Testbericht

Test: Notebooks ab 800 Euro

Neben der schwierigen Wahl, ob das Notebook AMD-oder Intel-Technik verbaut haben soll, drängen sich die Fragen nach der notwendigen Ausstattung und Grafiklösung auf. Die Hersteller quittieren diese Fragen mit einer fast unüberschaubaren Modellvielfalt. Dabei ist es ganz einfach, das passende Notebook zu finden.

Notebooks ab 800 Euro im Test: Leistungsstarke Allrounder im Mittelformat

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Notebooks ab 800 Euro im Test: Leistungsstarke Allrounder im Mittelformat

Neben der schwierigen Wahl, ob das Notebook AMD-oder Intel-Technik verbaut haben soll, drängen sich die Fragen nach der notwendigen Ausstattung und Grafiklösung auf. Die Hersteller quittieren diese Fragen mit einer fast unüberschaubaren Modellvielfalt. Dabei ist es ganz einfach, das passende Notebook zu finden.

Die meisten Notebooks für den privaten Gebrauch werden nach wie vor in der Preisspanne zwischen 800 und 1000 Euro verkauft. Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Hersteller dieses Segment mit vielen unterschiedlichen Modellen bedienen. Das Nachsehen hat allerdings derjenige, der versucht, ein für sich passendes Produkt zu finden. Waren die Geräte einer Preisklasse vor ein bis zwei Jahren noch leicht zu vergleichen, da die technischen Details sich nur wenig unterschieden haben, so ist dies jetzt anderes.Die Vielfalt der Konfigurationen und der daraus resultierenden Einsatzgebiete lässt sich kaum noch überblicken. Die Hersteller verbauen Intel-Technik und bewerben die Geräte mit Centrino-, Centrino-2-oder Core-2-Duo-Aufklebern oder setzen auf die aktuelle Plattform von AMD und vermischen das Ganze mit Grafiklösungen von AMD und nVidia.

Oder Sie setzen die im Chipsatz integrierte Lösung ein, die mit verheißungsvollen Namen wie ATI Mibility Radeon HD 3200 oder Intel Grafik Media Beschleuniger 4500MHD beworben werden, um den Anschein einer eigenständigen Grafiklösung vorzutäuschen. Heraus kommen sehr unterschiedlich anmutende Geräte, die fast immer auf bestimmte Preispunkte hin optimiert wurden, um den Kunden mit augenscheinlich attraktiven Preisen zu locken. Und die komplexe Technik hilft den Herstellern, denn die Geräte sind auf Grund der vielen Variationen nur schwer zu vergleichen.

Sony Vaio VGN-FW11E

SonyVaio VGN-FW11E
www.sony.de
999 Euro

Notebook

Weitere Details

74 Prozent

Fazit

Testurteil
gut
Preis/Leistung
gut

Schnell und laut

Unterzieht man die einzelnen Notebooks standardisierten Tests, um die Leistung der Geräte zu ermitteln, die für die tägliche Arbeit tatsächlich von Bedeutung sind, klärt sich das Feld und man entdeckt viele gemeinsame Stärken bzw. Schwächen.

Ein weit verbreitetes Vorurteil hat dieser Test nicht bestätigt: Acer und HP stellen für diesen Vergleich zwei Notebooks, die auf der aktuellen AMD Plattform basieren. Beide können sich im Test der Akkulaufzeiten durchaus mit den Centrino- und Centrino-2-Geräten messen. So erreicht HP mit dem Compaq 6735b eine der längsten Laufzeiten, wenn man das Notebook beispielsweise zum Lesen einsetzt oder nur Texte tippt. Übertroffen wurde dieses Ergebnis nur von dem Schenker Notebook. Doch der Hersteller bedient sich eines kleinen Tricks: Im mySN MG5 kommt ein Hochleistungsakku zum Einsatz, der im Vergleich zum Standardakku deutlich über das Gerät herausragt.

Schenker Notebook mySN MG5

Schenker NotebookmySN MG5
www.mysn.de
1139 Euro

Notebook

Weitere Details

74 Prozent

Fazit

Testurteil
gut
Preis/Leistung
befriedigend

Besser schneiden die Intel basierten Notebooks ab, wenn die Leistungsanforderungen steigen. Bei der Ausführung von komplexen Berechnungen oder 3D-Anwendungen, wenn der Prozessor und die Grafikkarte gefordert sind, dreht sich das Bild und die Centrino-bzw. Centrino-2-Geräte halten mit einer Akkuladung länger durch, als die AMD basierten Notebooks. Im Mittel ergibt sich kein klarer Sieger in dieser Disziplin. Die Notebooks, die auf die Centrino-2-Plattform oder auf Teilen davon gesetzt haben stehen hier knapp an erster Stelle. Doch absolut gesehen ist das Ergebnis enttäuschend: Werden die Geräte für mehr als zum Tippen von Texten eingesetzt, reicht eine Akkuladung kaum über zweieinhalb Stunden.

Wenn es darum geht, Programme zügig abzuarbeiten, präsentieren sich die Notebooks in einem besseren Licht. Die Tests bestätigen allen Notebooks in diesem Vergleich eine hohe und für nahezu alle Anwendungen ausreichende Leistung, wenngleich es deutliche Unterschiede sowohl in den synthetischen Benchmarks wie PCMark05 oder PCMark Vantage als auch in den verschiedenen Anwendungstest gibt. Das Schlusslicht bilden die beiden AMD-Maschinen von Acer und HP. Mit deutlichem Abstand platzieren sich die Notebooks von Schenker Notebook und Dell auf den Rängen eins und zwei.

Dell Studio 1535

DellStudio 1535
www.dell.de
999 Euro

Notebook

Weitere Details

72 Prozent

Fazit

Testurteil
gut
Preis/Leistung
gut

Benötigt man allerdings ein leistungsstarkes Notebook, das sich auch zum Spielen eignet, dann spielt Acer wieder ganz vorne mit und belegt hinter dem Schenker-Notebook Rang zwei. Der Grund für die gute Platzierung ist die verwendete Grafikkarte. Im Schenker Notebook wird eine GeForce 9600M GT verwendet, die in diesem Testfeld die Messlatte hochlegt. Die beiden Notebooks von Acer und Toshiba mit der Grafikkarte ATI Mobility Radeon 3650 von AMD sind ebenfalls sehr performant, wenn es um schnelle 3D-Darstellungen geht.

Welche Grafikkarten in den Laptops zum Einsatz kommen, steht auf Seite 2...

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