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Teufel Reflekt im Test mit Ultima 40: Top-Ergänzung für Dolby Atmos

Wir haben die Teufel Dolby Atmos Module Reflekt im Test. Wir hören sie in Kombi mit dem Ultima 40 Set und dem Onkyo TX-NR676E.

Ultima 40 AVR Atmos Onkyo Teufel

© Onkyo / Teufel

Unser Bundle mit Ultima 40 und Onkyo. Unten rechts sehen Sie die Reflekt-Erweiterungen.

EUR 823,99

Pro

  • Mittendrin-Erlebnis
  • Spielfreude
  • Komplett-Setup mit AV-R und Kabeln
  • Preis-Leistung
  • gute Verarbeitung

Contra

  • Module optisch nicht perfekt

Fazit

Testurteil: sehr gut; Preis/Leistung: überragend
89,0%

Auspacken, anschließen, loslegen – Heimkino kann so einfach sein! Doch normalerweise müssen wir Testredakteure uns erst eine Lautsprecher-Verstärker-Kombi zusammenstellen oder ziehen unseren Referenz-AV-Receiver zu Hilfe. Dann folgt die Verkabelung. 

Während sich dieses Szenario im video-Hörraum mit entsprechender Grundausstattung ohne großen Aufwand umsetzten lässt, sieht es in den meisten Wohnzimmern anders aus. Wer an den Kauf des ersten Setups zurückdenkt oder mit der Investition in ein neues liebäugelt, kennt die Problematik mit den einzelnen Komponenten. 

Lautsprecher Teufel hat sich jetzt eine Universal-Lösung für all diejenigen einfallen lassen, die dem immersiven Sound via Dolby Atmos Einzug in ihre vier Wände gewähren möchten. Dabei geht es um ein Komplettpaket, bestehend aus 5.1 Setups (Ultima 40 Surround), allen Kabeln, AV-Receivern aus dem Hause Onkyo (TX-NR676E, TX-RZ820 oder TXRZ1100) und neue Reflekt-Boxen. 

Das kommt dann alles spielfertig nach Hause geliefert. Es gibt aber auch Ausbau-Bundles. Und wer sein bestehendes Setup mit Vertikal-Klängen pimpen möchte, kann die Reflekt als Paar erwerben.

Siegel video Teufel Ultima 40 Surround avr dolby atmos

© Video

Das Teufel Ultima 40 Surround AVR mit Dolby Atmos bekommt das Testurteil "sehr gut" mit einer Wertung von 89 Prozent.

Teufel Reflekt mit Ultima 40

Vor etwas mehr als zwei Jahren überraschten uns die Berliner mit dem LT5 licensed by Dolby Atmos, einem der ersten 3D-Heimkinosysteme überhaupt. Die Begeisterung war riesig, und ist es noch immer. Während die nach oben abstrahlenden Chassis hier bereits in den vier Standsäulen eingearbeitet wurden, funktionieren die Reflekt etwas anders. 

Mit ihren schmalen Abmessungen von 8,7x13x18,5 Zentimeter werden die in matt-schwarz gehaltenen, aus MDF-Material gefertigten Boxen einfach auf die Front- oder (Back-)Surroundlautsprecher gestellt und sind damit besonders universell einsetzbar. Daher orientiert sich das Design nicht an einer speziellen Teufel-Serie, worunter die Gesamtoptik zugegebenermaßen etwas leidet. 

Die Reflekt schicken den Klang an die Decke, und von dort aus wird er reflektiert – daher auch der eingängige Modellname. Der von Dolby vorgeschriebene Winkel von 20 Grad wird dabei durch die integrierten Standfüße festgelegt. Ein drehbarer Wandhalter erlaubt außerdem die horizontale oder vertikale Montage. 

Wir testen die Reflekt mit der bewährten Ultima 40 Surround-Serie. Rein optisch macht das in Schwarz oder Weiß erhältliche Setup mit seiner in beiden Varianten in schwarzem Hochglanz gehaltenen Front schon mal viel her. Auch an der Verarbeitung gibt es nichts auszusetzen. 

Teufel Reflekt schwarz Boxen

© Teufel

Die Reflekt alleine kosten 300 Euro pro Pärchen – günstigere Aufsätze kennen wir nicht.

