Testbericht

TEST: Nikon Coolpix S220

Die Nikon Coolpix S220 will Lifestyle-Kamera sein und kommt im grell bunten, zierlichen Outfit. Sie misst nur 18 mm in der Tiefe und wiegt samt Lithium-Ionen-Akku und SD-Speicherkarte gerade einmal 100 g.

Nikon Coolpix S220

© Archiv

Nikon Coolpix S220

Die Nikon Coolpix S220 will Lifestyle-Kamera sein und kommt im grell bunten, zierlichen Outfit. Sie misst nur 18 mm in der Tiefe und wiegt samt Lithium-Ionen-Akku und SD-Speicherkarte gerade einmal 100 g.

Die Ausstattung ist dagegen recht unspektakulär: Für 160 Euro gibt's einen vergleichsweise kleinen 1/2,5-Zoll-Sensor mit 10 Megapixeln, ein einfaches 3-fach-Zoomobjektiv mit 35 bis 105 mm äquivalenter Kleinbildbrennweite, ein gering auflösendes 2,5-Zoll-Display mit 50.000 RGB-Pixeln und eine recht karge Auswahl an Einstelloptionen. Der Vorteil an diesem puritanischen Konzept: Das Menü besteht aus zwei übersichtlichen Seiten und lässt sich intuitiv bedienen. Der Autofokus erwies sich im Test als unzuverlässig. Er fand bei dunklen Lichtverhältnissen in sechs von zehn Fällen nicht die richtige Schärfe. Die Auslöseverzögerung (inkl. Autofokus) liegt bei durchschnittlichen 0,55 (Weitwinkel) beziehungsweise 0,65 s (Tele). Dafür ist die S220 schon nach weniger als einer Sekunde startklar und damit schneller als die meisten anderen Lifestyle-Kameras.

Bildqualität: Die Bilder der Coolpix S220 sind in der Regel richtig belichtet, die Farben wirken ausgewogen und natürlich. Trotzdem kann die Bildqualität nicht überzeugen. Die ISO-100-Auflösung geht zwar in Ordnung, andererseits fehlen feine Details, die im Zuge der kamerainternen Bildoptimierung auf der Strecke bleiben.

Obwohl der Rauschfilter scheinbar massiv eingreift, gelingt der Nikon nur ein mittelmäßiges Rauschverhalten: 2,0 VN bei ISO 100, das macht sich durchaus mit sichtbaren Artefakten bemerkbar. Bei höheren Empfindlichkeiten kommt ein erhebliches Luminanzrauschen dazu, welches das schwächere Farbrauschen überdeckt. Gleichzeitig wird der Texturverlust zum echten Problem. Dazu kommen noch einige Abbildungsfehler des Objektivs: So treten aufgrund chromatischer Aberration bei Standardbrennweite 1,3 Pixel breite Farbsäume auf. Gerade Linien krümmen sich an den Bildrändern um 1,3 Prozent, und wegen der Randabschattung um 1,2 Blenden vergeben wir einen halben Minuspunkt.

Testergebnisse

Nikon Coolpix S220
Nikon
160 Euro

www.nikon.de

Weitere Details

57,5 Punkte

Fazit:Die Nikon Coolpix S220 ist klein und leicht. Mit ihrem übersichtlichen Menü kommen auch Einsteiger zurecht. Die Bildqualität leidet jedoch unter starkem Texturverlust und Bildrauschen.

Fazit: Die Nikon Coolpix S220 ist klein, leicht und in ihrem farbigen Aluminiumgehäuse richtig schick. Mit der übersichtlichen Bedienoberfläche kommen auch Einsteiger zurecht. Ausstattung und Bildqualität könnten bei einer 160-Euro-Kamera besser sein.

Bildergalerie

Nikon Coolpix S220
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Foto:Kameras

Nikon Coolpix S220

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