Testbericht

TEST: Netzwerk-Mediaplayer Fantec MM-FHDL - Tausendsassa fürs Wohnzimmer

Mediaplayer, Internet-Radio, Webserver und Datenspeicher - Netzwerk- Mediaplayer sind Tausendsassas, allen voran der MM-FHDL vom Hamburger Hersteller Fantec. Doch nichts ist schlimmer, als wenn im Wohnzimmer die Technik streikt. Wir haben die kleine schwarze Box deshalb auf Herz und Nieren getestet.

Fantec MM-FHDL TEST

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Fantec MM-FHDL TEST

Mediaplayer, Internet-Radio, Webserver und Datenspeicher - Netzwerk- Mediaplayer sind Tausendsassas, allen voran der MM-FHDL vom Hamburger Hersteller Fantec. Doch nichts ist schlimmer, als wenn im Wohnzimmer die Technik streikt. Wir haben die kleine schwarze Box deshalb auf Herz und Nieren getestet.

Auf dem Rechner sammeln sich die Bilder des letzten Urlaubs, die Videos vom Familienausflug und die ewigen Lieblingssongs. Doch der Wohlfühlfaktor vor dem kleinen Monitor mit den eher mickrigen PC-Lautsprechern hält sich zumeist in Grenzen. Am liebsten würde man deshalb all die Daten nehmen und sie ins Wohnzimmer manövrieren, um sie dort über den Fernseher und die Hi-Fi-Anlage abzuspielen.Die Formatkonformität und die Konnektivität von TV und AV-Receivern haben jedoch ihre mehr oder weniger weit gesteckten Grenzen. Ein Medienplayer hilft an dieser Stelle ein großes Stück weiter. Sehr vielversprechend ist der MM-FHDL des deutschen Herstellers Fantec, denn das Datenblatt besagt: Wiedergabe von USB-Speicher, PC-Streaming, Internet-Radio, Webserver und Filme in Full HD.So viel vorweg: Die Erwartungen an den Player werden nicht enttäuscht. Schließt man eine externe Festplatte an den MM-FHDL an, gibt es kaum ein Format, mit dem er nicht zurechtkommt. Unterstützt werden etwa die Containerformate MKV, AVI, WMV, MOV und FLV.

Test Video: Netzwerk-Player

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Fantec MM-FHDL

Auch Aufnahmen von der Settop-Box im TS-Format lassen sich wiedergeben. Die Liste der unterstützten Videocodecs ist ähnlich lang. So kommen etwa in H.264 codierte HD-Videos in bester Qualität zum Fernseher. Selbst Camcorder-Aufnahmen in AVCHD spielt die kleine schwarze Box ab.Ist man es leid, seinen externen Speicher immer wieder anzuschließen, empfiehlt es sich, die Dateien auf die eingebaute Festplatte zu kopieren. Die hier getestete Version mit einer Kapazität von einem Terabyte ist für knapp 290 Euro erhältlich. Wer diese Funktion nicht braucht, bekommt den MM-FHDL auch ohne Speicher.

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Das hochauflösende OSD-Menü überzeugt durch seine klare Gliederung. Leider sind manche Einträge nicht vom Englischen ins Deutsche übersetzt worden.

Multimedialer Netzwerker

Der Umweg über einen externen Speicher lässt sich zudem vermeiden, wenn man zu Hause über ein Heimnetzwerk verfügt. Den Fantec kann man über seine Ethernet-Buchse ins bestehende Netzwerk integrieren. Das Einbinden klappt äußerst schnell und einfach, da der Netzwerk-Player den UPnP-Standard (Universal Plug and Play) unterstützt.Wer es lieber drahtlos will, kann auf den optionalen WLAN-USB-Dongle zurückgreifen, der sogar den neueren Standard WLAN-N mit Datenraten von bis zu 300 MBit/s nutzt. Gibt man am PC oder auf einer NAS-Festplatte Ordner im Netzwerk frei, spielt der Fantec die darin enthaltenen Dateien ab.

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In Sachen Anschlüsse ist der Fantec bestens ausgestattet. Über HDMI-, Scart-, Composite oder Komponentenaugang lässt sich ein Fernseher anschließen. Für die analoge Audio-Ausgabe stehen die beiden Cinch-Ausgänge bereit. Digital gelangen Audiodaten über den optischen S/P-DIF- oder den elektrischen Koaxialanschluss zur Hi-Fi-Anlage.

Hochauflösende Videos, die man per Netzwerkkabel an den HD-Fernseher schickt, kommen ruckelfrei und in hervorragender Qualität an. Das Bild überzeugt mit feinen Details und kräftigen Farben. Anders bei Ausgangsmaterial in PAL, das auf Full HD skaliert wird: Farben erscheinen etwas blass. Auch Strukturen könnte der Prozessor etwas schärfer zeichnen.

Für die Wiedergabe der eigenen Musiksammlung lassen sich Verstärker über HDMI, den analogen Stereoausgang sowie den elektrischen und optischen Digitalanschluss andocken. Bei der digitalen Ausgabe genügt der Fantec selbst gehobenen Ansprüchen.

Beim Analogton klingen jedoch audiophile Geräte harmonischer und frischer. Um etwa beim Hören von Musik nicht auf den Fernseher angewiesen zu sein, befindet sich an der Frontseite der schwarzen Alubox ein LCDFarbdisplay. Das Auswählen von Musik klappt darüber einwandfrei, wenn man sich direkt vor der Box befindet.

Testprofil

FantecMM-FHDL
www.fantec.de
290 Euro

Netzwerk-Player

Weitere Details

75 Prozent

Testurteil
sehr gut
Preis/Leistung
sehr gut

Das integrierte Webradio SHOUTcast sorgt für frischen Wind beim Hörgenuss: Es holt Sender aus aller Welt ins Wohnzimmer. Sehr interessant ist auch die Möglichkeit, den Mediaplayer als Webserver zu nutzen. Damit kann man über einen Webbrowser auf die Inhalte der Fantec- Festplatte zugreifen.

Fazit

Fantec bietet mit dem MM-FHDL ein sehr gutes Gesamtpaket an. Damit macht die gehegte und gepflegte Medienbibliothek auch im Wohnzimmer Spaß. Hier und da fallen kleine Schwächen auf, die den Gesamteindruck jedoch kaum trüben.

Bildergalerie

Test Video: Netzwerk-Player
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