Testbericht

Teufel Theater 500 MK2 im Test

Sind Sie ambitionierter Heimkino-Fan oder Musikliebhaber? Egal, Teufel bietet für 1.400 Euro ein Surround-Set an, das Sie in jedem Fall überzeugen wird.

Teufel Theater 500 MK2

© Josef Bleier, Stefan Rudnick, Hersteller

Teufel Theater 500 MK2

Pro

  • klangstark sowohl in Stereo als auch im Heimkino

Contra

  • lediglich eine Finish-Variante: Esche-Folie schwarz

Sie suchen ein Boxenpaket, das alles beherrscht: Heimkino-Sound und Stereo-Wiedergabe auf hohem Niveau. Wer sein Heimkino als vorrangig ansieht, kaufte sich bislang Boxen-Sets mit fünf mehr oder weniger kleinen Satelliten plus einem Subwoofer. Diese Konstellation erfordert jedoch - auch bei der reinen Stereo-Wiedergabe - den Betrieb des aktiven Subwoofers. Das heißt aber auch, dass ein sauberer Übergang vom Subwoofer zu den Satelliten unerlässlich ist.

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Und genau hier liegt die Krux: Übergangsfrequenz, Phase, Pegel und nicht zuletzt die Aufstellung der Komponenten im Raum sind viele Variablen, die für den guten Ton im Oberbass verantwortlich zeichnen. Nimmt man dagegen zwei basspotente Standboxen für die Zwei-Kanal-Wiedergabe, ist lediglich die Aufstellung im Raum zu optimieren - ein Konzept, das sich über viele Jahre bei Stereo-Liebhabern bewährt hat.

Teufel Theater 500 MK2: Aufbau

Hier setzt Teufel an: Mit dem Theater 500 MK2 erhält der Kunde ein Stereo-Boxenpaar mit jeweils zwei 17er-Bässen, einem 17er-Mitteltöner und einer 28 Millimeter großen Gewebekalotte. Im Heimkinobetrieb bekommt das Paar passende Spielpartner hinzugeschaltet.

Teufel Theater 500 MK2, lautsprecher, home entertainment

© Josef Bleier, Stefan Rudnick, Hersteller

Damit die Tonsignale aller Chassis zeitgleich beim Hörer eintreffen, haben die Entwickler den Hochtöner der Standboxen zurückversetzt montiert. Dies garantiert - bei sauberer Auslegung der Frequenzweiche - eine korrekte Filterung und ein optimales Zusammenspiel der Schallwandler.

Für die Teufel-Entwickler galt es also, den Center und die Surround-Lautsprecher zugunsten einer homogenen Heimkino-Beschallung an die Wiedergabequalität der Standboxen anzugleichen. Eine nahezu identische Mittel-/Hochton-Bestückung und -Anordnung soll für eine tonale Gleichförmigkeit zumindest in der Frontbeschallung Sorge tragen. So sitzen Mittel- und Hochtöner auch im Center übereinander und nicht wie so oft nebeneinander.

Für den Rückraum respektive für die Rundum-Atmosphäre setzt Teufel zwei Dipol-Lautsprecher ein. Das sind quasi jeweils zwei Lautsprecher in einem Gehäuse. Die gegenüber angeordneten Chassis-Bestückungen mit einem 13 Zentimeter großen Bass und einer 25 Millimeter durchmessenden Gewebekalotte sind gegenphasig geschaltet, was für eine Dipolabstrahlung sorgt.

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Das heißt: Sind die Lautsprecher genau seitlich der Zuhörer an der Seitenwand montiert, hören sie lediglich den nach vorne und nach hinten abgestrahlten Schallanteil via Reflexionen - jedoch keinen direkten Schallanteil vom Lautsprecher. Damit ist das Schallereignis nicht direkt ortbar, sondern lediglich ein atmosphärischer Klangeindruck wahrnehmbar - ebenso wie im originären Kino.

Für den Heimkino-Genuss ist ein Subwoofer unerlässlich. Teufel liefert hier eine knapp 70 Liter große Bassbox im Paket. Der 33 Zentimeter große Treiber darf auf 250 digitale Watt Verstärkerleistung zurückgreifen. Obwohl ein Pegel- und ein Frequenzregler vorhanden sind, ist der Full-Range-Schalter zu bevorzugen. Damit zeichnet der angeschlossene AV-Receiver für die Aufteilung der Übertragungsbereiche verantwortlich.

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© Josef Bleier, Stefan Rudnick, Hersteller

Tonale Ausgewogenheit und ein Tiefgang bis unter 50 Hertz zeichnen die Standboxen aus. Damit haben Sie beste Voraussetzungen für hochwertige Stereo-Wiedergabe. Der Subwoofer reicht bis 29 Hz hinab und schafft Pegel bis 112 Dezibel.

Teufel Theater 500 MK2: Hörtest

Der erste Hördurchgang galt der Stereowiedergabe via Standboxen-Paar. Sehr schnell zeigte sich, was Teufels Schallwandler können. Ob der Singer-Songwriter Livingston Taylor oder die Sopranistin Marianne Mellnäs singt, die tonale Balance ist immer im Lot. Die Stimmen lassen sich klar in der Mitte orten, ohne S-Laute überzubetonen, Basssaiten klingen sauber konturiert Ton für Ton, und bei dem mächtigen Choreinsatz behalten die Standboxen souverän den Überblick.

Nicht weniger imposant ist der Auftritt im Heimkino-Betrieb. Ob in Fluch der Karibik oder in The Dark Knight, das Set beherrscht sowohl die eingängigen Action-Szenen als auch die leisen Töne mit Atmosphäre. Verantwortlich dafür sind der tiefreichende und pegelfeste Subwoofer sowie die Dipole im Rückraum: Sie schaffen ein optimales Raumgefühl, ohne in den Vordergrund zu treten.

Fazit

Ohne Zweifel: Das Theater 500 MK2 ist ein hervorragendes Set für beide Klangwelten.

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