Testbericht

Vergleichstest: BenQ W5000, Infocus X10, JVC HD 100

HD-Beamer im High-End-Bereich kosten auch High-End-Summen. Drei Hersteller haben jedoch bestehende Modelle neu, verbilligt oder verbessert herausgebracht. Wir zeigen, worin sich BenQs W 5000 und Infocus X 10 von ihren High-End-Vorbildern unterscheiden und klären die Frage, ob Pioneer JVCs Heimkino-Überflieger HD 100 tatsächlich nochmals verbessert hat.

Test Projektoren

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Die High-End-Diät

Äußerlich gleicht BenQs W 5000 dem Heimkino-Flaggschiff W 20000 wie ein Ei dem anderen. Der Preis von 3.500 Euro unterschreitet den des Vorbildes um mehr als die Hälfte - die Technik wurde kaum abgespeckt. Geheimtipp oder Kompromissgerät?

Die Unterschiede zwischen BenQs Full-HD-Heimkinoboliden sucht man mit der Lupe. Der DLP-Chip aus dem 8.000 Euro teuren Flaggschiff kommt aus der dritten Dark-Chip-Generation während sich der W 5000 mit dem Vorgänger begnügt. Zudem strichen die Taiwaner Motorsteuerung für Zoom und Fokus zusammen - weitere Diätmaßnahmen gibt es nicht. So erfreuen sich W-5000-Käufer an der fernbedienbaren Linsenverschiebung auf der Vertikalachse mit ihrem großzügigen Bereich sowie über zwei HDMI-Ports und ein vergoldetes BNC-Quintett auf Anschlussseite. Letzteres dient wahlweise als zweiter YUV-Eingang oder für Scart- RGB- und VGA-Signale.

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BenQW 5000
www.benq.de
3.500 Euro

1-Chip-DLP

Weitere Details

71 Prozent

Fazit:Bis auf den limitierten Kontrast spielt der W 5000 mit 8000 Euro-Beamern in einer Klasse - ein echtes Qualitätsschnäppchen also.

Testurteil
gut
Preis/Leistung
überragend

Der richtige Platz für die Aufstellung ist schnell gefunden - vorausgesetzt der Raum ist lang genug. Denn 2,5 Meter Leinwandbreite erfordern stolze fünf Meter Projektionsabstand.

Auf Bedienseite gibt BenQ dem Nutzer einen hervorragend abgestimmten Kinomodus an die Hand. Drei Speicherbänke fassen benutzerdefinierte Einstellungen. Zwei davon kann der geschulte Händler nutzen, um kalibrierte Optimaleinstellungen zu hinterlegen. Die nötigen Regler gibt das passwortgeschützte "isf"- Menü frei. Doch auch dem Nutzer selbst stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Bildjustage offen: Von "Brillant Color" lässt er besser die Finger, da es die Helligkeitsanteile abdunkelt und das Bild damit verfälscht. Als bildoptimierend erweist sich "Dynamic Black". Falls aktiviert, schiebt sich zusätzlich zur fest einstellbaren Iris eine zweite Blende in den Lichtkanal, die abhängig vom Bildinhalt arbeitet. Die ansonsten sehr durchschnittlichen Kontrastwerte verbessern sich damit erheblich - Schwarzwerte bis 0,14 lm sind dann möglich. Mit knapp über 500 lm Helligkeit erzielt der W 5000 Kontrastwerte bis 3000:1. Leinwände über 2,5 Meter Breite sind damit jedoch nur noch schwer auszuleuchten. Genau in diesen Eigenschaften unterscheidet er sich vom W 20000, der in allen Kontrastdisziplinen bessere Performance verspricht.

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BenQ W 5000: Trotz der besten Farbabstimmung schrammt der W 5000 mit seinen seichten Grüntönen am Studioniveau vorbei. Sowohl Gamma als auch Farbtemperatur lassen sich hervorragend kalibrieren. Die Gesamthelligkeit limitiert die Leinwandbreite auf maximal 2,5 Meter.

Die Farbabstimmung ist BenQ gut gelungen: Die Pariser Straßen in "Das Parfüm" coloriert er kräftig und naturgetreu. Lediglich Grüntöne dürften satter sein und weniger ins Gelbliche kippen. Die Farbtemperatureinstellung "Normal" trifft den Standard von 6500 Kelvin bereits gut. Wer möchte, kann nachoptimieren und die Ergebnisse auf drei Speicherbänken hinterlegen.

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Äußerlich ist der W 5000 weder von seinem Vorgänger noch vom großen Bruder zu unterscheiden.

Als Zuspielsignal empfiehlt sich - wie bei allen Testprobanden - 1080p. Zwar filtert BenQ am Signal herum, trotzdem zeigen die Bilder eine atemberaubende Schärfe über die ganze Leinwand. Mit PAL-Signalen tritt das typische Ein-Chip- DLP-Rauschen deutlich sichtbarer auf. Noch mehr Leben zeigen Analogsignale. Dem gelungenen Transport des Filmlooks zum Zuschauer tut all dies keinen Abbruch.

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