Surround-Sound

Teufel LT 4: 5.1-Surround-Set im Test

Wir haben das Surround-Set Teufel LT 4: im Test. Kann das Set mit sattem Sound und Preis/Leistungsverhältnis überzeugen?

Teufel LT 4

© Teufel

Teufel LT 4

Pro

  • sehr homogen, sauber und breitbandig
  • exakte Abbildung
  • hohe Transparenz

Contra

  • hoher Platzbedarf für Subwoofer

Mit dem neuen LT 4 schuf Teufel eine zeitlos elegante Lösung, die im Test nicht nur optisch beeindruckt, sondern auch akustisch Erwartungen weckt. Dabei vertraut Teufel auf eine schlanke Säulenform und Aluminium-Profile - ein bewährtes Erfolgsrezept.

Die neue Klangpackung LT 4 ist in vier Versionen erhältlich:

  • Im hier getesteten Set L sind die Surround-Boxen identisch mit den 115 cm hohen Frontsäulen.
  • Im Set M sind sie kleiner, aber identisch bestückt und gestaltet wie Front- und Center-Lautsprecher. Zum Lieferumfang gehört in beiden Fällen ein nominal 180 Watt Sinus starker Aktiv-Subwoofer mit 25-cm-Spree-Stürmer Tieftöner. Passend zum Set wurde sein MDF-Gehäuse silber lackiert.
  • Teufel bietet beide Größen optional als Power Edition an. Der darin enthaltene besonders große und leistungsfähige Subwoofer US 8112/1 verfügt über zünftige 12-Zoll-Tieftöner (30 cm Durchmesser) und soll die untere Grenzfrequenz tieferlegen. Dazu unterstützt er den Receiver durch seine integrierte Endstufe mit einer Nennleistung von 250 Watt Sinus.

Schlank statt Schrank

Diese Stufenlösungen kennt man bereits von den Säulen-Sets des Hauses. Typisch Teufel: Die Berliner bevorzugen eine D'Appolito-Anordnung ihrer Drei-Wege-Chassis. Das heißt: Der 1,9 cm durchmessende Hochtöner sitzt im Zentrum zwischen den je zwei Tief und Mitteltönern. Deren Durchmesser wird vom schmalen Gehäuse ungeachtet der verschiedenen Aufgaben auf 8 cm Durchmesser begrenzt.

Die Detailverarbeitung überzeugt. Der Subwoofer steht auf großen Füßen, die Standsäulen auf einer dekorativen Aluminium-Plattform. Die Abdeckungen von Säulen und Center bestehen aus Metallgitter. Zwar verkneift sich Teufel bei dem scharf kalkulierten Preis Spezialitäten wie Bi-Wiring-Anschlüsse, spendiert aber vergoldete Schraubklemmen.

Die Rückwand des frontal abstrahlenden Subwoofers bietet viele nützliche Anpassungsmöglichkeiten, darunter eine stufenlose Übergangsfrequenzwahl zwischen 30 und 70 Hertz, Pegel und zweistufige Phasen-Umschaltung von 0 auf 180 Grad. Zum Anschließen dient ein Mono-Cinch-Hochpegel-Eingang, sodass der Einsatzbereich des LT 4 letztlich auf AVReceiver mit Bass-Managment beschränkt ist.

Im Hörtest legte das Set so rein und tugendhaft los, als ob der leibhaftige Teufel auf der Lauer läge, um beim kleinsten Fehltritt dessen Seele zu kassieren. Die Homogenität und Sauberkeit erinnerten an höhere Preisklassen, die Räumlichkeit ebenfalls. Mochte der edle metallische Glanz der schmucken Säulen auch ins Auge stechen, klanglich ließen sie sich - anders als manche Vertreter der Heavy-Metal-Fraktion - nichts von ihrer Bauweise anmerken. Zumindest, was die Materialwahl betraf. Bei der Abstrahlung konnte das LT 4 seinen Vorteil der schlanken Schallwand, an der sich die Schallwellen kaum verfangen können, voll ausspielen. Und jenen der geringen Richtwirkung im Mittel-Hochtonbereich dank kleiner Membrandurchmesser ebenfalls.

Das LT 4 zeichnete sich durch stabile Abbildung, tolle Fokussierung und einen besonders transparenten, tief nach hinten reichenden Raum aus, selbst wenn nur Stereo-CDs liefen. Der Bass kam so trocken und differenziert herüber, dass es sich fast lohnt, fürs Heimkino noch ein Pfund über das Bass-Management des Receivers für satte Zwerchfellmassage bei Spezialeffekten draufzulegen und wenn möglich als Preset zu speichern.

Bei Filmen und Mehrkanal-Musik überzeugte das makellose Zusammenspiel der miteinander eng verwandten bzw. identischen Kanal-Arbeiter für Front-, Center und Surround. Auch der Subwoofer spielte einfühlsam mit, wenn die Übergangsfrequenz am Receiver nicht zu hoch gewählt wurde.

Fazit

Für 1100 Euro ist das LT 4 ein Überflieger in puncto Klang und Verarbeitung. Trotz etwas eingeschränktem Maximalpegel dürfte es einigen teureren Systemen das Leben schwer machen.

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