Testbericht

Testkandidaten und Druckproben

Drucken, kopieren und scannen können alle Testkandidaten, aber insgesamt ist die Ausstattungsliste der "Extras" sehr dünn. Kein Multi verfügt beispielsweise über einen Speicherkartenleser oder über einen zusätzlichen Anschluss neben der vorhandenen USB-Schnittstelle. Lediglich der Brother DCP-135C und der Canon MP210 haben eine Pictbridge-Schnittstelle, mit der Fotos von einer entsprechenden Digitalkamera direkt, also ohne Einschalten des PCs, ausgedruckt werden können.

Betrachtet man die einzelnen Disziplinen im Detail, so finden sich weitere Unterschiede. So drucken die beiden Amerikaner, HP und Lexmark, keine randlosen A4-Fotos. Beim Lexmark ist ab einem Format von 20x10 cm das Ende der Fahnenstange erreicht. Der HP F4180 benötigt für randlose Fotos spezielles Fotopapier mit Abrissstreifen. Das ist aber teurer als anderes Papier. Ein Standard-Foto mit Perforationsstreifen kostet nach unseren Berechnungen rund 65 Cent.

Kaufte man aber einen HP-Multi, der das Randlosformat ohne Abrisskante beherrscht, so könnte man auf das sehr viel preiswertere Fotopapier Q8029A mit 100 Blatt ausweichen und so auf einen Bildpreis von rund 30 Cent kommen. Schon ab 100 gedruckten Fotos käme eine Einsparung von 35 Euro zustande.

Will man beim Lexmark X2550 beispielsweise ein Dokument einscannen, um es per Email zu versenden, geht das nicht direkt mit einem Knopf am Gerät. Dieser startet lediglich das Imaging Studio und zeigt eine Vorschau des Dokuments. Der Button "E-Mail" öffnet ein Fenster, in dem die Sendegröße und voraussichtliche Sendedauer prognostiziert wird.

Große Schwarzpatrone beim Brother DCP-135C

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Große Schwarzpatrone: Der Brother hat mit 3 Cent die günstigsten Seitenpreise.

E-Mail-Anhänge werden grundsätzlich als Grafik-Datei gesendet. Wer Text schicken will, muss zuerst das OCR-Programm bemühen. Aber wenigstens befindet sich ein solches im Lieferumfang. Bei Epson sieht das anders aus. Die Japaner legen dem DX4400 kein OCR-Programm ins Körbchen. Dafür ist er der einzige, der eingescannte Fotos auch automatisch ausrichten kann. Will man mit dem Canon einen Text einscannen und als solchen speichern, sind etliche manuelle Arbeitsvorgänge notwendig.

Das Laden von Dokumentenabbildern vom Scanner oder aus Dateien, das Definieren von Bereichen auf den Bildern, die Auswahl einer Seitenlayout-Beschreibung, die Durchführung der Texterkennung und die Prüfung und Bearbeitung des erkannten Textes sowie schließlich das Exportieren des erkannten Dokuments.

Da haben es die Käufer eines Brothers viel leichter. Mithilfe der "Control Center 3" Anwendung von Brother kann man sehr bequem verschiedene Scan-Aufgaben erledigen. Besonders gut gelöst wurde die Individualisierung einzelner Buttons, die mit bestimmten Funktionen und Anwendungen auf sehr einfache und intuitive Weise direkt mit vorhandenen Applikationen verknüpft werden können.

So kann man einen OCR-Scan mit einem Knopfdruck einleiten und direkt an Word senden lassen, wobei Paperport im Hintergrund die Umwandlung der Grafikinformationen in Text und Format vornimmt. Oder man verknüpft einen "Benutzerdefinierten Button" mit dem Scan von 10x15-cm-Bildern und sendet diese direkt an ein Grafikprogramm. Und dies alles sogar in rekordverdächtiger Zeit - genial gemacht.

Druckproben

Multifunktionsgeräte: Druckproben

© Archiv

Die Druckqualität bewerten wir zum Teil anhand von Vergrößerungen, die mit unserem Kamerasystem "WAT-202B" von Watec erstellt werden. Die Druckproben können damit um den Faktor 10 vergrößert werden. Bei Buchstaben gilt es, auf scharfe Ränder, wenige Satelliten-Tröpfchen und eine homogene Verteilung der Tinte zu achten. Bei Farbkanten sollte die Tinte nicht ineinander laufen. Rechts: Die Darstellung von 2-Punkt-Streifen gelingt nicht allen Testkandidaten gleich gut.

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