Testbericht

TEST: QNAP TS-119 Turbo NAS

Ursprünglich diente eine Netzwerkfestplatte dazu, zentral auf Dateien und Dokumente im Netzwerk zugreifen zu können. Mittlerweile haben sich diese ehemals langweiligen und für den Heimbereich eher uninteressanten Geräte zu multifunktionalen Tausendsassas gemausert.

QNAP TS-119 Turbo NAS

© Archiv

QNAP TS-119 Turbo NAS

Ursprünglich diente eine Netzwerkfestplatte dazu, zentral auf Dateien und Dokumente im Netzwerk zugreifen zu können. Mittlerweile haben sich diese ehemals langweiligen und für den Heimbereich eher uninteressanten Geräte zu multifunktionalen Tausendsassas gemausert.

Sie dienen als Medien- und Webserver, Download-Client, binden USB-Drucker ins Netzwerk, versorgen Streaming-Clients (z.B. Webradios) mit Musikdateien, legen automatisierte Backups an und vieles mehr. So auch das neue TS-119 Turbo NAS von Qnap, das als Gehäuse ohne integrierte Festplatte geliefert wird. Das passiv gekühlte und somit sehr leise TS-119 nimmt SATA-Festplatten bis zu einer Kapazität von 2 TByte auf. Der Einbau einer Festplatte in das solide verarbeitete TS-119 gelang uns mithilfe der gedruckten Schnellanleitung und einer vorbildlichen Kurzanleitung auf CD in nur wenigen Minuten. Der Zugriff auf das NAS funktioniert über das mitgelieferte Tool "Qnap Finder". Eine neu eingebaute Festplatte muss dabei zunächst mit einem Firmware-Image bespielt werden. Hier empfiehlt sich die Installation der aktuellen Firmware-Version 3.0 von der Qnap-Homepage, die mit einer neu überbeiteten, übersichtlich und ansprechend gestalteten Benutzeroberfläche überrascht. Allerdings gelang uns die Installation der neuen Firmware erst, nachdem wir zuvor das alte Firmware-Image von der mitgelieferten CD-ROM aufgespielt hatten.

QNAP TS-119 Turbo NAS

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QNAP TS-119 Turbo NAS

Im Anschluss erhält man über den Qnap-Finder Zugriff auf bereits freigegebene Ordner des TS-119 und kann diese dann auch als Netzwerklaufwerke im Explorer einbinden. Die neue, deutlich übersichtlichere Benutzeroberfläche erleichtert die Konfiguraation der zahlreichen Funktionen des TS-119 doch erheblich. So geht beispielsweise die Verwaltung einzelner Ordnerfreigaben und Zugangsrechte erheblich einfacher von der Hand. Die Aktivierung für den UPnP-Media-Server findet sich nun in der Administration unter "Anwendungen". Hier lässt sich beispielsweise auch der integrierte iTunes-Server oder die "Überwachungsanlage" zur Speicherung von IP-Cam-Videos aktivieren.

Überzeugend sind auch die Übertragungsraten des TS-119: Über den Gbit-LAN-Anschluss lässt sich das Gerät über Windows-Freigaben mit 26 MByte/s beschreiben, beim Lesezugriff kam es gar auf 45 MByte/s. Ebenfalls sehr schnell arbeitet der Copy-USB-Anschluss an der Gerätefront. Hier lässt sich ein USB-Stick einstecken, dessen gesamter Inhalt nach Drücken der "Copy"-Taste in ein spezielles Verzeichnis auf dem TS-119 kopiert wird. Für 1 GByte Daten benötigte das Gerät gerade einmal 1 Minute 13 Sekunden. Fazit: Das TS-119 bietet alles, was sich der anspruchsvolle Anwender von einem NAS nur wünschen kann. Die interne Festplatte muss er sich jedoch zusätzlich kaufen.

Testergebnisse

QNAP TS-119 Turbo NAS
QNAP
299,- Euro

www.qnap.de

Weitere Details

88 Punkte

5/5
sehr gut
Preis/Leistung
gut

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