Testbericht

TEST: Schnellster Rechner der Welt für 4.000 Euro - Fujitsu Celsius Ultra

Fujitsu wagt sich mit dem Celsius Ultra auf das Gebiet der absoluten High- End-Gaming-Rechner. Das System mit Workstation-Genen soll der schnellste luftgekühlte PC der Welt sein.

Fujitsu Celsius Ultra Test

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Fujitsu Celsius Ultra

ProzesFujitsu wagt sich mit dem Celsius Ultra auf das Gebiet der absoluten High- End-Gaming-Rechner. Das System mit Workstation-Genen soll der schnellste luftgekühlte PC der Welt sein.

Fujitsu, ehemals Fujitsu-Siemens, hat zwar viel Erfahrung mit Workstations, High-End-Gaming-Rechner waren bisher aber nicht gerade die Domäne des Augsburger Herstellers. Daher basiert der Celsius Ultra, laut Fujitsu "schnellste luftgekühlte PC der Welt", auf dem hauseigenen Workstation-Design. Auch der Name leitet sich von den Celsius-Workstations ab, die Consumer-PCs von Fujitsu laufen unter dem Scaleo-Label.

Fujitsu Celsius Ultra

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Quad-SLI-Grafik

Die Liste der im Rechner eingesetzten Hardware ist beeindruckend: Als Prozessor dient das von 3,3 auf bis zu 3,64 GHz übertaktete Spitzenmodell aus Intels-Core- i7-Reihe, der 975 Extreme Edition, für die Grafik sind gleich zwei von EVGA gefertigte GeForce-GTX-295 zuständig. Damit verfügt der Rechner über vier GPUs, die im Quad-SLI-Betrieb laufen können. Als Basis dient das von Fujitsu Augsburg entwickelte und gefertigte Mainboard D2778-X mit X58-Chipsatz, das ebenfalls auf einer Workstation-Platine basiert. Alle sechs Speichersockel der Platine sind mit insgesamt 12 GByte DDR3-1333-Speicher belegt.

Workstation-Gene

Das Workstation-Gehäuse des Celsius Ultra sieht auf den ersten Blick kaum anders aus, als ein ganz normaler Midi-Tower, lediglich die LCD-Anzeige auf der Oberseite fällt aus dem Rahmen. Sie zeigt während des Boot-Vorgangs die POST- Codes an. Öffnet man den Miditower, dann sieht man erst mal wenig: Die obere Hälfte des Mainboards verschwindet komplett unter einer Kunststoffabdeckung, die als Luftleitkanal für den passiven Prozessorkühler dient. Für dessen Kühlluft sorgt ein 120-mm-Fan an der Gehäuserückseite, die Luftströme im Gehäuse sind genau definiert.

High-End-PC

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Der Core i7 wird passiv gekühlt, dafür gibt es einen eigenen Lüfter für den Arbeitsspeicher. Unten im Gehäuse sitzen die beiden GeForce-GTX-295-Karten von EVGA.

Für den 3,64-GHz-Takt des Core i7 975 reicht der Kühlkörper aus, nutzt man die Übertaktungsoptionen des Mainboards weiter, könnte es knapp werden. Etwas verwundert hat uns, dass Hyperthreading deaktiviert war, was vor allem beim 3D-Rendering-Benchmark Cinebench R10 Punkte kostet. Mit Hyperthreading sind einige Spiele etwas langsamer, aber das ist zu verkraften. Die untere Hälfte des Mainboards wird fast komplett durch die beiden GTX-295- Karten belegt, darüber hat noch eine Sound Blaster X-Fi Titanium Platz gefunden.

Leistung satt

Die beiden GeForce-Karten mit ihren vier GPUs sorgen im Test für eine enorme Leistung bei den 3D-Benchmarks. Im Performance-Modus des 3DMark Vantage erzielt der Celsius Ultra 33 823 Punkte, im Extreme-Modus immer noch 18107 Punkte. Ähnlich schnell ist der Celsius Ultra bei Crysis mit 48 fps in der 1680er- Auflösung und Very-High-Settings sowie bei Devil May Cry 4 mit 285 fps bei der 1920er-Auflösung.

Leider machen die GeForce-Karten unter voller Last gehörigen Radau und tragen wesentlich zu der Leistungsaufnahme von maximal 635 Watt bei. Als Massenspeicher sind drei Festplatten montiert, eine WD VelociRaptor mit 150 GByte als Systemplatte und zwei Terabyte-Platten für Programme und Daten. Die Raptor ist zwar beim Datentransfer mit 104 MByte/s nicht schneller als die beiden anderen Platten, dafür aber bei der Zugriffszeit um den Faktor drei.

Testprofil

FujitsuCelsius Ultra
www.fujitsu.de
3999 Euro

High-End-PC

Weitere Details

100 Prozent

Testurteil
sehr gut

Fujitsu hat sich gegen eine SSD entschieden, da SSDs unter Vista mit der Zeit langsamer werden, unter Windows 7 tritt dieser Effekt weniger deutlich auf. Als optisches Laufwerk dient ein Blue-ray-Combo-Drive.

Fazit:

Der Celsius Ultra ist tatsächlich der schnellste PC, den wir bislang im Test hatten. Allerdings ist der Rechner durch seine beiden GeForce-GTX-295-Karten sehr laut und leistungshungrig. Leider dürfte sich das angepeilte Klientel an der schlichten Optik des Celsius Ultra stören, hier ist man an ein spektakuläreres Auftreten gewöhnt.

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