Testbericht

Vergleichstest: 50 Zoll-Fernseher

Preise um 2.500 Euro und weniger verführen dazu, das kleinere Modell stehen zu lassen und den "Großen" mit nach Hause zu nehmen. 50 Zoll ist eine vertretbare Größe für die meisten Wohnungen. Doch was können die Geräte unter diesem Preisdruck noch leisten?

Vergleichstest: 50 Zoll-Fernseher

© Archiv

Vergleichstest: 50 Zoll-Fernseher

Preise um 2.500 Euro und weniger verführen dazu, das kleinere Modell stehen zu lassen und den "Großen" mit nach Hause zu nehmen. 50 Zoll ist eine vertretbare Größe für die meisten Wohnungen. Doch was können die Geräte unter diesem Preisdruck noch leisten?

Ob Einsteiger oder Aufsteiger - immer mehr Fernseher-Käufer greifen zum XXL-Format. Schrumpfende Preisabstufungen zu den nächstkleineren Modellen fordern eine "Dann nehm ich gleich den Größeren"- Mentalität. Zu Recht, denn in keiner Größenklasse sind die Preise im letzten Jahr so stark gefallen wie bei den 50/52-Zoll Fernsehern mit ihren gigantischen 126/132 Zentimetern Bilddiagonale. Beachtlich hierbei ist, dass sich der Preis von LCD-Fernsehern dieser Klasse an das Niveau der traditionell günstigeren Plasma-Fernseher angepasst hat.

Vergleichstest: 50 Zoll-Fernseher

© Archiv

Panasonic TH-50 PZ 80 E

Eines sollte man sich vor dem Kauf eines solchen Giganten ins Bewusstsein rufen: Diese Fernseher beanspruchen viel, sehr viel Platz. Allein die Standfüße messen fast bis zu 40 Zentimeter Tiefe (Panasonic). Eine Wandhalterung verleiht ihnen mehr Leichtigkeit und sei unter optischen Aspekten empfohlen.

Toshiba spendiert seinem 52 ZF 355 D einen extraschmalen Rahmen, um ihm etwas von seiner optischen Wucht zu nehmen. Gerade mal 2,5 Zentimeter misst der Randbereich neben dem Panel - der Rahmen des Panasonic ist fast dreimal so breit. Trotz sechs Zentimetern mehr Bilddiagonale benötigt Toshibas LCD-TV so weniger Platz in der Breite als die beiden Plasmavertreter.

Vergleichstest: 50 Zoll-Fernseher

© Archiv

Panasonic TH-50 PZ 80 E: Der über die Norm ragende Farbraum trägt zu dem knalligen Bildeindruck bei. Gute Gamma- und Farbtemperaturabstimmungen bewahren ihn jedoch vor dem Überkippen ins Unnatürliche.

Bei Preispunkten um 2.500 Euro müsste man bei der der Ausstattung erhebliche Einsparungen erwarten. Nichts da - alle drei Fernseher lösen mit der vollen HD-Pixelanzahl von 1920x1080 auf, kommen mit einem digitalen DVB-T-Tuner und sind mit drei HDMI-Eingängen ausgerüstet. Panasonic und Samsung sind sogar bereit für die HD-Diashow: Der TH-50 PZ 80 E besitzt einen SD-Kartenslot, über den er Fotos von entsprechenden Speicherkärtchen liest. Ein USB-Eingang öffnet Samsungs PS 50 A 556 S für Bilder und Musik (MP3) von USB-Speichermedien oder Digitalkameras.

Bei der Bedienung unterstützen sowohl die beiden Japaner als auch der Koreaner von Samsung mit dem HDMI-Steuerungsprotokoll CEC. Toshiba beherrscht das gemeinsame Ein- und Ausschalten des Heimkinoparks, Samsung darüber hinaus die Steuerung seiner eigenen Player und Recorder. Panasonics "Viera Link" ist am weitesten gediehen. Neben den Grundfunktionen überträgt der Fernseher Befehle wie "Pause Live-TV" oder "Direct TV-Record" direkt an den über HDMI-angebundenen DVD-Recorder.

Allem Hightech zum Trotz offenbaren die Bediensysteme Unzulänglichkeiten: Samsung lässt den Nutzer noch immer sequenziell durch die Anschlüsse zappen, anstatt ihm wie das Gros der Konkurrenz ein Liste für die gezielte Wahl an die Hand zu geben. Toshibas 52 ZF 355 D speichert getätigte Einstellungen für Bild und Ton nur global und nicht für jeden Eingang getrennt. Auch der Speicher für das Bildformat sorgt für Ärger: "True Scan" stellt FullHD-Signale pixelgenau dar - leider muss dieses Format nach jedem Um-oder Einschalten von Neuem ausgewählt werden, da der Fernseher immer wieder auf "Breitbild" zurückspringt.

Vergleichstest: 50 Zoll-Fernseher

Testprofil

\n PanasonicTH-50 PZ 80 E
www.panasonic.de
2.500 Euro

50-Zoll-Plasma-TV

Weitere Details

71 Prozent

Fazit:Panasonics TH-50 PZ 80 E kombiniert FullHD-Auflösung und hervorragende Bildcharakteristika zum erschwinglichem Preis.

Testurteil
gut
Preis/Leistung
sehr gut

Panasonic löst die Thematik Bildbeschnitt (Overscan) geschickter, indem sie diesen im Menü pauschal für alle Signalarten aus-oder einschalten lassen. Samsung bietet mit "nur Scan" das entsprechende Bildformat (HD-Signale), das sich der Fernseher - einmal eingestellt - auch merkt. Aktiviert man in diesem Bildmodus jedoch den Plasma-Einbrennschutz "Pixelshift" sollte man sich nicht über graue Streifen an den Bildrändern wundern, da dem Fernseher dann das "Fleisch" für eine Bildverschiebung fehlt.

Samsung und Toshiba im Vergleich - auf Seite 2...

Mehr zum Thema

LG 55UF7709
UHD-Fernseher

Der LG 55UF7709 beeindruckt im Test mit gelungenem Design, guten Blickwinkeln und harmonischem Bild. Lesen Sie hier den vollen Testbericht zum…
Panasonic TX-55CXW704 im Test
UHD-Fernseher

Der Panasonic TX-55CXW704 ist ein Ultra-HDTV der oberen Mittelklasse. Im Test glänzt er mit brillantem Bild und Streaming-Qualitäten.
Samsung UE55JU6550
55 Zoll UHD-TV

Der Samsung UE55JU6550 bietet ein gebogenes 55-Zoll-UHD-Display und zahlreiche Smart-TV-Features. Im Test muss sich der Curved-TV im Labor beweisen.
Philips 55PUS7600
4K UHD LED-Fernseher

Doppeltuner, Ambilight und Android-TV - ist dieser UHD-Fernseher ein Gewinn auf ganzer Linie?
Philips 65PU
Testbericht

Philips beginnt ein neues Kapitel in der Erfolgsstory von Ambilight und gibt dem Topgerät einen neuen Namen. Wir haben den Philips Ambilux 65PUS8901…