Testbericht

Yamaha YSP-4300 im Test

Der Yamaha nimmt innerhalb dieser Runde eine Sonderstellung ein: Er gehört zur Familie der Soundbeamer, arbeitet also nach einem ganz anderen Verfahren als die vier anderen Testkandidaten.

Yamaha YSP-4300 Soundbar

© Yamaha

Yamaha YSP-4300 Soundbar

Pro

  • ausgeglichene Klangabstimmung 
  • satte Bässe für Musik und Heimkino
  • tolle Ausstattung
  • verlustfreies Funk-Streaming 

Contra

  • Transmitter am iPhone erforderlich, nicht für den Lightning-Anschluss ausgelegt

Während die im DSP eifrig mit der Phase tricksen, erzeugt er mit Hilfe von 22 Breitbandlautsprechern gerichtete Schallstrahlen, die er teilweise direkt auf den Hörplatz richtet und teilweise für die Surround-Kanäle über die Seitenwände abstrahlt. 

Die jeweils 2,8 cm großen Vollbereichslautsprecher erhalten Unterstützung von zwei in den Ecken eingepflanzten 6,5-cm-Tieftönern. Damit nicht genug: Zum Lieferumfang gehört ein flach gestalteter, drahtloser Bassreflex-Subwoofer mit seitlich angebrachtem 16-cm-Tieftöner. Beim Streaming vertraut Yamaha auf seine eigene AirWired-Technologie mit unkomprimierter, linearer Übertragung im PCM-Format. Dazu muss der Benutzer den mitgelieferten Wireless-Transmitter YIT-W12 mit seinem Phone, iPad oder Mac beziehungsweise PC verbinden. 

Der Soundbeamer erleichtert seinem Besitzer das Setup durch eine Einmess-Automatik mit Mikrofon, wie man sie von AV-Receivern kennt. Ebenfalls sehr praktisch: Der YSP-4300 kann die Signale von vier HDMI-Geräten durchschleifen und samt On-Screen-Menüs aus seinem ARC-fähigen HDMI-Ausgang ausgeben.

Yamaha iPhone Docking-Adapter

© Hersteller

Sein selbstentwickeltes Streaming auf unkomprimierter PCM-Basis (dem Datenformat der CD) macht am iPhone-Dock-Connector einen Sender erforderlich.

Darüber hinaus stehen für den Systemausbau drei Digital-Eingänge und ein Analog-Eingang bereit. Und sollte der Benutzer jemals Langeweile verspüren, kann er mit den unzähligen DSP-Raumklangeffekten herumexperimentieren. Versuche mit den verschiedenen Presets für den Beam-Modus lohnen sich allerdings in Abhängigkeit von Aufstellung und Programmmaterial. 

Die Klangwiedergabe konnte ohne künstliche Raumklang-Zusätze überzeugen. Unter den Surround-Effekten litt das Timing, der Bass schien dem Rest hinterherzuhinken, was gerade bei Musik störend wirkt. Pur mit dem jeweils passenden Beam-Modus erschien der Yamaha sehr ausgewogen, transparent und klar. Sehr gut gefiel uns der knackige, trockene Bass.

Zwar wirkte seine Surround-Abbildung gerade in stark gedämpften Räumen nicht sonderlich spektakulär, dafür aber ausgesprochen gleichmäßig verteilt und nicht so aufgesetzt. Action Fans dürften sich obendrein an den großen Dynamikreserven erfreuen.

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