Testbericht

Video-Bearbeitung: Adobe Premiere Pro CS3

Adobe hat Premiere Pro CS3 auf die Mac-Plattform portiert und zugleich den Funktionsumfang deutlich erweitert.

Premiere Pro CS3: Stotternder Auftritt

© Testlabor Printredaktionen

Premiere Pro CS3: Stotternder Auftritt

Neu ist der Projektmanager, der fertige Projekte mit dem verwendeten Material in einen neuen Ordner sichert. Sehr praktisch ist die einzigartige Clip-Notes-Option, bei der Kunden den Film in Acrobat betrachten, ohne dafür Premiere Pro zu benötigen. In Acrobat können Änderungswünsche eingegeben werden, die zusammen mit Video-Markern als Textdatei gesichert und an den Produzenten zurückgeschickt werden.

Lückenhafte Filter

Premieres Filterausstattung ist mächtig angewachsen. Bei den Effekten finden sich viele alte Bekannte des Spezialisten After Effects. So bietet Premiere über ein Dutzend Filter für Farbkorrekturen. Dafür fehlen Grundfunktionen wie ein Bildstabilisierer oder eine einstellbare Szenentrennung nach Filminhalt.

Ein wichtiges Verkaufsargument ist die Einbindung von Premiere in die Adobe-Familie: Premiere ruft für DVDs direkt Encore auf und tauscht Projekte mit After Effects aus. Im Premiere-Paket finden sich das praktische Aufnahmetool OnLocation und das DVD-Authoring-Programm Encore, das auch Blu-ray Discs beschreibt.

Spaßbremse Performance

Problematisch ist nach wie vor die Arbeitsgeschwindigkeit von Premiere. Zwar ist die Software insgesamt flotter geworden: So erfolgt das Berechnen der Wellenform importierter AVIs sehr schnell, viele Überblendungen zeigt Premiere in Echtzeit. Doch Geduld ist beim Rendern hoch auflösender Videos gefragt, insbesondere wenn die Filme unterschiedlicher Auflösungen mit anspruchsvollen Filtern belegt wurden. Premiere belegt rasch mit gigantomanische Auslagerungsdateien den kompletten Arbeitsspeicher, so dass Inhalte sehr bald auf Festplatte zwischengelagert werden müssen. Da kann das Berechnen von einer Minute Video einen 3,0-GHz-Computer mit 2 GByte Arbeitsspeicher schon mal zwei Stunden beschäftigen.

Testergebnisse

Adobe Premiere CS3
Adobe
ca. 1010 Euro

www.adobe.de

Weitere Details

76 Punkte

Fazit:Premiere Pro CS3 lässt sich von Anwendern, die bereits andere Adobe-Produkte verwenden, intuitiv nutzen. Es bietet viel, ist im produktiven Einsatz aber oft langsam.

4/5
gut

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