.

Preisbarometer: Spiele-PCs

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Geschmacksache und Preisfrage: Gehäuse haben zwar keinen Einfluss auf die Leistung eines Rechners. Dennoch gibt es die scheinbar simplen Blechhüllen in allen möglichen Formen, Farben und Funktionen. Dementsprechend reichen die Preise auch von 30 bis 300 Euro.

Mit der Dragon-Plattform auf Basis des neuen 45-Nanometer-Prozessors Phenom II tritt AMD gegen die Intel-Wunderwaffe Core i7 an. Wir lassen vier Gaming-PCs mit Intel-CPU gegen drei AMD-Herausforderer zum Duell antreten.

Noch zu den Zeiten von Pentium 4 und Athlon 64 war AMD eine feste Größe, wenn es um Prozessoren für Gaming-PCs ging. Der Erfolg von Intels Core-2-Architektur und die anfänglichen Probleme bei den ersten AMD-Quad-Core-Prozessoren der Phenom-Baureihe hat aber dazu geführt, dass AMD in diesem Sektor immer mehr an Boden verloren hat. So war beim letzten Vergleichstest von Gaming-PCs vor sieben Monaten nur ein Hersteller bereit, uns einen AMD-Rechner zum Test zu schicken und der konnte auch nur durch seinen deutlich EurEurEuroniedrigeren Preis punkten. Diese Situation spiegelt sich auch in den Statistiken von Steam wieder, der Online-Plattform für Half Life 2 und etlicher anderer Spiele. Hier liegt der Anteil von PCs mit AMD-Prozessor nur noch bei 35 Prozent. 2005 erreichte AMD hier noch 48 Prozent.

Gaming-Rechner bis 1300 Euro

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Core i7 gegen Dragon: Wer wird gewinnen?

Im Ring: AMDs Dragon-Plattform

Die Dragon-Plattform von AMD soll das Blatt jetzt wieder wenden. Sie besteht aus dem brandneuen Phenom-II-Prozessor, AMDs erster 45-Nanometer-CPU, dem CrossfireX-fähigen AMD-Chipsatz 790GX und einer oder zwei Grafikkarten mit einer ATI-GPU der aktuellen 4800er-Serie. Die neue Plattform für Gaming-Rechner hat unter den PC-Herstellern bereits Anklang gefunden. Mit Arlt Computer, Snogard und Ultraforce sind immerhin drei Hersteller mit Dragon-Systemen bei diesem Vergleichstest an den Start gegangen. Und diese drei Rechner sind keineswegs die Billigangebote im Testfeld, sondern sollen offensichtlich auf gleicher Augenhöhe gegen die Intel-Rechner antreten.

Bei den neuen Phenom-II-CPUs der 900er-Serie für die Dragon-Plattform hat AMD einen Großteil der durch den Die-Shrink gewonnenen Fläche in einen größeren Level-3-Cache investiert. Der schnelle Pufferspeicher ist nun mit sechs MByte drei Mal so groß wie noch beim Vorgänger. Zudem hat der neue 45-Nanometer-Prozess auch mehr Potenzial bei der maximalen Taktfrequenz: So geht der in den AMD-PCs eingesetzte Phenom II X4 940 mit glatten 3 GHz an den Start. Als Sockel setzt AMD hier noch auf den AM2+, als Speicher dienen damit die günstigeren DDR2-Module. DDR3 unterstützen erst die kleineren Quadcore-Phenom-II der 800er-Baureihe und die neuen Triple-Core-Phenom-II, die demnächst auf den Markt kommen.

AMD liefert den Phenom II X4 940 als "Black Edition" mit offenem Multiplikator, um das Übertakten zu erleichtern und stellt sogar eigene Overclocking-Software zum Herunterladen bereit. Allerdings hat keiner der drei Hersteller, die mit Dragon-Systemen an den Start gingen, von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Das bleibt also den Käufern überlassen. Dafür haben gleich zwei der vier Hersteller die Taktrate des in allen Intel-PCs eingesetzten Core i7 920 kräftig erhöht.

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