Die Standbox UL40 Mk2 ist eine 3-Wege-Bassreflex-Konstruktion. Als Hochtöner fungiert eine 2,5-cm-Gewebe- Kalotte, wie sie auch bei Rears und Center zu finden ist. Darüber sticht der 16,5-cm-Kevlar-Glasfaser- Mitteltöner ins Auge, der ab ca. 650 Hertz einsetzt. Dessen chromfarbener Phase-Plug soll Frequenz-Auslöschungen minimieren. 

Für kräftige Bässe sind die beiden Tieftöner zuständig, die aus Fiberglas und beschichteter Zellulose gefertigt sind. Bi-Wiring-Terminals werten die Säulen zusätzlich auf. Die UL20 Mk2 ist als Zweiwege-Box aufgebaut und bedient sich des äquivalenten Tief-Mitteltöners. Auch den Center haben die Ingenieure mit zwei solchen Chassis ausgestattet, deren Durchmesser dann etwas kleiner ausfällt. 

Vervollständigt wird die Serie aktuell noch mit dem Aktiv-Sub US 2110/1SW mit 25-cm-Zellulose-Membran. Gleichzeitig ist aber bereits die überarbeitete Version T10 erhältlich, die erstmals als Front- oder Downfire-Variante eingesetzt werden kann. Ein Testmuster stand bei Redaktionsschluss aber noch nicht zur Verfügung.

So klein und doch so groß

Bereits mit der Dolby Atmos Demo-Disc finden wir Gefallen an der Abbildung im dreidimensionalen Raum. Dabei sind einzelne Effekte an der Decke eher diffus als punktuell wahrnehmbar, was bei Testtönen auffallen mag, bei Filmen oder Live-Aufnahmen allerdings nicht negativ zum Tragen kommt. Im Gegenteil. Denn gerade was die Immersivität, also das Eintauchen ins Geschehen angeht, staunen wir nicht schlecht, welchen Erlebnisfaktor diese zwei kleinen Reflekt in den Testraum zaubern. Wir frösteln zwischen Eiskristallen in Everest und beamen uns nach Prag zu Hans Zimmer in die O2-Arena. Selbstverständlich gründet dieser Gesamteindruck größtenteils auf dem perfekten und lückenlosen Zusammenspiel der Ultima 40 Surround-Serie. Die einzelnen Boxen wirken nicht nur optisch, sondern auch klanglich wie aus einem Guss und spielen dynamisch auf. Was die Teufels hier abliefern, ist wirklich ganz großes Kino. Der Center schenkt Stimmen Natürlichkeit und Präsenz, während der Sub dem Ganzen Nachdruck verleiht. Allerdings stößt er bei „Radioactive“ an seine Leistungsgrenze und beginnt zu verzerren. Minimalste Verfärbungen im Hochtonbereich bei Stereo-Wiedergabe wagen wir kaum zu erwähnen – man halte sich den Preis vor Augen. Denn ansonsten sind die Säulen mit überwiegend feinen Höhen, ausgewogenen Mitten und knackigen Bässen (dank langhubiger Sicke) auch alleine eine Wucht.

Perfekte Teamarbeit

Zum ersten Mal setzt Teufel auf eine Zusammenarbeit mit Onkyo, hier mit dem TX-NR676E. Sieben Endstufen bieten Anschlüsse für 5.1.2 Setups. Dank Einrichtungsassistenten gelingt die Erstinbetriebnahme auch Einsteigern, ruckzuck sind die einzelnen Speaker angeschlossen und der AV-R ist ins Netzwerk eingebunden. Bei Upfiring-Modulen müssen wir für eine gute Ortbarkeit die Entfernung zur Decke einstellen. Auch ansonsten hat Onkyos Beitrag zum Bundle einiges zu bieten. Beispielsweise Musikstreaming mit Spotify und Co. dank entsprechender App oder direkt vom NAS-Server. Das klappt auch mit Hi-Res Dateien. Chromecast-built in, einverlässliches Einmess-System, Bluetoothsowie die 4K-Videoverarbeitung mit allen gängigen HDR-Formaten samt Dolby Vision zieren ebenfalls die Feature-Liste.

Fazit

Sie fragen sich, wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist, um in die dreidimensionale Heimkinowelt einzutauchen? Jetzt! Teufel bietet ein super Einstiegsset.

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