Testbericht

TEST: Sanyo VPC-X1220 - Digicam mit langsamen Autofocus

Die 20 mm schlanke, 114 g leichte Sanyo VPC-X1220 will den Einstieg in die digitale Fotografie erleichtern, so barrierefrei und unterhaltsam wie möglich gestalten: Bei einem Preis von 120 Euro ist die erste Hürde, die Anschaffung, relativ leicht zu nehmen.

Sanyo X1220 TEST

© Archiv

Sanyo X1220 TEST

Die 20 mm schlanke, 114 g leichte Sanyo VPC-X1220 will den Einstieg in die digitale Fotografie erleichtern, so barrierefrei und unterhaltsam wie möglich gestalten: Bei einem Preis von 120 Euro ist die erste Hürde, die Anschaffung, relativ leicht zu nehmen.

Gleich nach dem Einschalten begrüßt eine freundliche Frauenstimme in englischer Sprache mit der Information, in welchem Modus die Kamera gerade arbeitet und ob sie die Bilder auf SD-Karte oder den internen Speicher ablegt. Nach Drücken der linken Taste des Vierrichtungsrads gibt's die Instruktion: "Auslöser halb drücken, um den Fokus zu erhalten". Das Aufnahmemenü besteht aus zwei übersichtlichen Seiten, die Einträge sprechen für sich. Über den "Screne"-Button geht's zu den Motivprogrammen, etwa zur Lächelerkennung, welche die X1220 mit der Unterschrift "Lächelndes Gesicht finden und aufnehmen" erklärt - die Sanyo unterstützt den Anfänger, wo sie nur kann. Im Vergleich zur [int:article,127157]etwa 30 Euro teureren VPC-X1420[/int] wirkt die Ausstattung der X1220 recht unspektakulär: Statt weitwinkligem 4-fach-Zoom hat die X1220 ein 3-fach-Zoom mit 35 bis 105 mm KB-äquivalent, und auf dem 1/2,3-Zoll-Sensor kommen nicht 14, sondern 12 Megapixel unter. Videos nimmt die X1220 statt in HD-Auflösung mit maximal 640 x 480 Pixeln bei 30 B/s auf, dementsprechend verzichtet sie auf den 16:9-Monitor und begnügt sich mit einem kleineren 2,7-Zoll-Display.

Sanyo X1220

© Sanyo

Sanyo X1220

Außerdem unterstützt der Speicherkartensteckplatz nur SD und SDHC, nicht wie bei der X1420 auch SDXC. In puncto Einstellmöglichkeiten sind sich die beiden Sanyo-Kompaktkameras sehr ähnlich. Beide erlauben manuelles Fokussieren; Schärfe, Kontrast und Farbsättigung lassen sich dagegen nicht direkt beeinflussen. Dank relativ kleiner Zoomstufen kann der Fotograf den Bildausschnitt vergleichsweise präzise einstellen. Der Autofokus leistete sich im Test einige Fehler und arbeitete langsamer als das X1420-Pendant: Die durchschnittliche Auslöseverzögerung betrug 1,13 s im Weitwinkel und 1,24 s im Tele - zu lang für Schnappschüsse.

Bildqualität: Auch im Messlabor kann die X1220 nicht ganz mit der X1420 Schritt halten. Sie löst mit 905 bis 1141 LP/BH bei ISO 100 weniger hoch auf, im Weitwinkel verzeichnet sie stärker (um 1,6 Prozent), und durch die kamerainterne Bildbearbeitung gehen mehr feine Details verloren (Kurtosis 1,9/1,6 bis ISO 100/400). Auch hier tritt ein großflächiges Farb-, ab ISO 400 ein sichtbares Luminanzrauschen auf. Gut: der Dynamikumfang von 8 bis 9,5 Blenden. Im Gegensatz zur X1420, die die Farbsättigung deutlich anhebt, hält sich die X1220 bei den Farben zurück, die Aufnahmen wirken etwas flau. Fazit: Die leichte, einsteigerfreundliche Sanyo VPC-X1220 kostet 30 Euro weniger als die VPC-X1420. Dafür macht sie Abstriche bei der Ausstattung und braucht deutlich länger zum Fokussieren und Auslösen.

Wertung X1220

Sanyo VPC-X1220
Sanyo
120 Euro

www.sanyo.de

Weitere Details

45 Punkte

Fazit:Die Sanyo VPC-X1220 eignet sich für Anfänger, die sich an die digitale Fotografie erst langsam herantasten wollen. Der langsame Autofokus kostet Punkte.

4/5
gut
Preis-/Leistung
gut

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