Kaufprogramme vs. Freeware

Vergleich: Photoshop, Gimp und XnView

Bildbearbeitung beginnt beim Retuschieren von Kratzern, JPEG-Artefakten und dem Einfärben von "Kaninchen-Augen". Selbst beim Posterdruck hört sie längst noch nicht auf - kreative Bildmanipulationen und Fotomontagen lieben Amateure wie Profis gleichermaßen.

  1. Vergleich: Photoshop, Gimp und XnView
  2. Freeware Gimp 2.6.6 und XnView 1.96
Spezial Freeware

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Spezial Freeware

Kommerzielle Software Photoshop CS4 Extended

Alle Umfragen unter PC-Magazin-Lesern führen seit über zehn Jahren zum gleichen Ergebnis: Adobe Photoshop ist auch unter Amateuren das beliebteste Programm für Bildretusche und -montage.Dieses Resultat verblüfft: Photoshop ist, anders als der "kleine Bruder" Photoshop Elements, gar nicht in erster Linie auf Heimanwender-Bedürfnisse zugeschnitten. Allein schon der gewaltige Funktionsumfang erschlägt Einsteiger, die Programm-Oberfläche ist keineswegs Einsteiger-tauglich konzipiert - dazu wäre beispielsweise eine Aufgaben-orientierte Oberfläche oder ein Anfänger-Modus mit den wichtigsten Grundfunktionen zwingend erforderlich.Weit besser geeignet für reine Heimanwender ohne Bereitschaft, sich zunächst wochenlang intensiv einzuarbeiten, sind deswegen andere kommerzielle Programme wie StudioLine Photo Classic von H&M Software, PhotoImpact oder Paint Shop Pro von Corel - diese sind bereits für unter 100 Euro erhältlich.

Bei Amateuren wie Profis punktet Photoshop dagegen mit seinen außerordentlich präzisen Werkzeugen, etwa dem Freistell-Werkzeug oder dem Magnetischen Lasso, das sich an die Kanten eines frei zu stellenden Objekts anschmiegt. Viele Farbkorrekturen lassen sich mit zwei Klicks erledigen: Die Weiß- und die Schwarzpipette funktionieren traumhaft. Tools wie der Bereichsreparatur-Pinsel oder das Ausbessern-Werkzeug erleichtern gerade Anwendern mit geringen Vorkenntnissen die Retusche- Arbeit. Einzelne Tools wie das Rote-Augen-Werkzeug oder die Auto-Farbkorrekturen benötigen Profis eher nicht.

Vor allem bei richtig großen Fotos macht sich die hohe Photoshop-Performance schnell bemerkbar - im direkten Vergleich schlafen einem etwa bei Gimp geradezu die Füße ein. Auf einer eher mittelprächtig mit 2 GByte RAM bestückten Testmaschine benötigt Gimp teilweise ein Vielfaches der Zeit. Photoshop liefert eine Fülle Funktionen, auf die viele Profis nur sehr schwer oder gar nicht verzichten können: Dazu zählt etwa die CMYK-Farbseparation, die Option, auf Wunsch auch noch zusätzliche Farbkanäle für Volltonfarben anzulegen, und vieles mehr.

Eine Besonderheit der Extended-Variante sind einfach gestrickte 3D-Grundfunktionen: 3D-Modelle lassen sich mit Photoshop CS4 Extended importieren, nachbearbeiten und in gängige 3D-Formate ausgeben. Dazu ist eine OpenGL-Grafikkarte fast Pflicht: Es geht zwar auch "ohne", doch dann stehen einige Funktionen gar nicht erst zur Verfügung. Die OpenGL-Grafikkarte beschleunigt zudem viele Filter erheblich.

Über die Praxis-Tauglichkeit der 3D-Funktionen lässt sich streiten, weit wertvoller dürfte die Möglichkeit sein, bis zu 500 Einzelbilder eines Videofilms in Photoshop Extended nachzubearbeiten.

Fazit:

Photoshop bleibt erste Wahl für Profi-Ansprüche. Für die meisten Amateure dürfte er mindestens eine Nummer zu mächtig und mit zirka 1000 Euro viel zu teuer sein.

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