Testbericht

TFT-Displays: 19-Zoll TFTs - Lieb und teuer

19-Zoll-TFT-Monitore kosten so wenig wie noch nie: Für 570 Euro sind die großen Displays schon zu haben. Doch auch diesen Betrag zahlen nur wenige aus der Portokasse. Lohnt es sich, die Summe auszugeben?

TFT-Displays: 19-Zoll TFTs - Lieb und teuer

© Testlabor Printredaktionen

TFT-Displays: 19-Zoll TFTs - Lieb und teuer

Die zwölf getesteten Monitore bieten alle eine gute bis sehr gute Leistung und haben in den Punkten Leuchtdichte, Farbtreue, Kontrast und den Blickwinkeln überzeugt. Lediglich bei Ausstattung und Bedienung gab es große Unterschiede. Enttäuscht haben die Probanten bei der Reaktionszeit: Alle 19-Zöller lagen über dem Wert von 25 Millisekunden. Das ist zuviel für anspruchsvolle 3D-Shooter. Für Hardcore-Spieler, die ohne eine abendliche Runde mit einem 3D-Shooter nicht ins Bett gehen, ist unter den zwölf Testgeräten deshalb kein Tipp dabei. Falls Geld keine Rolle spielt, lohnt sich ein Blick in die obere Preiskategorie: Ab 1.000 Euro sind schon einige Geräte zu haben, die schnelle Schaltzeiten liefern. Die Gamer, die nicht so viel anlegen wollen, fahren mit einem 17-Zoll-LCD besser - viele der 17-Zöller bringen bessere Schaltzeiten als die Testgeräte. Wer mit wenigen Schlieren beim Spielen leben kann, sollte sich den Iiyama ProLite E481S etwas genauer ansehen - mit einer Gesamtschaltzeit von unter dreißig Millisekunden war er im Test mit Abstand der Beste. Multimedia-User und Office-Anwender können sich hingegen die Anschaffung eines der getesteten 19-Zoll-Monitore überlegen. Für Filme ohne schnelle Bildfolgen oder für weniger aufwändige Spiele, wie beispielsweise das Aufbauspiel Anno 1503 oder Die Sims, sind neben dem Iiyama die Monitore von BenQ, AOC, Teac und Samsung geeignet - bei allen vier liegt die Reaktionszeit im Schnitt bei 33 Millisekunden. Der AOC ist auch für Käufer interessant, die sich überwiegend mit Textanwendungen und Tabellenkalkulationen beschäftigen und nicht allzu tief in die Tasche greifen wollen: Die Leistung, das Design, die Ausstattung und der niedrige Preis machen ihn attraktiv. Vor allem der USBHub an der Gehäuserückseite ist vorbildlich: Seine vier Anschlüsse bieten viel Platz für Tastaturen, Mäuse oder USB-Sticks, das lästige Bücken zum Rechner fällt weg. Nur der Teac wird ebenfalls mit einem USB-Hub ausgeliefert - allerdings können Sie an ihn nur zwei Geräte anschließen. Doch nicht alle Hersteller statten ihre Monitore üppig aus. So hat Samtron den 91S nur mit dem Notwendigsten in den Karton gepackt - sogar ein DVI-Anschluss fehlt. BenQ, Samsung, NEC und Philips haben für ihre TFTs auf integrierte Lautsprecher verzichtet. Dafür kommen Käufer des BenQ und des Samsung in den Genuss der Pivot-Funktion, die das Drehen des Monitors in eine aufrechte Position erlaubt - so können Sie Briefe ohne lästiges Scrollen bearbeiten. Beim Philips und beim NEC erhält der Kunde eine Drehteller-Funktion, mit der sich der Monitor sehr leicht um 180 Grad drehen lässt. Auf ein manuelles Rad zum Regeln der Boxenlautstärke haben bis auf AOC alle verzichtet - hier muss über das On-Screen Display umständlich nachgeregelt werden. Beim TEAC etwa muss man sich bis in ein Untermenü vorkämpfen, um die Lautstärke herunterzustellen - falls Sie für einen wichtigen Anruf den Ton leiser drehen wollen, hat das Telefon längst aufgehört zu klingeln, bis Sie den Menüpunkt erreicht haben.

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