Testbericht

Test: Teufel-Surround-Set Theater 400

Teufels Surround-Set Theater 400 will nicht nur Heimkino-Fans betören. Zwei Standboxen im Frontbereich sollen auch den ambitionierten Hi-Fi-Hörer begeistern. Video-HomeVision hat das Set auf die Hörprobe gestellt.

Teufel Theater 400, lautsprecher, 5.1, surround

© Josef Bleier, Stefan Rudnick

Ein seltenes Detail findet man bei den Standboxen: Der Hochtöner ist zurückversetzt montiert, was die Laufzeiten von Hochund Mitteltöner bei der Übernahmefrequenz einander angleicht und damit eine saubere Filterung gewährleistet.

Teufel aus Berlin ist bekannt für gute Heimkino-Sets, die nicht zuletzt dank THX-Lizenzierung einen Standard erfüllen, der dem Heimkino-Fan beste Kino-Unterhaltung zu Hause bietet. Mit dem Theater 400 hat die Berliner Boxenschmiede zugunsten eines guten Preises ein Set auf die Beine gestellt, das zwar nicht die strikten Vorgaben von Lukasfilm erfüllt, dafür aber mit einem Paar Standboxen für den reinen Stereobetrieb auch dem Musikfan gerecht wird.

Der Kunde kann den Zweikanalton mit oder ohne Subwoofer genießen. Denn die knapp einen Meter großen Lautsprecher sind auch ohne Bass-Unterstützung potent genug, um tiefe Töne mit angemessenem Pegel in den Hörraum zu entlassen. Verantwortlich für die tiefreichende Basswiedergabe sind zwei 13er-Bässe mit Kevlarmembran pro Box. Eine nach unten gerichtete Bassreflex-Öffnung erweitert den Übertragungsbereich um einige Hertz und entlastet zudem die Treiber in diesem Frequenzbereich.

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Als Mitteltöner verwenden die Berliner eine leichte Papiermembran mit 13 Zentimetern Durchmessser. Auffallend ist die Stufe in der Gehäusefront. Sie dient dazu, die Laufzeiten des Mittel- und Hochtöners einander anzugleichen. Erst dann lässt sich eine korrekte Filterung gestalten.

Die Hochtonkalotte hat zudem eine kurze Schallführung bekommen, um zum einen das Pegelpotenzial im unteren Übertragungsbereich zu erhöhen und zum anderen, um die Richtwirkung der des Mitteltöners anzupassen. Damit ist eine gleichförmige Schallabstrahlung gewährleistet, die dem Klang zugutekommt. An diesen Details erkennt man, dass Teufel den Standboxen und mithin der Stereowiedergabe viel Aufmerksamkeit gewidmet hat.

Gleiche Bestückung für homogenen Klang

Der Center-Lautsprecher weist die gleiche Mittel-/Hochtonbestückung auf, nur dass der Mitteltöner mehr Hub schafft und somit tiefer intonieren darf. Die Anordnung der beiden Treiber übereinander hilft zudem, die Tonalität an die der Standboxen anzugleichen und dadurch für einen homogenen Klang im Heimkinobetrieb zu sorgen.

Für den Rückraum kommen Dipolstrahler zum Einsatz. Neben den Zuhörern an der Wand montiert, gewährleistet die Doppelbestückung, dass man lediglich indirekten Schall wahrnimmt und den Lautsprecher als Schallentstehungsort nicht. Für den Heimkinobetrieb ist diese Wandlergattung von Vorteil, da sie eine bessere Raumatmosphäre schafft als der Direktstrahler. Die Dipole weisen zudem die Möglichkeit auf, per Schalter aus dem Dipolcharakter einen Direktstrahler zu machen - etwa für die reine Mehrkanal-Musikwiedergabe, falls gewünscht.

Als Basshilfe dient ein immerhin 54 Liter großer Subwoofer mit 25er-Bassmembran. Aus 250 Watt Leistung schöpfend, spielt der Bassreflex-Bass bis 28 Hertz hinunter und erreicht spielend Pegel von 105 Dezibel.

Dieses Potenzial macht sich im Hörtest bezahlt. Das Set verdaut selbst Action-Gewitter wie im Film Passwort: Swordfish klaglos. Der Subwoofer spielt sauber differenziert und beherrscht auch die tiefsten Register. Der Center gliedert sich klanglich gut ein: Stimmen klingen über ihn ähnlich wie über die Standboxen. Auch die Dipole überzeugen: Sie spielen zurückhaltend und schaffen dennoch eine gute Raumatmosphäre.

Im reinen Stereobetrieb erlaubt der tendenziell warme Klangcharakter einen lange anhaltenden Genuss der Plattensammlung. Bei Therese Juels Tiden Bar sind die Sopranistin und die Instrumente klar zu orten. Selbst einzelne Chormitglieder kann man deutlich heraushören.

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