PS4-Release

The Order 1886 im Test - Interaktiver Film oder Action-Spiel?

Wir haben The Order 1886 im Test. Das cineastische Ritterabenteuer beeindruckt mit bildgewaltigen Szenen und einer mitreißenden Grafik. Ob das Gameplay gleichermaßen überzeugen kann, verraten wir Ihnen im Test des exklusiven PS4-Releases.

Screenshot: The Order 1886

© Ready at Dawn

Fans von Steampunk und filmreifen Inszenierungen kommen an The Order 1886 nicht vorbei.
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EUR 20,00

Pro

  • Wunderschön animiert
  • Spannende Handlung und interessante Charaktere
  • Mitreißende Spielatmosphäre
  • Waffen, Gadgets, Quick Time Events

Contra

  • Kurze Spieldauer
  • Überladen mit Filmsequenzen
  • Lineares Gameplay ohne Handlungsfreiheiten
  • Überwiegend schwache Gegner

The Order 1886 exklusiv für PS4 im Test - Der Third-Person-Shooter lässt Steampunk-Herzen höher schlagen und bietet eine atemberaubende, finstere Spielatmosphäre. Das heiß begehrte Action-Adventure von Ready at Dawn wurde mit viel Spannung erwartet, sorgt jedoch auch für kontroverse Diskussionen: Insbesondere die knappe Spiellänge von insgesamt rund zehn Stunden wird vielerorts bemängelt. Besonders geschickte Spieler schafften das Spiel sogar in nur fünf Stunden.

The Order 1886 im Test: Gameplay und Handlung

Grund dafür ist das lineare Gameplay, das einen von Anfang an ein wenig zu gut gemeint an die Hand nimmt. Was sich zu Beginn des Actionspiels noch wie ein ausführliches Tutorial anfühlt, zieht sich leider durch das gesamte Spiel: Im Grunde spielt man einen interaktiven Film, der hin und wieder durch kurze Schießereien oder Erkundungstouren unterbrochen wird.

Man hangelt sich von Filmsequenz zu Filmsequenz, die mal wenige Sekunden läuft, jedoch auch mehrere Minuten andauern kann. Einziger Clou: Man sollte auf keinen Fall den Controller aus der Hand legen, denn besonders die längeren Filmsequenzen wurden mit Quick Time Events angereichert, die über Leben und Tod entscheiden.

Screenshot: The Order 1886

© Screenshot: WEKA; http://youtu.be/2RJpvusbJyQ

Quick Time Events: Wer zu langsam ist oder die falsche Taste drückt, wird zur Strecke gebracht.

Protagonist des Action-Adventures ist der tapfere Sir Galahad, der als edelmütiger Ritter Mitglied eines jahrhundertealten Geheimordens ist. Statt mit Schwert und Schild kämpfen jene Ritter jedoch mit Combo-Gewehren, Revolvern, Splittergranaten und mehr. Ziel ist es, die wachsende Bedrohung durch umherstreunende Lykaner aufzuhalten und die aufkeimende Revolution der Rebellen unter Kontrolle zu bringen.

Screenshot: The Order 1886

© Ready at Dawn

Als Sir Galahad kämpfen Sie gemeinsam mit anderen erfahrenen Rittern gegen Halbblüter und Rebellen.

The Order 1886 im Test: Grafik und Atmosphäre

Schauplatz ist eine alternative Version Londons im späten 19. Jahrhundert. Neben real existierenden Orten, wie dem Big Ben, der Londoner Untergrundbahn oder dem Palast von Westminster, stößt man in The Order 1886 auch auf berühmte Persönlichkeiten der Zeitgeschichte und tatsächliche historische Ereignisse. Diese werden allerdings geschickt mit fiktiven Elementen vermischt, während die gesamte Szenerie in ein wunderschön animiertes Steampunk-Ambiente gehüllt wurde.

Screenshot: The Order 1886

© Ready at Dawn

Dunkle Rauchschwaden, Luftschiffe und Eisenbahnbrücken: The Order taucht London in ein düsteres Steampunk-Ambiente.

The Order 1886 beweist in Sachen Leveldesign zudem viel Liebe fürs Detail: So kann man beispielsweise die Menütafeln der hiesigen Cafes lesen, herumliegende Briefe und Zeitungen überfliegen oder sich die vielfältige Auswahl im Schaufenster des Teehändlers ansehen. Die mitreißende Atmosphäre wird zusätzlich durch einen schönen Soundtrack, toller Synchronisation und spannenden Soundeffekten abgerundet.

Die bildschönen Gassen und Gebäude wecken den Erkundungsdrang, doch genau da schiebt Ready at Dawn den Spielern leider einen Riegel vor: Die Wege der einzelnen Missionen sind ziemlich genau vorgegeben und lassen kaum Spielraum für Entdeckungstouren.

Screenshot: The Order 1886

© Ready at Dawn

Nettes Spielzeug: Die Thermit-Kanone schießt glühende Metallsplitter und kann für heftige Explosionen sorgen.

Ähnlich ist es bei Schießereien: Kommt es zu einem Schusswechsel mit Feinden, müssen erst alle Gegner erledigt werden, bevor die Geschichte weitergeht. Es besteht keinerlei Möglichkeit, dem Gefecht zu entkommen. Trotz frei wählbarem Schwierigkeitsgrad wirken die Kämpfe mit der Zeit ein wenig monoton und fast schon zu leicht - einzige Ausnahme stellen die Kämpfe gegen die Halbblüter dar, von denen sich einige als schwere Brocken erweisen.

The Order 1886 im Test: Fazit

The Order 1886 überzeugt vor allem durch eine gut durchdachte, spannende Geschichte und eine bildgewaltige Spielatmosphäre. Wer vorwiegend auf Handlung und Grafik Wert legt, wird mit dem fantastisch animierten Action-Adventure viel Freude haben. Wer von dem Third-Person-Shooter allerdings abwechslungsreiche und umfangreiche Feuergefechte erwartet, könnte von dem deckungsbasierten Abenteuer wohl eher enttäuscht werden. Dennoch muss man The Order 1886 allein für die charismatischen Spielfiguren, den mitreißenden Plot und die wunderschöne Atmosphäre einfach loben.

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