Testbericht

TEST: Netbooks und Notebooks bis 500 Euro im Vergleich

Bei knappem Budget stellt sich die Frage, ob man zu einem Netbook oder einem günstigen Notebook greift. Wir zeigen die Stärken und Schwächen der beiden Mobilrechnergattungen und testen jeweils drei aktuelle Geräte.

  1. TEST: Netbooks und Notebooks bis 500 Euro im Vergleich
  2. Acer Aspire One 532h
  3. Compaq Mini 311c
  4. Toshiba NB305
  5. MSI CX500
  6. Nexoc S634
  7. Packard Bell dot VR60
  8. Fazit
Notebook Netbook Aufmacher Test

© Archiv

Notebook Netbook Aufmacher Test

Bei der Suche nach preisgünstigen Komplettrechnern hat man die Qual der Wahl: Wenn das Gerät nicht mehr als 500 Euro kosten soll, dann kann man zu einem leichten Netbook greifen und hier sogar deutlich unter dem Budgetlimit bleiben. Oder man investiert sein Geld in ein "vollwertiges" Notebook mit höherer Leistung.Wir wollen bei der Entscheidung helfen und testen zudem auch noch einige Netbooks Mobilitätsgarantie Netbooks und günstige Notebooksund günstige Notebooks verschiedener Größenklassen

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Der Netbook-Notebook Vergleich in Bildern
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Computer

Netbooks glänzen primär bei der Akkulaufzeit, Notebooks eher bei der Leistung. Das Compaq-ION-Netbook und das Packard-Bell-Notebook sind hier…

Vom Nicht-zum Fast-Notebook

Die allerersten Netbooks wie der ursprüngliche Eee PC von Asus oder der Acer Aspire One sollten gar keine Alternative zum Notebook sein. Zumindest wurde das von den Herstellern bei der Vorstellung der Geräte so verkündet. Sie waren als kleine und billige Mobilrechner für die Web-2.0.Generation gedacht, die immer online sein will, um zu surfen, Blogs zu pflegen oder über soziale Netze zu kommunizieren.Tatsächlich wurden diese ersten Netbooks mit kleinem 7-Zoll-Diplay, winzigem 4-GByte-Flash-Speicher als Festplattenersatz und Linux als Betriebssystem schnell durch etwas größere Geräte mit herkömmlichen Festplatten ersetzt, auf denen dann in aller Regel auch Windows XP installiert wurde. Als Prozessor arbeitet in praktisch allen Netbooks ein sparsamer und billiger Intel Atom.

Aktuell ist hier die zweite, hoch integrierte "Pine-Trail"-Generation, bei der Speichercontroller und Grafikeinheit mit in den Prozessor gewandert sind. Die maximale Speichergröße ist wie beim 945-GSE-Chipsatz der vorigen Atom-Generation auf 2 GByte beschränkt. Allerdings werden die meisten Netbooks nur mit einem GByte Arbeitsspeicher bestückt.

Da sie nur über einen Speichersteckplatz verfügen, muss der Arbeitsspeicher für ein Upgrade getauscht werden. Der vergleichsweise simpel aufgebaute Prozessorkern wurde nicht verändert und auch die Taktrate des neuen Atom N450 ist mit 1,66 GHz nicht höher als die seines Vorgängers.

Netbooks: Leicht aber langsam

Atom-Prozessoren sind durch ihren einfachen Aufbau sehr kompakt. So bringt es ein N450 trotz integrierter Grafik gerade mal auf 66 mm², ein Core 2 Duo misst dagegen 143 mm². Aus einem Wafer kann Intel daher deutlich mehr Atom-Prozessoren als Core-2-Duos schneiden und den Atom deutlich billiger verkaufen. Daher sind Netbooks mit Preisen ab 230 Euro deutlich günstiger als Notebooks.

