Testbericht

TEST: Rollei Flexline 140

Rollei hat Tradition und unbestritten einen guten Namen, den seit 2007 das Unternehmen RCP-Technik zur Vermarktung seiner Digitalkameras nutzt. ColorFoto will wissen, ob die Geräte trotzdem noch der traditionellen Rollei-Maxime folgen, die da lautet: "Kameras, die einfach zu bedienen sind und ausgezeichnet funktionieren".

Rollei Flexline 140

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Rollei Flexline 140

Rollei hat Tradition und unbestritten einen guten Namen, den seit 2007 das Unternehmen RCP-Technik zur Vermarktung seiner Digitalkameras nutzt. ColorFoto will wissen, ob die Geräte trotzdem noch der traditionellen Rollei-Maxime folgen, die da lautet: "Kameras, die einfach zu bedienen sind und ausgezeichnet funktionieren".

Stellvertretend geht hier die kompakte 4-fach-Zoomkamera Flexline 140 an den Start. Ihre Ausstattung umfasst ein ordentliches 3-Zoll-Display und eine Panoramafunktion, die bei uns recht gut funktionierte. Im Gegensatz zu vielen anderen 150-Euro-Kompakten, die Empfindlichkeiten bis ISO 1600, teils sogar bis ISO 6400 beherrschen, begnügt sich die Flexline mit ISO 64 bis ISO 400. Das macht Aufnahmen bei schwachem Licht ohne Blitz und Stativ äußerst schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Andererseits trägt Rollei damit einem derzeit noch ungelösten Problem Rechnung: Bei den kleinen, derzeit im Kompaktkamerasegment üblichen 1/2,3-Zoll-Sensoren lassen sich allenfalls mit niedrigen Empfindlichkeiten gute Ergebnisse erzielen. Sobald die Kamera das ohnehin schon schwache Signal der superkleinen Pixel zu stark anheben muss, nehmen die Bildfehler überhand und die Rettungsversuche der internen Nachbearbeitung tun ihr Übriges, um weitere feine Bilddetails zu eliminieren.

Die Handhabung ist in mehrfacher Hinsicht gewöhnungsbedürftig: Zwar navigiert man wie bei vielen Kompakten mithilfe einer Vierrichtungswippe durch das schlanke Menü. Statt mit der Wippe selbst bestätigt man die Eingaben aber über eine separate, weiter unten gelegene SET-Taste, wobei der Daumen seine Standardposition verlassen muss - wer bereits länger mit anderen Kompaktkameras fotografiert hat, muss sich mit dieser Lösung womöglich erst einmal anfreunden.

Außerdem reagiert die Lupe ruckelig, und die Auslöseverzögerung von 0,88 bis 0,98 s macht Aufnahmen schnell bewegter Motive zur Glückssache. Positiv: Der Autofokus funktioniert auch bei schwachem Umgebungslicht zuverlässig, und die Verwacklungswarnung kommt im Weitwinkel ordnungsgemäß ab 1/30 s.

Bildqualität: Messwerte und Testaufnahmen sprechen gleichermaßen für eine schwache Auflösung, die hinter dem üblichen 10-Megapixel-Niveau zurückbleibt, bei ISO 400 sogar auf unter 600 LP/BH absackt. Dies stört umso mehr, da die Leistungen innerhalb eines Bilds deutlich schwanken. Das Farb- und Luminanzrauschen steigt von akzeptablen 1,6 VN bei ISO 100 auf deutlich sichtbare 3,5 VN bei ISO 400, überlagert die Textur und schlägt sich auf die Detailwiedergabe.

Außerdem verwechselte die interne Bildbearbeitung im Test hin und wieder das helle Motiv mit seinem hellen Hintergrund und verwandelt die Konturen kurzerhand zum verwaschenen Fleck. Auch der Objektkontrast (6,5 Blenden bei ISO 400) könnte besser sein. Die Farbwiedergabe passt.

Testergebnisse

Rollei Flexline 140
Rollei
150 Euro

www.rollei.de

Weitere Details

48 Punkte

Fazit:Die Rollei Flexline 140 beschränkt sich auf Empfindlichkeiten von ISO 64 bis ISO 400.

Fazit: Eine kompakte Kamera mit klassisch schwarzem Aluminiumgehäuse und einem für die Preisklasse großen 3-Zoll-Monitor. In Sachen Bildqualität lässt sich noch einiges verbessern.

Bildergalerie

Rollei Flexline 140
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Foto:Kameras

Rollei Flexline 140

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