Testbericht

Test: Sat-Receiver mit Festplatte und Netzwerk-Client-Box

Meist scheitert der Satellitenempfang im Zweitraum an der Notwendigkeit, Kabel zu verlegen. Diese Kombi von Strong überträgt erstmals Sat-Signale verlustfrei mittels Funknetz.

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Test Sat-Receiver mit Festplatte und Netzwerk-Client-Box

© Archiv

Der Strong SRT 6300 W

Der Satellitenempfang unterscheidet sich von der Kabelvariante grundsätzlich dadurch, dass nicht alle Empfänger hintereinandergeschaltet vom selben Strang versorgt werden, sondern von jedem Tuner eine Leitung zu einer Umschalteinheit geführt werden muss. So eine sternförmige Verteilung ist jedoch in kaum einem Haushalt vorgesehen und neue Kabelschächte zu stemmen, ist nur in den seltensten Fällen möglich.

Entscheidet man sich für den Sat-Empfang steht also meist ein Receiver im Wohnzimmer neben dem TV-Gerät und dort besteht die einzige Möglichkeit, alle Sender zu schauen. Kinderzimmer, Schlafzimmer, Arbeitsraum und Küche hängen weiterhin an der alten Hausantenne. Dort muss man auf alle Annehmlichkeiten des Digitalempfangs, also großes Senderangebot, Kinoformat, Mehrkanalton, Programmführer usw. verzichten.

Die Firma Strong hat es jetzt als erster Anbieter geschafft, ein Netzwerksystem aus Sat-Empfänger und Erweiterungseinheit zu entwickeln, dass sich leicht konfigurieren lässt und die bestmögliche Qualität bietet. Es heißt SRT 6300 W und kostet 600 Euro. Im Paket befindet sich neben dem Twin-Satellitenreceiver mit 160-GByte-Festplatte ein Klientengerät. Ein weiteres kann man für 200 Euro dazukaufen, sodass man in drei Räumen Zugriff auf alle Satellitenprogramme nebst deren Aufzeichnungen erhält. Das System bietet Standard-Auflösung über Scart-RGB, verzichtet also leider auf HDTV und HDMI. Über zwei CI-Schächte lassen sich Module für Pay-TV einbinden, leider empfängt man Premiere nach dessen Verschlüsselungsumstellung auf diesem Wege nicht mehr.

Test Sat-Receiver mit Festplatte und Netzwerk-Client-Box

Endlich frei: Sat ohne Kabel

\n StrongSRT 6300 W
www.strongsat.com
600 Euro

Sat-Receiver

Weitere Details

81 Prozent

Fazit:Diese einzigartige Kombi bringt Sat-Empfang dorthin, wo er bisher unmöglich war.

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
sehr gut

Strong hat großen Wert auf konzentrierte Ausstattung und leichte Installation gelegt. Unsere Testanlage ließ sich sofort intuitiv anschließen. Der Doppeltuner benötigt einen dualen Satellitenanschluss, damit zwei Programme frei wählbar sind. Eine Durchschleifoption gibt es nicht. Also einfach Master- und Slave-Gerät über RGB-Scart an die beiden Fernseher anschließen, Sat-Kabel anstecken und mit Strom versorgen. Schon spielt die ARD los, denn die wichtigsten Astra- Sender sind vorprogrammiert. Das kabellose Netzwerk wird vollautomatisch aufgebaut und funktionierte bei den Tests sofort einwandfrei.

Test Sat-Receiver mit Festplatte und Netzwerk-Client-Box

© Archiv

Am Master befinden sich neben der USB-Buchse zwei CI-Ports für Pay- TV-Module. Über die Gerätetasten lassen sich sogar Menüs aufrufen.

Die Übertragung basiert auf WiFi, setzt jedoch auf ein proprietäres Streamingformat namens "Rapid Media Protokoll". Daher werden die Strongs in WLAN-Netzen nicht gefunden, müssen sich jedoch die 2,4-GHz-Kanäle mit diesen teilen. Das klappte aber sogar reibungslos in den strahlungsübersättigten Test und Büroräumen unserer Kollegen vom PC Magazin.

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