Zudem sind die Leistungsaufnahme und auch der Kühlaufwand sehr niedrig. Daher sind Netbooks primär als leichte Reisebegleiter für Textverarbeitung und Internet-Anwendungen geeignet. Für Tabellenkalkulationsprogramme ist die Bildschirmauflösung arg niedrig. Videos in PAL-Auflösung stellen kein Problem dar. Anders sieht es dagegen bei HD-Content aus.

Hier fehlen der Intel-Grafik die Beschleunigerfunktionen und die CPU allein ist zu langsam. Das kann in Zukunft auch beim Surfen ein Problem werden, da es hier einen Trend zu HD-Videos gibt. Auch komplexe Web-Anwendungen auf Basis von Flash, Silverlight oder HTML5 erfordern immer mehr Rechenleistung, hier werden sich viele Netbooks schwer tun.

Abhilfe sollte hier der ION-Chipsatz von Nvidia bringen, der HD-Videos flüssig darstellen kann und auch passende Software via GPU beschleunigt. Allerdings kommen ION-Netbooks mit Preisen an der 400-Euro-Grenze schon in den Bereich günstiger Notebooks und die Akkulaufzeit ist kürzer als bei reinen Intel-Geräten.

In unserem Downloadbereich finden Sie jede Menge Programme, die für die Nutzung von Netbooks von großem Interesse sind. Außerdem hat der Artikel [int:article,127698/] einige Tipps für eine effiziente Nutzung von Netbooks parat.

Notebooks für jeden Geschmack

Der Netbook-Notebook Vergleich in Bildern

© Klaus Länger

Das Dekor des VR46 ist am Helmdesign des Motorradrennfahrers Valentino Rossi angelehnt.

Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Notebooks für weniger als 500 Euro auf dem Markt. 15-Zoll-Geräte mit Celeron-Prozessor bekommt man schon zu Netbook-Preisen, dann allerdings ohne Betriebssystem und mit schmalen 160-GByte-Festplatten. Besser fährt man, wenn man etwas mehr Geld investiert.

Dann steckt bereits ein Pentium Dual Core oder ein Dual-Core-Prozessor von AMD im Gehäuse, der Arbeitsspeicher ist mit wenigstens zwei GByte vernünftig bemessen und auch ein Windows 7 Home Premium gehört zum Lieferumfang. Bei der Akkulaufzeit darf man keine Wunder erwarten, mit einem Gewicht zwischen 2,5 und drei Kilogramm sind die Notebooks dieser Klasse durchaus mobil einsetzbar.

Die meisten dieser Notebooks arbeiten mit einer im Chipsatz integrierten Grafik, aber man findet bereits einzelne Modelle mit separaten Grafikchips, die dann eine etwas bessere 3D-Performance bieten. Teilweise bekommt man auch schon 17-Zöller mit 1600 x 900 Bildpunkten unterhalb der magischen 500-Euro-Grenze, etwa das Asus K70AE oder das MSI CR700.

Allerdings sind diese Geräte dann schon eher Desktop-Replacements als wirklich mobile Rechner. Wer es lieber mobil mag, der findet für weniger als 500 Euro auch schon erste Thin-and-Light-Notebooks, die nur wenig größer und schwerer als Netbooks sind. Als CPU finden hier die Consumer-ULV-Prozessoren von Intel Verwendung.

Diese CPUs gehören zur Core-2-Familie, arbeiten aber mit niedrigerer Kernspannung und Taktfrequenz als herkömmliche Mobilprozessoren. Bei diesen Mobilrechnern muss man allerdings auf ein optisches Laufwerk verzichten, das bei größeren Notebooks immer noch zur Grundausstattung gehört.

Punkten können Notebooks gegenüber den Netbooks auf jeden Fall bei der Ergonomie: Die Displays sind größer und arbeiten mit höherer Auflösung und auch die Tastaturen sind in Größe und Layout eher für 10-Finger-Schreiber geeignet. Um die Entscheidung Netbook oder Notebook zu erleichtern, haben wir drei Netbooks und drei Notebooks in die Redaktion geholt.

Den Test des Acer Aspire One 532h lesen Sie auf der zweiten Seite...

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