Testbericht

TEST: Sony Cyber-shot W180 - Digicam für Einsteiger

Die Sony Cyber-shot W180 ist 21 Millimeter flach und mit 130 Gramm relativ leicht. Mit ihrer matten, silbernen, schwarzen oder roten Front sieht sie gut aus und kostet nur 120 Euro - vier Gründe, die für Sonys Einsteigerkamera Cyber-shot W180 sprechen.

Sony Cyber-shot W180

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Sony Cyber-shot W180

Sie ist 21 mm flach, mit 130 g relativ leicht, sieht mit ihrer matten, silbernen, schwarzen oder roten Front gut aus und kostet nur 120 Euro - vier Gründe, die für Sonys Einsteigerkamera Cyber-shot W180 sprechen.

Die Ausstattung ist dem Preis entsprechend unauffällig: Das 3-fach-Zoom deckt einen Standardbrennweitenbereich von 35 bis 105 mm ab (KB-Äquivalent). Auf dem 1/2,3-Zoll-CCD kommen 10 Megapixel unter. Einen mechanischen Bildstabilisator gibt es nicht. Der Funktionsumfang sieht vor allem automatische, nur wenige manuelle Einstellungen vor. Immerhin erlaubt die W180 eine Blitzlichtkorrektur um +/- 1 Stufe und blendet auf Wunsch ein Histogramm ein. Das Display ist zwar mit 2,7 Zoll für diese Preisklasse recht groß, präsentiert jedoch bei schlechten Lichtverhältnissen eine verrauschte Vorschau. Außerdem legt sich die W180 auf die in der Regel vergleichsweise teuren Memorystick-Speicherkarten fest, und der Videomodus beherrscht nicht die üblichen 640 x 480 Pixel, sondern lediglich eine Auflösung von 320 x 240 Pixeln.

Sieben Motivprogramme, darunter eines für Twilight-Porträts und eines für Strandaufnahmen, sollen dem Fotografen die Arbeit so weit wie möglich erleichtern und die Erfolgsquote steigern. Der Schieber zum Wechsel zwischen Foto-, Video- und Wiedergabemodus ist für den rechten Daumen gut erreichbar. Allerdings liegt die Kamera beim einhändigen Fotografieren recht instabil in der Hand. Die W180 lässt sich intuitiv bedienen, auch Einsteiger dürften sich nach einer kurzen Eingewöhnungsphase ohne Handbuch zurechtfinden: Alle relevanten Aufnahmeeinstellungen erfolgen über das Menü, das auf Tastendruck am linken Bildrand einblendet.

Grundeinstellungen, etwa die Sprache des Menüs, verstecken sich dagegen in einer unteren, weit unübersichtlicheren Menüebene. Leider fand der Autofokus im abgedunkelten Raum nur selten die richtige Schärfe. Und die Auslöseverzögerung von 1,19 s im Tele übersteigt den übergreifenden Durchschnitt bei Weitem.

Bildqualität: Wenn irgend möglich, sollte man bei dieser Kamera mit niedrigen ISO-Werten fotografieren: Im ISO-100-Test erreichte die W180 eine passable Auflösung von 966 bis 1216 LP/BH, wobei die Leistung innerhalb eines Bilds maximal um 181 LP/BH sank. Das Bildrauschen liegt bei leicht überdurchschnittlichen 1,8 VN, die Randabschattung bei akzeptablen 0,4 bis 0,5 Blenden. Im Weitwinkel krümmen sich die Linien an den Bildrändern um 1,1 Prozent, was oft kaum auffällt, in einigen Fällen aber durchaus stören kann.

Testergebnisse

Cyber-shot W180

\n Sony Cyber-shot W180
Sony
120 Euro

www.sony.de

Weitere Details

50,5 Punkte

Fazit:Die Cybershot W180 sieht für eine 120-Euro-Kamera solide aus. Die Ausstattung entspricht dem Preisniveau. Wegen der besseren Bildqualität empfiehlt sich die W180 vor allem für ISO-100-Aufnahmen.

Bei höheren Empfindlichkeiten lässt die W180 rapide nach: Bereits ab ISO 400 sind die Aufnahmen geprägt von Farbrauschen (4,3 VN) und Texturverlust. Die beworbene Empfindlichkeit von ISO 3200 bei voller Auflösung eignet sich allenfalls für den Notfall, da der Visual Noise dann auf 7,0 VN ansteigt und noch mehr Details überdeckt. Insgesamt neigt die Sony zu warmen Farben mit angenehmer Sättigung.

Fazit: Die Cyber-shot W180 sieht für eine 120-Euro-Kamera solide aus. Die Ausstattung entspricht dem Preisniveau. Wegen der besseren Bildqualität empfiehlt sich die W180 vor allem für ISO-100-Aufnahmen.

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Sony Cyber-shot W180
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Foto:Kameras

Sony Cyber-shot W180

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